"Sehr verstörend": Lil Baby spielt riesige Clubshow trotz Corona-Pandemie

Obwohl der Quality Control-Rapper einen Song hat, der "Social Distancing" heißt, scheint Lil Baby die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den USA nicht ernstzunehmen. Es tauchten Videos eines Konzerts auf, dass der Rapper an Thanksgiving in Houston gespielt haben soll. Dort sind eng beieinader stehende Fans zu sehen, die keine Maske tragen.

Lil Baby spielt trotz Corona ein Konzert

An Thanksgiving soll Lil Baby im vollgepackten "Spire"-Nachtclub ein Konzert gespielt haben. Ein anwesender Fan teilte im Nachhinein Aufnahmen vom Auftritt und machte erschreckende Bilder öffentlich. Nicht nur, dass viel zu viele Personen anwesend waren, um den geforderten Sicherheitsabstand einzuhalten, die Fans vor Ort trugen fast ausschließlich keinen Mundschutz.

Der Bürgermeister Sylvester Turner äußerte sich nach dem Konzert gegenüber ABC13 und beschrieb die Lage als "äußerst verstörend". Solch ein Verhalten helfe in keiner Weise, die Pandemie einzudämmen. Es wäre sehr selbstsüchtig, solch große Veranstaltung abzuhalten.

"Es ist äußerst verstörend. So wie ich das sehe, ist es sehr selbstsüchtig von ihrer Seite aus."

("It is very disturbing. The way I look at it, it is quite selfish on their part.")

"Spire" sei in der Lage, solche Veranstaltungen abzuhalten, da sich der Nachtclub nicht als Bar deklariere, sondern als "Venue" und für diese gelten andere Regularien. Laut einem Statement des Nachtclubs, wären auch bei besagtem Lil Baby-Konzert die Auflagen zur maximalen Besucherzahl eingehalten worden. Als der Rapper seine Performance begann, seien jedoch viele Fans von ihren festgelegten Plätzen nach vorne gestürmt. Das Konzert soll aus diesem Grund angeblich frühzeitig beendet worden sein.

Vor gut einem Monat soll Jack Harlow ebenfalls im "Spire"-Club aufgetreten sein. Vor einer ähnlich großen Menge an Fans.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Nachtclub in die Kritik gerät. Bereits im Juni wurde dem "Spire" die Schanklizenz für eine Woche entzogen, da auch in dem Fall Videos an die Öffentlichkeit gerieten, die Missachtungen der Auflagen dokumentierten.

Lil Baby spricht sich für "Social Distancing" aus

Besonders ironisch: Im Mai veröffentlichte Lil Baby seinen Track "Social Distancing". Allerdings nahm der Rapper die Praktik damals schon nicht so richtig ernst und nutze sie in seinem Track als Metapher dafür, wie weit er von seiner Konkurrenz entfernt sei.

Doch damit nicht genug. In seinem Video zu "Emotionally Scarred" zeigte sich Lil Baby vor einer Wand mit dem Schriftzug "Stay Home" und forderte seine Fans auf, wenn möglich das Haus nicht zu verlassen.

Hamburger Rapperin Brittanya Karma stirbt nach Corona-Erkrankung

Brittanya Karma wurde nur 29 Jahre alt. Die vietdeutsche Rapperin ist nach einer Infektion mit dem Corona-Virus verstorben. Die Journalistin Vanessa Vu machte auf Twitter auf die traurige Nachricht aufmerksam, die inzwischen auch vom Bruder der Künstlerin bestätigt wurde. Auf ihrem Instagram-Kanal rief Brittanya Karma kürzlich noch dazu auf, Corona ernst zu nehmen.

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Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Von Michael Rubach am 27.12.2020 - 12:56

Meek Mill will offenbar auf dem Streaming-Markt mitmischen und eine eigene Plattform entwickeln lassen. Dafür sucht er aktuell die Unterstützung von den IT-Expert*innen aus dem Silicon Valley. Nicht nur der Rapstar aus Philly, sondern auch weitere Hochkaräter aus der US-Szene sollen bei seinem Projekt an Bord sein.

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk suchen Entwickler*innen

In einer Reihe von Tweets klärte Meek Mill über sein Vorhaben auf. Demnach sei Geld vorhanden, um eine "eigene Musik-Plattform" hochzuziehen. Eine Plattform, bei der letztendlich mehr bei den Künstler*innen hängen bleiben soll. Lil Durk, der kürzlich sein Album "The Voice" releaste, und Trap-Superstar Lil Baby hätten sich laut Meek diesen Plänen bereits angeschlossen.

Auch 21 Savage sei von dieser Geschäftsidee angetan. Den gründungswilligen Rappern müssten nun Optionen aufgezeigt werden – am besten von den "Top-Entwickler*innen" aus dem Silicon Valley. Wenn es nach Meek Mill geht, rollt das Projekt 2021 an.

Was Meek genau vorschwebt, wird vorerst nicht deutlich. Nur so viel: Er wolle mit den großen Firmen connecten und peile damit ein Milliarden-Business an. Seine Plattform werde außerdem anders als Spotify, Apple Music und Co. sein.

Mit der Mission Artists möglichst angemessen für ihre Musik zu bezahlen, ist einst auch Jay-Zs Streamingdienst TIDAL angetreten. Dort erhalten Künstler*innen pro Stream eine vergleichsweise hohe Vergütung. Der in Deutschland nicht so präsente Anbieter Napster führt das Ranking der Ausschüttung pro Stream jedoch an.

Dass bei den Artists im Angesicht immenser Streamingzahlen überschaubar viel Geld aufs Konto wandert, hatte zuletzt Mariah Carey kritisiert. Einerseits freute sie sich über einen Streaming-Rekord ihres Weihnachtsevergreens "All I Want For Christmas". Andererseits lässt sie es sich nicht nehmen, auf die ihrer Ansicht nach geringfügigen Einnahmen hinzuweisen, die sie dabei erzielt.


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