Bass Sultan Hengzt reagiert auf schwulenfeindlichen Shitstorm: Jetzt erst recht!

Vor drei Tagen veröffentlichte Bass Sultan Hengzt ein Artwork, das zwei sich küssende Männer zeigt. Er stellte es nach eigenen Angaben zunächst nur aus Witz als das Albumcover der Premium-Edition von Musik Wegen Weibaz vor. Es folgte ein schwulenfeindlicher Shitstorm. Jetzt macht B.S.H ernst, ließ er PULS in einem Interview wissen.

Bass Sultan Hengzt zieht seine Konsequenzen aus den homophoben und teilweise menschenverachtenden Reaktionen, die ihn ereilten. "Wir haben uns jetzt dafür entschieden den ganzen Leuten nochmal richtig auf den Schlips zu treten und das Album wirklich als Premium-Edition rauszubringen. Jetzt lassen wir uns das erst recht nicht verbieten."

Zu dem Vorwurf, er nutze das Bild zu Promozwecken, sagt Hengzt, er habe zwar vermutet, dass er "den ein oder anderen damit ärgere", aber nicht mit solchen Ausmaßen gerechnet. Die Hasstiraden und homophoben Kommentare hätten es erst zu dem gemacht, was es nun ist. 

Darüberhinaus erklärt BSH, er empfinde die Rapszene als sehr tolerant und führt als Beispiele ein K.I.Z.-Video, in dem sich zwei Männer küssen, und die Marteria-Line aus OMG ("Fahr mit 'nem eigenen Wagen über den CSD/schmeiß' Gummis in die Menge und schrei 'Gay, okay!'") an. 

Ob Promo oder nicht, Bass Sultan Hengzt hat mit dem Cover ein Thema angestoßen, zu dem sich einige Künstler bereits seit Jahren klar positionieren. Die Reaktionen haben allerdings gezeigt, dass das offenbar leider nicht gereicht hat, die Schwulenfeindlichkeit aus der Szene gänzlich zu verbannen. Es wird teilweise mit Sätzen gehetzt, die noch aus einer Zeit stammen, gegen deren politische Einstellung wirklich alles im Rap steht. Ein Vorschlag der rap.de-Redaktion, sich mit dem Hashtag #GayOkay oder #ProHomo gegen die Intoleranz auszusprechen, wäre ein Anfang. 

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