Gegen Hass im Netz: Smudo gerät öffentlich mit Facebook-Sprecherin aneinander

Hasskommentare auf Facebook, egal aus welcher Ecke, waren in den letzten Monaten immer wieder Thema. Mit der Counter Speech Tour will Facebook dem, mit der Hilfe von Künstlern, entgegenwirken. Idee ist gut. Schwierig wird's aber, wenn die nötige Transparenz vonseiten Facebook fehlt.

Auf einer Pressekonferenz wurde Chef-Lobbyistin Eva-Maria Kirschsieper von einem Journalisten gefragt, wie viele Facebook-Mitarbeiter sich in Deutschland mit Hasskommentaren auf der Plattform beschäftigen. Eigentlich eine einfache Frage, auf die Kirschsiper aber offenbar nicht antworten will und sich aus der Affäre zu ziehen versucht: "Das ist heute nicht das Thema. (...) Es ist nichts, worüber wir heute kommunizieren."

Daraufhin meldet sich Smudo zu Wort, der Unterstützer der Counter Speech-Idee ist, und hakt nach: "Also, ich würd's auch gerne wissen! (...) Sie müssen doch gar nicht so rummachen. Sie können doch sagen: 'Will ich nicht sagen' oder: 'Darf ich nicht sagen'."

Kirschsieper lacht nur - und kriegt daraufhin von Smudo Folgendes zu hören: "Jetzt machen Sie gerade rum wie eine Kakerlake, wenn das Licht angeht."

Kirschsieper glaubt, jegliche  Antwort auf die Frage sei sowieso nicht zufriedenstellend. Smudo findet, die Antwort müsse auch niemanden zufrieden stellen, sondern ehrlich sein: "Dann geben Sie uns doch eine Antwort, die nicht zufriedenstellend ist. Die Situation ist allgemein nicht zufriedenstellend."

Alle Versuche bleiben vergeblich. Eine Antwort darauf, wie Facebook sich um Hasskommentare kümmert, bleibt Kirschsieper uns schuldig. 


Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Deutsche Rapper entwickeln Corona-App

Deutsche Rapper entwickeln Corona-App

Von Michael Rubach am 22.02.2021 - 18:08

Mit der Corona-App "luca" wollen unter anderem die Fantastischen Vier das kulturelle Leben in der Pandemie voranbringen. Vor allem Smudo ist engagiert dabei, die App einem größeren Publikum vorzustellen. Er sehe "luca" nicht als Ersatz für die Warn-App der Bundesregierung. Es seien "zwei ganz verschiedene Dinge". Keine der Apps sei besser oder schlechter als die andere.

Smudo über seine Corona-App: Alternative zur "Lockdown-Keule"

Im Interview bei Bild TV führt der 52-Jährige die Vorzüge der "luca"-App auf, die zusammen mit weiteren Kulturschaffenden und einem Berliner Start-Up entwickelt wurde. Es gehe darum, das kulturelle Leben wieder im Alltag zu verankern. Smudo und seine Bandkollegen zeigen sich von dem Konzept überzeugt:

"Mit 'luca' lassen sich u.a. Konzerte und Veranstaltungen sicher durchführen, die Gesundheitsämter werden nachhaltig entlastet und Infektionsketten schneller unterbrochen, was am Ende zu mehr Freiheit führen wird. Als wir von der Idee für luca hörten, waren wir begeistert."

So soll das Ganze funktionieren: "luca" legt ein verschlüsseltes Kontakttagebuch an. Mittels QR-Code melden sich die Nutzer*innen bei Restaurant-, Stadion- oder Konzertbesuchen an und ab. Kommt es zu einer Coronainfektion, kann die erkrankte Person ihre Informationen per TAN dem zuständigen Gesundheitsamt freigeben. Die Kontaktverfolgung würde so komplett digital ablaufen. Das Führen von Gästelisten auf Papier somit überflüssig.

Für die User*innen ist die App kostenlos – für die Gesundheitsämter kostenpflichtig. Smudo habe sein Projekt bereits Gesundheitsminister Jens Spahn vorgestellt. Trotz eines guten Gesprächs sei erst einmal keine konkrete Unterstützung zugesichert worden. In Rostock werde die App nun ausprobiert, die laut Smudo die Bevölkerung vor der "Lockdown-Keule" bewahren könnte. Dieser Plan ginge allerdings nur auf, wenn die App von entsprechend vielen Menschen auch genutzt wird.

In New York zeichnen sich Rapper*innen noch nicht für Corona-Apps verantwortlich. Dafür erfolgen Hinweise in der U-Bahn neuerdings von bekannten Stimmen aus der US-Szene.

New Yorker U-Bahn: Young M.A, Cam'ron & Jadakiss machen Corona-Ansagen

Der öffentliche Nahverkehr in New York ist um eine Attraktion reicher.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!