Nach Instagram-Funkstille: Loredana kündigt neues Album "Medusa" an

Nachdem Loredana ihren Instagram-Account zwischenzeitig abgeschaltet hatte, war es eigentlich klar: Es konnte nicht mehr allzu lange dauern, bis die Rapperin wieder von sich hören lässt. Nun kündigt sie ihr neues Album "Medusa" an.

Loredana-Album "Medusa" erscheint im Dezember

Das Album mit Bezug zur griechischen Mythologie im Titel soll am 11. Dezember erscheinen. Medusa ist in den alten Erzählungen eine der drei Gorgonen. Sie soll statt Haaren Schlangen auf dem Kopf gehabt haben und bei ihrem Anblick sei jeder Mensch zu Stein erstarrt. Ein tieferer Sinn hinter der Wahl des Titels wird sich eventuell während der nächsten Monate offenbaren.

Die Ankündigung erfolgte über den Instagram-Account von Modus Mio und dort wird auch deutlich, dass diese Promophase kein Zuckerschlecken für sie und ihr Team wird. Die Geschichte der Schweizerin Petra Z., die Loredana und ihren Brüdern vorwirft, sie um fast 900.000 Franken betrogen zu haben, hat ihrem Ansehen bei einem Großteil der Deutschrap-Hörerschaft nachhaltigen und wohl irreversiblen Schaden zugefügt. 

In den Kommentaren unter dem Beitrag findet man häufig den Hashtag #boycottloredana, der im Rahmen des Shitstorms im Juli immer häufiger im Netz auftauchte und Trend auf Twitter war. Die Vorwürfe waren zwar schon seit Mai 2019 bekannt, aber erst ein neues, emotionales Interview mit Petra Z. sorgte dieses Jahr für einen Sturm der Entrüstung:

#BoycottLoredana: Shitstorm nach neuem Interview mit Petra Z.

Nachdem das Schweizer Boulevard-Portal 20 Minuten im letzten Jahr anscheinend aufdeckte, wie Loredana ein Walliser Ehepaar um insgesamt fast 900.000 Schweizer Franken betrogen haben soll, meldete ...

"Ich wollte was sagen, aber durfte nix erzählen"

Ein Hauptkritikpunkt ist Loredanas Schweigen zu den Vorwürfen, die nach wie vor im Raum stehen. Mit der simplen Nachricht in ihrer Story, sie hätte zwar etwas sagen wollen, aber nichts erzählen dürfen, kann sie diesem Punkt der Kritiker wohl kaum etwas entgegensetzen.

Womöglich müssen wir die erste, zweite oder dritte Single aus "Medusa" abwarten, um mehr zu erfahren. Allzu weit entfernt in der Zukunft dürfte der endgültige Auftakt der Promo nicht liegen. Über den aktuellen Verhandlungsstand zwischen Familie Z. und Loredana gibt es schon seit einigen Wochen keine Neuigkeiten mehr.

Immerhin scheint die Wortwahl in der Insta Story der Rapperin darauf hinzuweisen, dass ihr Schweigen bald vorbei sein könnte. Betrachtet man die Formulierung wortwörtlich, wird einem schnell klar, dass "durfte nix erzählen" in der Vergangenheitsform Präteritum verfasst ist. Vielleicht ist es überinterpretiert, aber dieses Detail könnte auf neue Gegebenheiten hinweisen, die es ihr jetzt oder bald erlauben, sich endlich zu äußern.

Was hat sie gemacht? Wie ist sie berühmt geworden? 5 Dinge, die Leute über Loredana wissen wollen

Was will die Menschheit über die Frau wissen, die mit einer Ode an eine Designer-" Sonnenbrille" in die Szene geplatzt ist?

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Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Von David Molke am 06.10.2020 - 15:53

Loredana und Petra Z. haben sich tatsächlich außergerichtlich geeinigt. Die Staatsanwaltschaft Luzern bestätigt jetzt ganz offiziell, dass das Verfahren wegen Betruges gegen Loredana eingestellt wurde. Das wurde offenbar durch die Zahlung von umgerechnet über 400.000 Euro ermöglicht, die die Klägerin erhalten haben soll.

Loredana & Petra Z.: Staatsanwaltschaft bestätigt außergerichtliche Einigung

Verfahren eingestellt: Jetzt ist offiziell, dass das Betrugsverfahren gegen Loredana eingestellt wurde. Schon vor einiger Zeit sorgten Berichte und Bilder für die Vermutung, dass sich die Rapperin und die offenbar tatsächlich betrogene Petra Z. außergerichtlich geeinigt hatten. Das könnt ihr alles in diesem Hiphop.de-Artikel zur Einigung zwischen Petra Z. und Loredana nachlesen.

Bestätigung der Staatsanwaltschaft: Bisher wurde darüber aber nicht groß gesprochen, womöglich, weil Stillschweigen zu der Beilegung des Konflikts vereinbart wurde. Das dürfte sich jetzt mehr oder weniger erledigt haben, nachdem die Staatsanwaltschaft Luzern eine entsprechende Stellungnahme zu dem Fall veröffentlicht hat.

Darin heißt es unter anderem, dass sich Loredana für ihr Verhalten entschuldigt und Reue gezeigt habe. Sie habe ihre Schuld eingestanden und der Geschädigten wohl schon vor über einem Jahr eine Geldsumme gezahlt. Mittlerweile habe sie sogar mehr zurückbezahlt, als die Summe, um die Petra Z. betrogen wurde.

"Die Staatsanwaltschaft Luzern hat das Verfahren gegen die Rapperin Loredana u. a. wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug eingestellt. Auf gegenseitigen Wunsch einigten sich die Rapperin und die Geschädigte über eine Wiedergutmachung."

"Loredana hat die Vorwürfe anerkannt, sich für ihr Verhalten entschuldigt und der Geschädigten mehr als den ermittelten mutmasslichen Deliktsbetrag zurückbezahlt"

Zwischenzeitlich wollte sogar Bushido Geld an Petra Z. spenden, was er angeblich auch getan haben soll:

Betrugsvorwürfe um Loredana: Bushido will an Petra Z. spenden

Die Betrugsvorwürfe gegen Loredana kochen aktuell unter dem Hashtag #BoycottLoredana erneut hoch. Nun hat sich Bushido in die Sache eingeklinkt und in Aussicht gestellt, dem mutmaßlichen Betrugsopfer Petra Z. finanziell unter die Arme zu greifen...

Loredana hat über €400.000 an Petra Z. gezahlt, sagt Staatsanwalt

Wie viel Geld war's? Einen exakten Betrag gibt zwar auch die Luzerner Staatsanwaltschaft nicht an, aber zumindest ist jetzt die grobe Größenordnung bekannt. In dem Statement ist mehrfach davon die Rede, dass Petra Z. mehr Geld zurück bekommen habe, als sie durch die Aktion verloren hatte.

"Loredana anerkannte, sich u. a. unrechtmässig als Rechtsanwältin ausgegeben, die Geschädigte getäuscht und damit Geld erhältlich gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Betrag von ca. Franken 430'000.00 aus."

Das liegt zwar unter den im Vorfeld angenommenen 700.000 Franken, dürfte aber Hand und Fuß haben. Wie viel genau Loredana als Wiedergutmachung gezahlt hat, geht daraus leider nicht hervor. Aber wenn es deutlich mehr gesen sein soll, muss es sich um eine Summe jenseits der 400k gehandelt haben, und zwar in Euros.

"Damit wurde der verursachte Schaden vollumfänglich gedeckt. Die Geschädigte wünschte und akzeptierte diesen Vergleich und hatte kein Interesse an einer weiterführenden strafrechtlichen Verfolgung der Vorwürfe."

Loredana soll auch für die Partei- und Verfahrenskosten aufgekommen sein und der ebenfalls angeklagte Bruder habe sich ebenfalls an der Wiedergutmachung beteiligt. So hat sich die ganze Angelegenheit dann letzten Endes wohl doch noch zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt, wie es scheint.

Wie findet ihr die außergerichtliche Einigung? Ändert das eure Meinung von Loredana und hättet ihr mit einer derartigen Summe gerechnet?


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