Black Thought killt alles: Der Freestyle des Jahres und seine Nachbeben

Immer wieder steht seit vielen Monaten eine Diskussion im Fokus der Rapwelt, die die Community aufspaltet. Stirbt "echter" Rap langsam aus? Das repetitive Lallen möglichst einfacher Phrasen hat mit Lil Pumps "Gucci Gang" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Manche halten den 17-Jährigen gar für eine Art Jesus. Nur weil diese Art Rap grade neu und erfolgreich ist, heißt das aber noch lange nicht, dass Lyrics verschwinden. Dass diese These in einem Jahr propagiert wird, in dem Kendrick Lamar, Joey Bada$$ und Jay-Z viel beachtete Alben mit jeder Menge Inhalt veröffentlicht haben, wirkt oft fast absurd.

Trotzdem beherrscht die Diskussion große Teile der Hörerschaft. Der atemlose Freestyle von The Roots-Frontmann Black Thought bei Funk Flex im Studio, der gerade zum Freestyle des Jahres mutiert, fühlt sich daher in solchen Zeiten an wie ein Plädoyer für Lyrics, die viele Rap-Fans zu Rap-Fans gemacht haben. Zehn Minuten Text gewordenes Feuer ohne die kleinste Verschnaufpause:

BLACK THOUGHT FREESTYLES ON FLEX | #FREESTYLE087

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Man kann Black Thoughts Stirn in Echtzeit dabei beobachten, wie sie mehr und mehr funkelt. Was aussieht wie Schweißperlen, könnte genauso gut eine physische Manifestation der Genialität sein, die dem Mann aus allen Poren trieft. Es will schon etwas heißen, wenn jemand sich mit Kendrick, Pac, Rakim, "Pre-Kardashian Kanye", Kool G Rap, Einstein, Shakespeare und Tesla vergleicht und man geneigt ist, ihm nicht zu widersprechen.

Die Plattform bei Funk Flex sei sehr bedeutsam für Rapper, erklärte er wenig später bei Jimmy Fallon, den er normalerweise mit seiner Band durch die Sendung begleitet. Er hätte noch fünf Minuten weitermachen können. Er fühle sich durch die starken Auftritt anderer Künstler herausgefordert. Und dadurch wird er noch besser – mit 46 Jahren. Issa Battle und dieses Battle bringt perfekt ausgeführte Reimketten mit haufenweise Metaphern hervor. Ein Auszug:

I got that detox for y'all / The microphone doctor, black Deepak Chopra / I'm a griot that make you wanna peacock your arm / Every heavy dignitary paying me top regards / Boy, I'm three optics far from your binoculars / So, that smart money finna get the heat out the car / Yo, I'm K-Dot Lamar meets 2Pac Shakur / Got profiled by a few cops, too hot to charge

Die kompletten Lyrics, die es auch auf Genius zu lesen gibt, hat Jimmy Fallon seinem "Zweitlieblingsrapper" (hinter Rappin' Duke) in der Show als Ausdruck überreicht. Danach gab es noch einen spontanen einminütigen Freestyle:

Jimmy Interviews The Roots' Black Thought About His Epic 10-Minute Freestyle

Tarik Trotter chats with Jimmy about his already legendary 10-minute Hot 97 freestyle, explains how he met Questlove and does a mini freestyle for the audience.

Neben dem Auftritt in der Late-Night-Show gab es besonders in den sozialen Medien Liebe für Black Thoughts beeindruckende mund- und hirnakrobatische Darbietung. Und hier zeigt sich, wie der kompetitive Gedanke Rapper zu immer neuen Bestleistungen treiben kann und wird. R.A. The Rugged Man, selbst ein Rap-Monster vor dem Herrn, will sich am liebsten zu Hause einsperren und etwas Besseres schreiben als jemals zuvor. Andere User denken, diese Machtdemonstration wird noch mehr MCs inspirieren:

R.A. the Rugged Man on Twitter

I like Rappers who intimidate me, who make me second guess my own ability.. and after I hear them I want to go lock myself in my room for a month and write better shit than I ever wrote before... @blackthought is that dude.

Kevin Sousa on Twitter

@blackthought, with one incredible freestyle just inspired a new wave of emcees to push themselves a lot harder.

Diddy on Twitter

THIS IS THE GREATEST FREESTYLE IN ALL OF HIP HOP HISTORY!!!! @BlackThought https://t.co/IffabCoZcV

Panther mind, I'm made of elements you can't combine / I'm at a level of intelligence you can't define / Einstein, Shakespeare, Voltaire, Tesla / Recording artist slash psychology professor

Womöglich einer der besten Freestyle-Momente aller Zeiten. Ist Black Thought damit oder schon zuvor für dich ein Top-5-Rapper?

Black Thought on Twitter

That verse was just what I had to say at the moment lol.

Christian on Twitter

i cant stop watching this gif of funk flex from the black thought freestyle https://t.co/yVOCK89AtP

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Jay-Z ist laut Forbes der erste Hiphop-Milliardär

Jay-Z ist laut Forbes der erste Hiphop-Milliardär

Von David Molke am 03.06.2019 - 19:38

Jay-Z ist kein Business-Man, er ist ein Business, Man – das weiß jedes Kind. Jetzt steht offenbar auch fest, dass er als erster Hiphop-Künstler über eine Milliarde US-Dollar schwer wiegt. Das schreibt zumindest Forbes, die laut eigener Aussage "vorsichtig" geschätzt und genau nachgerechnet haben: Offenbar handelt es sich bei Jay-Z um den ersten Hiphop-Milliardär.

Vor Diddy & Dre? Jay-Z ist offenbar der erste Hiphop-Milliardär

Forgot about Dre? Schon 2014 hieß es, Dr. Dre könnte mit dem Verkauf der beats by dre-Marke die magische Milliarden-Grenze durchbrochen haben. Seine Anteile müssten ihm über 400 Millionen US-Dollar eingebracht haben. Zusammen mit dem Rest seines Vermögens würde das über eine Milliarde ergeben. Aber nach Abzug der Steuern könnte das schon wieder ganz anders aussehn. Sein Nettoreichtum wird auf "nur" 850 Millionen geschätzt. Bestätigt hat Dr. Dre das nie, dafür aber kurz nach dem Mega-Deal ein riesiges, sündhaft teures Anwesen gekauft.

Offenbar steht zumindest fest, dass der Deal einer der größten bleibt, die je abgewickelt wurden. Insgesamt ließ sich Apple Beats wohl stolze 3 Milliarden US-Dollar kosten. Dr. Dre soll laut Forbes so das meiste Geld gemacht haben, das ein Musiker je innerhalb eines Jahres eingenommen hat.

Sean Diddy Combs überholt? Anscheinend hat Jay-Z auch Sean Combs aka Puff Daddy aka P. Diddy hinter sich gelassen, wenn es um die Kohle geht. 2017 wurde dessen Vermögen von Forbes noch auf 820 Millionen US-Dollar geschätzt. Damals hieß es, Jay-Z stehe bei 810.

2018 stand Jay-Z dann aber an der Spitze der Forbes-Cash Kings-Liste: Er soll allein im letzten Jahr 76,5 Millionen Dollar gemacht haben. Dem gegenüber stehen 'nur' 64 Millionen, die Diddy anscheinend scheffeln konnte. An dritter Stelle kam dann nicht Dr. Dre, sondern Kendrick Lamar, gefolgt von Drake und J. Cole.

Jay-Z & Meek Mill kämpfen mit 50 Millionen Dollar für Justizreform

Meek Mill und Jay-Z machen ernst: Zusammen mit Partnern aus der Sport- und Business-Welt planen sie nicht weniger, als das amerikanische Justiz-System zu reformieren.

So soll Jay-Z eine Milliarde Dollar verdient haben

Jay-Z habe es wie die Allerwenigsten verstanden, selbst ein Geschäft aufzubauen. Sich nicht an andere zu verkaufen, sondern ein eigenes Imperium zu gründen – angefangen beim eigenen Label Roc-A-Fella Records. Aber dabei ist es bekanntlich nicht geblieben, es war nur der Anfang. Da zeigt sich selbst Warren Buffet beeindruckt, wie Forbes schreibt.

Jay-Z hat nicht nur 14 Nummer-Eins-Alben veröffentlicht, sondern auch unzählige Firmen gegründet. Da wären zum Beispiel Rocawear, der Cognac D’Ussé und der Streaming-Service Tidal. Statt Werbung für andere zu machen, macht Jay-Z sein eigenes Ding. Offenbar mit größtmöglichem Erfolg.

Forbes belässt es aber nicht einfach nur bei der Behauptung, Jay-Z sei der erste Hiphop-Milliardär. Stattdessen wird abgerechnet: Vom Einkommen seien großzügige Summen für den Lifestyle der Superreichen abgezogen worden, außerdem habe man sich von mehreren Experten bestätigen lassen, dass die Schätzungen "konservativ" – also eher noch zu vorsichtig als übertrieben – seien.

So soll sich das Vermögen von Jay-Z zusammensetzen:

  • Armand de Brignac: $310 Millionen
  • Cash & Investments: $220 Millionen
  • D’Ussé: $100 Millionen
  • Tidal: $100 Millionen
  • Roc Nation: $75 Millionen
  • Musik-Katalog: $75 Millionen
  • Kunstsammlung: $70 Millionen
  • Immobilien: $50 Millionen

Et voìla: Zusammengerechnet ergibt das eine Milliarde Dollar. Wie gesagt: Laut Forbes soll es sich dabei noch um sehr vorsichtige Schätzungen handeln. Im Vergleich zu anderen Topverdienern sieht aber natürlich selbst Jay-Z alt aus:

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Das Forbes-Magazin steht wie kaum eine andere Zeitschrift für Listen und Rankings. Das Wirtschaftsmagazin hat nun die Top 100 der bestbezahlten Promis der letzten zwölf Monate zusammengestellt. Vertreten sind Stars aus allen Bereichen des Entertainments. Wer nun denkt, dass P. Diddy oder Jay-Z wie so oft die #1 unter sich ausmachen, der liegt falsch.

Artist, Icon, Billionaire: How Jay-Z Created His $1 Billion Fortune

N ine years ago, two unlikely lunch partners sat down at the Hollywood Diner in Omaha, Nebraska. One, Warren Buffett, was a regular there. The other, Jay-Z, was not. The billionaire and the rapper ordered strawberry malts and chatted amiably, continuing the conversation back at Buffett's Berkshire Hathaway offices.


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