Cypress Hill bringen zum neuen Album eigene Grassorten raus

In einigen US-Staaten ist Marihuana nicht nur als Medikament zugelassen, sondern auch zum "recreational use" freigegeben – also dem Privatgebrauch zu Erholungszwecken. Dazu zählt auch die Heimat von Cypress Hill, einer Band, die aus bekennenden Cannasseuren besteht. Darum ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass die Musiker jetzt auch ins Geschäft mit dem legalen Weed einsteigen.

Nun ist es soweit: Cypress Hill machen gemeinsame Sache mit Bhang Chocolates und die Verträge sollen auch schon unterzeichnet sein. Die neu gegründete Firma nennt sich CHB und geplant ist, eine Reihe an unterschiedlichen Cannabis-Produkten anzubieten.

Dabei geht es wohl in erster Linie um eigene Marihuana-Sorten, von denen mehrere gleichzeitig mit dem neuen Cypress Hill-Album "Elephants on Acid" im April auf den Markt kommen sollen. Da schließt sich der Kreis, da das Album seinerseits auch nach einer Grassorte benannt ist. "Elephants on Acid" wird das erste Cypress Hill-Album seit über sechs Jahren.

Album finished 2018

7,076 Likes, 482 Comments - Dj Muggs_the_black_goat_ (@djmuggs_the_black_goat_) on Instagram: "Album finished 2018"

Obwohl es sich bei Bhang Chocolates um eine Firma handelt, die vor allem für sogenannte Edibles bekannt ist, gibt es aktuell offenbar noch keine konkreten Pläne für essbare Marihuana-Produkte von Cypress Hill.

Zwischen den beiden Vertragspartnern hat es laut DJ Muggs jedenfalls sofort Klick gemacht. Der Bhang-CEO Scott Van Rixel sei großer Cypress Hill-Fan und kenne alle Lyrics auswendig. DJ Muggs erklärt, es sei sogar geplant, neue Distributionswege für die Musik auszuprobieren:

"Wir wollen einzigartige Verpackungen haben, die die Band und unsere Musik wiederspiegeln. So können wir die Musik durch unsere Cannabis-Produkte vertreiben. Mehrere Songs soll es nur auf diese Art geben, weil es ja keine Plattenläden mehr gibt."

DJ Muggs

Elephants on acid @cypresshill #soulassassins #cypresshill #djmuggs

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Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Von Michael Rubach am 16.01.2020 - 16:37

Drake und Jay-Z haben es getan. Wiz Khalifa und Snoop Dogg sowieso. Jede Menge Rapper sind in den letzten Jahren mehr oder minder groß ins Weed-Geschäft eingestiegen. Doch die Branche schwächelt gewaltig. Was 2018 noch als lohnenswertes Investment galt, gleicht heute dem Aufstieg auf ein zunehmend sinkendes Schiff.

Weed wird legalisiert – 25 Milliarden Verlust

2018 haben zuletzt Kanada und Kalifornien Cannabis als Genussmittel zugelassen. Insgesamt ungefähr 75 Millionen Menschen konnten sich fortan mit einer reglementierten Menge Weed eindecken (in Kanada bis zu 30g pro Person). Doch lange Schlangen vor den auch nur zögerlich entstehenden Abgabestellen blieben eher die Ausnahme.

Da die Marihuana-Industrie letztendlich ein recht gewöhnlicher Wirtschaftszweig ist, spiegelt sich dieses Verhalten in einem eigenen Aktien-Index. Im WEED sind ausschließlich Unternehmen gelistet, die im Cannabis-Sektor ihre Geschäfte machen. Wirtschaftlich lief es an dieser Grasbörse 2019 ziemlich bescheiden. Die Wertentwicklung war allgemein stark rückläufig und die Kurse fielen in den Keller. Allein die größten sechs Konzerne haben massiv eingebüßt. Die Zeitung Neues Deutschland beziffert den Verlust auf 25 Milliarden Dollar.

Auch Snoop Dogg & Drake sind betroffen

Der Wert der Aktien des Weltmarktführers Canopy Growth etwa hat sich seit Anfang 2019 ungefähr halbiert. Drake und Snoop Dogg sind hier beide involviert. Ersterer verkündete erst vor ein paar Monaten, dass er im Cannabis-Geschäft sein Glück versuchen werde. Seine eigene Cannabis-Brand erscheint in Zusammenarbeit mit der Canopy Growth Corporation.

Drake steigt ins Weed-Business ein

Drake ist nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker unserer Zeit, sondern auch Geschäftsmann. In dieser Rolle teast er wohl er gerade seinen Einstieg ins Cannabis-Geschäft an. Der Kanadier macht aktuell Promo für eine gewisse More Life Growth Company. UPDATE: In einer Pressemitteilung hat Drake inzwischen offiziell bestätigt, dass er mit einer eigenen Cannabis-Brand den Markt entert.

Haben die Menschen in Nordamerika etwas gegen das Kiffen? Nein, laut Umfragen sprechen sich inzwischen mehr als zwei Drittel der US-Bürger für die Legalisierung von Weed aus. In Deutschland ist ungefähr jeder Zweite cool mit Cannabis. Die generelle gesellschaftliche Akzeptanz haben Herzog oder der Plusmacher schon in ein Business umgewandelt – legal versteht sich.

Zwei deutsche Rapper steigen ins Cannabis-Geschäft ein

Von Robin Schmidt am 22.12.2019 - 15:08 Am 25. Dezember wird Nimo 24 Jahre alt. Für sein Alter hat der 385i-Rapper schon eine ganze Menge erlebt: Jugendgefängnis, die ersten Schritte im Rapbusiness mit seinem Debüt "Habeebeee", Drogenkonsum, falsche Freunde, falsche (musikalische) Entscheidungen. Nimo scheint diese Erlebnisse mittlerweile allesamt verarbeitet zu haben.

Das miese Jahr an der Börse liegt auch an ausbleibenden Finanzspritzen. Kredite seien schwierig zu bekommen. Selbst der Eröffnung eines Kontos schieben manche Banken wohl einen Riegel vor. Weed mag zwar in vielen US-Bundesstaaten legalisiert worden sein, aber ist dennoch auf bundesgesetzlicher Ebene verboten. Der Finanzsektor sieht sich scheinbar nicht mit einer Branche kooperieren, die strenggenommen nicht legal ist.

Der Schwarzmarkt ist nach statistischen Erhebungen zudem weiterhin der Hauptumschlagsplatz für Weed. Hier ist es schlichtweg billiger als in offiziellen Stores. Außerdem wird man dort als Minderjähriger eher nicht abgewiesen. Marktanalysten sehen die Branche in einer Sortierungsphase. Viele kleinere Unternehmen würden vor einer ungewissen Zukunft stehen. Sogar von einer "Insolvenzwelle" ist die Rede, die auf den jungen Industriezweig zurollen könnte.

Hoffnung spendet ein größeres Produktangebot. In Kanada läuft gerade die zweite Phase der Legalisierung an. Das heißt: Sogenannten Edibles wurden zusätzlich gestattet. Darunter fallen dann allerlei Lebensmittel wie Kekse, Kuchen oder Schokolade. Die Produkte könnten dabei helfen, neuen Schwung zumindest in den kanadischen Markt zu bringen.

Mediziner warnen vor Cannabis

Was ebenfalls nicht zu steigenden Aktienkursen führen dürfte, sind Negativschlagzeilen. Eine solche liefert aktuell die Tagesschau. Eine Verdopplung der stationären Cannabispatienten sei in Deutschland festgestellt worden - das entspricht circa 19.000 Menschen. Die Probleme mit der Droge hätten aus medizinischer Sicht zugenommen.

Aggressivere Züchtungen sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Rauschwirkung inzwischen die "Qualität von LSD" erreicht habe, so ein zitierter Suchtexperte. Von einer Verzehnfachung des THC-Gehalts ist die Rede. Im Hinblick auf die USA sehe die Sache trotz Legalisierung ähnlich aus. Die Lage habe sich nicht verbessert. Wenn sich die Konsumenten vornehmlich auf dem Schwarzmarkt bedienen, ist das allerdings auch wenig überraschend.

Die dicken Gewinne, welche den schwerreichen Geschäftsmännern wie Jay-Z oder Drake bei ihrem Investment in die Cannabis-Industrie mutmaßlich vorschwebten, lassen vorläufig auf sich warten. Aufgrund der multiplen Einnahmequellen der Rapsuperstars dürfte sich der persönliche Schmerz jedoch in Grenzen halten. Die Industrie selbst scheint 2020 eine größere Wunde verarzten zu müssen.

Kanye West, Jay-Z, Eminem & mehr: Das sind die bestverdienenden US-Rapper*innen 2019

Das amerikanische Magazin Forbes veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking, in dem die 40 bestverdienensten Musiker*innen gelistet sind. Natürlich spielen auch einige Rapper*innen in der Tabelle ganz oben mit. Mit 150 Millionen US-Dollar ist Kanye West der Hiphop-Act, der im Jahr 2019 die meiste Kohle gescheffelt hat.


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