8 Hiphop-Filme, die du gesehen haben musst

Wie immer läuft nichts Vernünftiges im TV? Kein Problem. Es gibt genug Hiphop-Movies, die du dir reinziehen kannst.

Hast du alle gesehen? Respekt! Wenn nicht, dann liefern wir dir jetzt die Planung für den heutigen Abend. Oder den nächsten regnerischen Tag.

Dazu haben wir acht Filme rausgesucht, die du gesehen haben musst! Was nicht heißt, dass es die acht besten Filme aller Zeiten sind. Manche sind trashig und semi-professionell gespielt, aber daher Kult.

Beginnen wir mit einem der Besten, Hustle & Flow. Terrence Howard, der gerade in der Serie Empire am Start ist, spielt die Hauptrolle, einen Zuhälter namens DJay, der den halben Tag in seinem Chevrolet verbringt, um seine N*tte zu Freiern zu fahren. Er ist nicht gerade der Beste in seinem Job, schafft es aber, seine drei Frauen damit zu ernähren.

Trotzdem ist er unzufrieden. DJay träumt von einer Karriere als Rapper. Also nimmt er ein Demotape auf. Das Ziel: Es soll unbedingt bei Skinny, einem respektierten Rapper ankommen, der gerade durch die Stadt tourt. Skinny wird gespielt von Ludacris.

Terrence Howard war sowohl für den Golden Globe, als auch für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Den Oscar bekam am Ende der "im Film enstandene" Track Hard Out Here For A Pimp. Den haben eigentlich Three 6 Mafia produziert.

Die Jungs hielten dabei die unterhaltsamste Dankesrede ever!

Get Rich Or Die Tryin'

2003 kam 50 Cents Debütalbum, Get Rich Or Die Tryin' auf den Markt. Im Jahr 2005 folgte der gleichnamige Film. Die Handlung wird als semi-biografisch bezeichnet. 

Erzählt wird 50 Cents Werdegang vom armen Dealersohn zum reichen Rapper. Die Story soll dabei verherrlicht worden sein, um sein Image zu vermarkten. 50, der Geschäftsmann eben. Die schauspielerische Leistung lässt auch zu wünschen übrig. Terrence Howard wertet den aber Film auf. Bei IMDB schneidet Get Rich Or Die Tryin' mit einer 4,9 ab.

Trotzdem ist es ein Streifen, den man gesehen haben sollte, wenn man Hiphop liebt. Wer danach Bock hat, selbst 50 Cent zu sein, kann Bulletproof zocken. Das Game wurde passend zum Film releast.

Straight Outta Compton

2015 war das Jahr von N.W.A. Zumindest gefühlt, denn Dr. Dre, Ice Cube, Eazy-E, MC Ren und DJ Yella waren durch das Biopic Straight Outta Compton wieder in aller Munde.

Der Film, an dessen Produktion Dr. Dre und Ice Cube maßgeblich beteiligt waren, beleuchtet die Geschichte der Crew und macht gleichzeitig auf die Lage in den amerikanischen Ghettos der 90er-Jahre aufmerksam.

Regie führte F. Gary Gray und die Drehbuchautoren Jonathan Herman und Andrea Berloff sind in diesem Jahr sogar für einen Oscar nominiert. 

Straight Outta Compton spielte weltweit über 200 Millionen US-Dollar ein und wurde somit zum erfolgreichsten Rap-Film der US-Filmgeschichte. 

Zeiten ändern Dich

Screenplay und Produktion sind von Bernd Eichinger. Die Besetzung besteht unter anderem aus Elyas M'Barek, Moritz Bleibtreu, Hannelore Elsner, Katja Flint und Uwe Ochsenknecht. Eigentlich dürfte da nichts schief gehen.

Trotzdem schneidet Zeiten ändern Dich bei IMDB nur mit 2,8 ab. Dagegen ist 50 Cents Werbefilmchen Der Pate

Die allgemeine Kritik betrifft wieder einmal den Rapper, der sich selbst gespielt hat oder spielen musste: Bushido. Dem kann das aber ähnlich egal sein wie seinem amerikanischen Kollegen. Der Erfolg der danach veröffentlichten Alben spricht für sich. 

Alleine, Moritz Bleibtreu in der Rolle des Arafat Abou-Chaker zu sehen, ist es wert, sich den Film mal zu geben.

Something From Nothing: The Art of Rap

"Hiphop didn't invent anything, Hiphop reinvented everything."

Der Film von Ice-T ist mehr eine Dokumentation über unser geliebtes Genre. Sie erzählt eindrucksvoll genau, wie Rap entstand. Ice-T besucht dazu die Größten und Ältesten im Game und lässt sie die Kultur erklären. 

Ob Lachkicks mit Snoop Dogg, Freestyles von Eminem und KRS-One oder Insider-Stories von Nas, der Film hat einfach alles.

How High

Zwei Kiffer, die die Collage-Quali-Tests als Beste bestehen, dürfen sich aussuchen, wo sie studieren wollen. Und das alles wegen einer Grassorte. 

Gespielt werden die beiden von Method Man und Redman. Spätestens seit dem Film sind die beiden ein unzertrennliches Duo. 16 Jahre ist die trashige Komödie jetzt alt und mittlerweile ein Klassiker.

Immer wieder heizen Method Man und Redman die Gerüchte an, es gäbe einen zweiten Teil, zum Beispiel letztes Jahr in einem Interview. Dort verriet Method Man auch, wie es war, How High zu drehen: 

"It was cool, but UCLA students were ******es. The 1% kids **** ASS."

Blutzbrüdaz

In einer Produktion von Fatih Akin wurde auch Sidos Lebensgeschichte verfilmt. Nur eben etwas verändert. Jedenfalls geht's um zwei Jungs, die ständig pleite sind. Dann brechen sie in einen Club ein, um an einem Freestyle Battle teilzunehmen. So nimmt die Story ihren Lauf.

Natürlich dürfen da auch Tony D und DJ Desue nicht fehlen. Auch Damion Davis und Alpa Gun sind am Start. 

Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Selbstironie schafft es Blutzbrüdaz, diese ganze Street Credibility-Frage zu umgehen und wirkt dabei trotzdem authentisch.

8 Mile

Es soll sie geben, diese Leute, die 8 Mile noch nie gesehen haben. Zum Glück hat man nicht nur einen Versuch, eine Gelegenheit, den Film zu sehen. 

Anders als B-Rabbit, der von Eminem gespielt wird. Auch 8 Mile hat autobiografische Züge. Vor seinem großen Durchbruch, zu dem ihm Dr. Dre verhalf, tourte Eminem durch's Land und bestritt Battles. Meistens gewann er.

Der Film ist aber mehr als das. Die 8 Mile Road ist eine Straße, die Weiße von Schwarzen in Detroit trennt. Der Kern der Stadt wird von der Automobilindustrie beherrscht. Dort wohnen zu 80% dunkelhäutige Arbeiter. Der Norden der Stadt und die Vororte sind größtenteils von Weißen besiedelt. Der Titel spricht damit einen kulturellen und sozialen Konflikt an. 

Auch die Schauspieler sorgen für die Qualität des Films. Mekhi Pfeiffer und Brittany Murphy glänzen. Für die Besetzung von Kim Basinger als Mutter warf man Eminem einen ödipalen Komplex vor. 

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Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


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