Forgot about Dre?! 5 Rapper, die Andre Young in den Rap-Olymp geführt hat

Andre Romelle Young, besser bekannt als Dr. Dre, ist der vielleicht einflussreichste Produzent, den der Rap-Kosmos je hatte.

Dre hat nicht nur selbst drei große Alben veröffentlicht, sondern ist auch mit dafür verantwortlich, dass einige der bekanntesten Rapper weltweit heute da sind, wo sie sind. Aber das weißt du ja genauso gut wie wir.

Snoop Dogg

Nachdem er mit N.W.A mal eben Gangsta-Rap auf eine neues Level gebracht und die Crew sich aufgelöst hatte, wurde 1991 Death Row Records gegründet. Die erste Single von Dre beim neuen Label war der Titeltrack zum gleichnamigen Film Deep Cover. Der Song von 1992 ist auch als 187 (das ist in Kalifornien der Polizei-Code für einen Mord) bekannt. Mit dabei: der damalige Newcomer Snoop Doggy Dogg.

Was man mit dieser Single bei Ruthless begonnen hatte, sollte in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Bei Dres Debüt The Chronic war Snoop auf 11 von 16 Anspielstationen zu hören. Es folgte das kommerziell sogar noch erfolgreichere Snoop-Debütalbum Doggystyle. Seitdem hat die Welt noch viele weitere Kollabos der beiden gesehen und der Doggfather ist schon lange selbst eine Instanz im Hiphop.

So musste der junge Snoop Doggy Dogg sich niemals einen anderen "jobby Job" als Rapper suchen und kann seitdem Gin & Juice sippen, wie er witzig ist.

Eminem

Dass der Doktor ein Meister seines Fachs ist und ein ganz besonderes Näschen für Talente hat, bestätigte er 1997 erneut, als er diesen weißen Rapper aus Detroit entdeckte. Diesen Typen, der mit einem Rapsong einen Oscar gewonnen hat und für viele der beste Rapper aller Zeiten ist.

Fast genau ein halbes Jahr nachdem Eminem mit seinem schon teilweise Dre-produzierten Debütalbum The Slim Shady LP direkt eine der vielleicht besten Rap-Platten überhaupt ablieferte, erschien 2001. Eine LP zu der man nichts mehr sagen brauch.

In der Single Forgot About Dre mit seinem neuen Schützling im Gepäck fasste er seine bisherigen Verdienste nochmal schwarz auf weiß zusammen:

"Who you think taught you to smoke trees / Who you think brought you the oldies / Eazy-E's, Ice Cubes, and D.O.C's / The Snoop D-O-double-G's / And the group that said motha f**k the police?" – Und die Eminems!

50 Cent

Der nächste große Rapper, dem Dre von Beginn an unter die Arme griff war 50 Cent. Eminem entdeckte ihn 2002 und stellte ihm gleich seinen Mentor vor.

Em und Dre waren dann gemeinsam für einen Großteil der Beats auf Fiftys Debüt Get Rich Or Die Tryin' verantwortlich – der Durchbruch war also fast vorprogrammiert.

In Da Club (prod. Dr. Dre) war DIE Single der Platte und ist auch der Jugend vieler heutiger Rap-Hörer kaum wegzudenken. Was du vielleicht noch nicht gesehen hast, ist, wie Eminem 2003 zum eigens produzierten Kollabo-Track Patiently Waiting die Crowd in seiner Heimat Detroit überrascht:

The Game

Ebenfalls 2003: Dr. Dre gelangt an ein Mixtape von The Game. Er nimmt ihn unter seine Fittiche und werkelt zweieinhalb Jahre mit ihm an seinem Debüt The Documentary – wie fast alle ersten Alben von Dres Entdeckungen sollte es ein Klassiker werden.

Schon vor dem Release konnte The Game einen Hype um seine Person aufbauen, war in Musikvideos zu sehen und auf Mixtapes zu hören.

Mit der Hilfe von Dr. Dre landen hochkarätige Features und Produzenten auf The Documentary. Singles mit dem neuen Star im Rap-Business, 50 Cent, feuern den Hype weiter an und man kann auch über 10 Jahre danach noch nachvollziehen, wieso das so war:

Kendrick Lamar

Was wäre Hiphop aktuell ohne Kendrick Lamar? Für viele hat er mit To Pimp A Butterfly eins der besten und innovativsten Rap-Alben der letzten Jahre abgeliefert und der Mann ist auch noch ein Poet vor dem Herrn.

Kendrick konnte sich zwar schon vor der Zusammenarbeit mit Dre einen Namen machen, aber erst bloße die Verbindung zum großen Produzenten/Rapper/Geschäftsmann verschafft ihm die ganz große Aufmerksamkeit. Bei Kendricks zweitem Album ist er dann Executive Producer.

Mit jedem Song und jedem Release hat er seitdem diese Aufmerksamkeit gerechtfertigt und steht zu Recht aktuell ganz oben in der Rap-Hierarchie. Bereits 2011, noch vor good kid, m.A.A.d city, wird er höchstoffiziell zum "neuen König der West Coast" gekrönt – bezeichnenderweise von Snoop Dogg, The Game und Dr. Dre.

In The Recipe huldigen Kendrick und der gute alte Andre Young ihrer Heimatstadt L.A.:

Forgot about Dre? Better not!

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Eminem ist der Kobe Bryant des Raps, sagt Big Daddy Kane

Eminem ist der Kobe Bryant des Raps, sagt Big Daddy Kane

Von Michael Rubach am 16.02.2020 - 16:13

Der Tod von Kobe Bryant lässt die US-Szene auch mehrere Wochen nach dem tragischen Unglück nicht los. In seiner Rolle als Held und Inspiration für Jung und Alt hinterlässt der ehemalige Lakers-Star eine klaffende Lücke.

In einem Interview bei Cherie's World war nun Rap-Legende Big Daddy Kane zu Gast und äußerte sich auch zum Verlust von Kobe. Als es auf Nachfrage des Moderators darum ging, Basketball und Rap in ein Verhältnis zu bringen, setzte der Altmeister Eminem und Kobe auf die gleiche Stufe.

Eminem als Kobe Bryant des Raps

Besonders in den USA sind Basketball und die Rapwelt seit jeher fast untrennbar miteinander verwoben. Das kommt nicht zur zum Ausdruck, wenn Drake mal wieder bei einem Spiel seiner Toronto Raptors eskaliert. Nein, das Ballen in unterschiedlichen Betätigungsfeldern verbindet.

Jay-Z beispielsweise sieht sich in seinen Tracks gerne auf einem Level mit Michael Jordan agieren, der für viele als der größte Basketballer aller Zeiten gilt. In Songs wie "Hova Song (Intro)" bezieht sich Jay auf diese Ausnahmestellung. Der "Mike Jordan of Rap" untermauert so einen Legenden-Status, den er sich selbst zuschreibt.

Doch irgendwann war die Ära von Michael Jordan abgeschlossen. Als die Basketballrente rief, brachte sich Kobe Bryant als prägender Player der NBA in Stellung. Auch für ihn lässt sich also ein rappendes Pendant suchen. So ein Gedankenspiel sollte Big Daddy Kane auf Bitte des Interviewers zu Ende führen. Nach kurzer Überlegung räumte der Ostküsten-Veteran daraufhin Eminem den Kobe-Status ein. Dessen Schaffen sei für Rap so wichtig wie Kobe für den Basketballsport.



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Damn...Just DAMN!

Ein Beitrag geteilt von Big Daddy Kane (@officialbigdaddykane) am

Eminem & Kobe Bryant: Big Daddy Kane erklärt seine Einordnung

Gegenüber dem Portal HipHopDX erläuterte der Big Daddy Kane anschließend seine Aussage. Dabei schmückte er einzelne Phasen des US-Raps mit weiteren Beispielen aus. Jay-Z, 2Pac, Biggie und Nas seien MCs, die für eine gewisse Ära stünden. Im Anschluss daran hätten Eminem, Fabolous, Jadakiss und Ludacris aus seiner Sicht den größten Impact gehabt.

Bei seiner Antwort habe er vor allem lyrische Maßstäbe angelegt. Dies sei nämlich die Rap-Schule, aus der er selbst komme.

"Em und Jay-Z haben Dinge erreicht, die ich in meinem Leben nicht annährend erreicht habe. Sie sind beide Superstars im HipHop. Und darüber hinaus sind beide auch noch sehr lyrisch."

("Em and JAY-Z have achieved things that I have never came close to achieving in my life. They are both major stars in Hip Hop. And to top it off, they are both very lyrical. That’s where I was coming from.")


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