Homerecording (Teil 9): Reverb - Halleffekte für eure Vocals
Immer auf dem neusten Stand bleiben? Homerecording-Newsletter abonnieren!

Vor uns liegt ein trockener Vocal Mix, der sich mit Leichtigkeit gegenüber dem Beat behaupten können sollte. Der Mix klingt durch die hinzugemischten Doubles und Ad-libs facettenreich – und doch klingt das Ganze noch ziemlich trocken und mechanisch. Natürlich finden wir in unserer Effektsammelung auch dafür eine Lösung.

Um einen natürlichen und breiten Sound zu schaffen, bedienen wir uns eines grundlegenden akustischen Phänomens – es geht um Reverb (Nachhall).

Reverb

Unter Reverb versteht man eine kontinuierliche Schallreflexion in einem begrenzten Bereich. In Form von Plug-Ins kann man sich diese Eigenschaft in der Musikbearbeitung zunutze machen und Raumeffekte erzeugen.

Natürlich könnte man seine Vocals auch von Anfang an in einen großen, unmöblierten Raum hinein aufnehmen – man würde eine Menge natürlichen Reverbs miteinfangen. Das wäre allerdings ziemlich idiotisch. Es ließen sich weder die Intensität noch die Größe des Raumes oder der zeitliche Abstand zwischen Eingangssignal und Nachhall variieren. Zudem könnte man auf derartigen Spuren keine EQ- oder Compression-Effekte mehr anwenden. Bleiben wir also lieber bei künstlichem Nachhall in Form eines Plug-Ins.

Natürlich gibt es verschiedene Reverb-Typen: Zu den Hauptvertretern gehören Convolution Reverbs (Faltungshall), die das Hallverhalten eines Signales in einem virtuellen oder natürlichen Raum nachstellen – so kann die IR (Impulse Response) kleinerer Zimmer, aber auch mächtiger Hallen oder Kathedralen simuliert werden.

Algorithmic Reverbs arbeiten nicht mit der IR von Raumtypen, sondern berechnen den Halleffekt über mathematische Algorithmen. Daher bringen sie auch deutlich komplexere Parameter mit sich, die ein Convultion Reverb nicht benötigt. Je nach Software sind bei euch verschiedene Reverb-Effekte integriert: Im Video zeige euch kurz und knapp, wie ihr den Effekt in der Theorie auf eure Vocals anwendet – danach ist alles eurem Gehör überlassen.

Du willst keinen Homerecording-Teil mehr verpassen? Abonnier' einfach unseren kostenlosen Homerecording-Newsletter.

Eine kurze Umfrage zum Schluss

Wir würden uns riesig freuen, wenn du uns ein paar Fragen beantworten könntest. Die Umfrage kann in 10 Minuten ausgefüllt werden und all deine Angaben werden uns anonym übertragen. Vielen Dank im Voraus!

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Beat-Pool: Zahlreiche Deutschrap-Producer starten Plattform für Instrumentals

Beat-Pool: Zahlreiche Deutschrap-Producer starten Plattform für Instrumentals

Von Paul Kruppa am 23.06.2021 - 16:56

Der Hamburger Produzent Skool Boy (Jace, Haiyti, Luciano, Marvin Game und mehr) hat das Gemeinschaftsprojekt Beat-Pool ins Leben gerufen. Rapper und Rapperinnen, die nach einem passenden Beat Ausschau halten, können sich zukünftig am Beat-Pool bedienen. Eine Reihe namhafter deutscher Beatmaker ist dabei an Bord. Am 1. Juli 2021 launcht das Ganze auf beat-pool.com.

Mit Broke Boys, Bawer, Traya & mehr: Beat-Pool kommt

Artists, die keinen Zugang zu hochwertigen Produktionen haben, sollen bald mithilfe von Beat-Pool "ihren individuellen Sound" entdecken können. Der Pressetext verspricht unabhängig von musikalischen Vorlieben Qualität.

"Die Start-Up-Plattform präsentiert hochqualitative Beats unterschiedlicher Genre - von Beatmakern, die mit etablierten Deutschen Hip-Hop Artists zusammenarbeiten. Beat-Pool bietet den Zugang zu musikalischem Input, zu urbanem Sounddesign, nach dem sich Rapper sehnen."

Die erste Füllung für den Pool umfasst eine Vielzahl von Artists. Es handele sich dabei um eine "Top-Auswahl" von Produzenten. Die Namen konnten wir auch schon in Erfahrungen bringen. So werden die Broke Boys, Bawer, SBM (Skool Boy, Marú), Vanta, Traya, Snice1, Torky Tork, Carlifornia, Drupes, Korayzen, Ciaga, Mo$art und Skew im Beat-Pool exklusive Instrumentals bereitstellen.

Beim Kauf ist dabei nicht ersichtlich, welcher Producer sich hinter dem gepickten Beat verbirgt. Auf der Website wird man ohne Anmeldung Instrumentals shoppen können. Der Preis für die Wav-Datei eines Beats soll bei 179 Euro liegen. Die Wav-Datei plus einzelne Beatspuren gibt es für 249 Euro. Zusätzliche Infos über Specials oder Neuzugänge im Beat-Pool bekommt man erst mit einer Anmeldung.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (1 Kommentar)

Register Now!