Blut, Mord & Psychopathen: Wenn Rapper komplett durchdrehen

Brotha Lynch Hung - Return Of Da Baby Killa

Brotha Lynch Hung - Return Of Da Baby Killa

Jeder kennt ihn, den Adrenalin-Boost während der Kettensägenmörder die Gliedmaßen des blonden College-Girls abtrennt. Oder den Moment des Herzstillstandes, wenn hinter der Tür des verlassenen Hauses im Wald plötzlich ein bleicher Junge im Nachthemd wartet. Horror-Filme haben die Kunst des Schockens wohl mittlerweile perfektioniert.

Doch was mit visuellen Mitteln relativ einfach gelingt, ist in Rap-Form genauso möglich. Horrorcore nennt sich das Ganze dann. In diesem Subgenre des Hiphop werden Themen wie Mord, Suizid, Nekrop**lie oder Vergew**tigung behandelt. Am Ende kommen dabei Lyrics wie diese des Amerikaners Brotha Lynch Hung aus seinem Song Return of da Baby Killer heraus:

"You ain't even seen me in my prime 

Eatin' baby brains, baby veins, baby spines 

I know they be cryin' when I'm cuttin' off the neck 

I'm peelin' off the skin for some bacon-fried croquettes"

Zugegeben, widerlich und krank. Aber darum geht es hier ja, wie eben auch in einem guten Splatter-Film: Schocken.

In der folgenden Galerie sind einige Artists aus dem Rapgame zusammengestellt, die genau das beherrschen – teilweise auf Albumlänge, teilweise in wenigen Lines. Neben offensichtlichen Kandidaten wie K.I.Z, Eminem oder den Jungs von Hirntot Records wirst du über einen Kollegah oder einen Casper eventuell überrascht sein.

Welcher Psycho muss noch unbedingt in unsere Liste aufgenommen werden?

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Kommentare

Krijo stalks fehlt dann ganz klar und auch die Jungs von hässlich rap
Auch wenn nicht mehr aktiv Könige dieser Disziplin
Und auch die indizierten oder beschlagnahmten Alben von Hirntot passen hier her
Wenn man so etwas veröffentlicht muss man sich eigentlich auch mal auf dem Index umschauen

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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