Ja Rule macht Werbung für Gyros und ist trotzdem der Gewinner

Als Rapper hat man es nicht leicht: Jeder deiner Schritte wird beobachtet und zu allem, was du machst, geben Leute ihren Senf dazu – oder ihren Tzatziki. So auch kürzlich bei Ja Rule, der das Internet im Sturm eroberte, mit einer Werbung für das griechische Restaurant "Papa Cristo's Greek Deli". Allerdings hat die ganze Geschichte anscheinend einen ernsteren Hintergrund.

Best Motherf*cking Gyros!

Wenn die Zeiten schwer sind, muss man als Rapper auf Mittel zurückgreifen, die vielleicht nicht sonderlich Hiphop sind. Selbst wenn das bedeutet Werbung für einen kleinen Imbiss zu machen. "Papa Cristo's" ist ein kleines Restaurant in Los Angeles, das scheinbar den ganz großen Coup hingelegt hat. Der Rapper Ja Rule hat einen Werbeclip für das Restaurant aufgenommen, der in kürzester Zeit millionenfach geteilt wurde.

Allerdings scheint der Clip die Leute vor allem begeistert zu haben, weil es wirkte, als hätte Ja Rule den letzten Funken Fame gegen ein wenig Geld eingetauscht. Hohn und Spott hielten sich für den unglaublich albernen Clip kaum in Grenzen.

Wo Ja Rule leidet,  ist 50 Cent nicht weit

Ja Rules ewiger Beef-Partner 50 Cent ließ sich diese Chance natürlich nicht nehmen, um auf seinen Kontrahenten einzuhacken. In einem mittlerweile gelöschten Beitrag auf Instagram postete er den Werbeclip und schrieb dazu: „this is what happens when you f*ck with me, i‘ll have you and your label selling Gyros“.

Außerdem veröffentliche Fifty einen Clip, der Ja Rule zeigt, wie dieser bei einer privaten Party auftrat und machte sich über die Anzahl der Gäste lustig.

Laut TMZ war der Auftritt über Ja Rules neuen Booking-Service "ICONN" zustandegekommen. Dort bietet sich der 44-Jährige für Auftritte auf privaten Veranstaltungen an.

Haben wir alle gelacht, waren wir alle entertaint

Stellt sich raus, Ja Rule hat uns alle dran gekriegt. Der Werbeclip ist im Rahmen seiner Show "Pitch Perfect" entstanden und hat eigentlich einen ernsten Hintergrund. Durch die Corona-Krise seien viele Geschäfte in eine missliche Lage geraten und hätten finanzielle Probleme. Besonders kleine familiengeführte Unternehmen leiden unter der aktuellen Situation. Eines dieser Geschäfte wolle Ja Rule mit medialer Aufmerksamkeit unterstützen, erklärt er in seiner Show:

Eine sehr schöne Aktion, die ihr Ziel mehr als erreicht hat. Das Werbevideo hat aktuell fast vier Millionen Aufrufe und ist ein viraler Hit geworden. Selbst Fifty hat seinen Beitrage zu dem Thema mittlerweile wieder offline genommen. Es scheint so, als ginge diese Runde an Ja und das, obwohl vor zwei Monaten noch von einem Ende des Beefs gesprochen wurde.

50 Cent und Ja Rule: Beef zu Ende?

Ja Rule und 50 Cent werden sich wohl nie mögen. Nach massig Disstracks und Interviews will Ja Rule anscheinend nun den Beef beenden... In einem Interview sprach er zum ersten mal offen über das Thema und schob das meiste auf die Medien, die den Beef angeblich hypten.

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50 Cent fällt mal wieder mit transfeindlichen Aussagen auf

50 Cent fällt mal wieder mit transfeindlichen Aussagen auf

Von Till Hesterbrink am 08.07.2020 - 15:25

Oskar-Preisträgerin Halle Berry kündigte letzte Woche an, für einen kommenden Film die Rolle eines Trans-Mannes zu übernehmen. In den darauffolgenden Backlash mischte sich auch 50 Cent ein, jedoch nur aus dem abstrusen Grund, dass er Halle Berry dann nicht mehr attraktiv finden könnte. Das ist nun die zweite äußerst unpassende Bemerkung von Fifty in den letzten Tagen.

Warum Halle Berry keinen Trans-Mann spielen soll

Halle Berrys Ankündigung für einen kommenden Film einen Trans-Mann zu spielen, traf vielerorts auf Missmut. Befeuert wurde dieser dann dadurch, dass sie in einem Interview den zu spielenden Charakter mit dem falschen Pronomen beschrieb. Nach ein wenig Bedenkzeit verkündete Berry, die Rolle doch nicht anzunehmen, auch um Platz für Transgender-Schauspieler zu machen.

50 Cent konnte es sich nicht verkneifen, einen Kommentar zu der Situation abzulassen. Er hatte auch ein Problem damit, dass Halle Berry einen Trans-Mann spielen wollte. Allerdings rührte seine Empörung daher, dass es ihm dann von nun an nicht mehr möglich sei, Halle Berry attraktiv zu finden. Als Antwort auf Halle Berrys Ankündigung postete er:

"Oh my God, so if I still think your beautiful. I’m gay ass a MF. No. Next Idea LOL".

Und das, obwohl er mal so ein Fan von ihr war:

"Man what if Halle Berry was my next baby moms?/
Shit I'd give that child support up with no problems"
(50 Cent auf What If)

Es ist nicht das erste Mal, dass Fifty sich unangemessen gegenüber Transgender-Menschen äußerte. Erst letztes Jahr machte er sich auf transfeindliche Weise über das ehemalige G-Unit-Mitglied Young Buck lustig, da dieser angeblich in einer Beziehung mit einer Trans-Frau war.

50 Cent und die Damenwelt

Nicht nur mit seinem unnötigen Kommentar zu Halle Berry setzte sich der „Power“-Star in die Nesseln. Zwei Tage zuvor war er in Lil Waynes Interview-Show "Young Money Radio" zu Gast und äußerte sich dort zum angeblichen Verhalten von Schwarzen Frauen.

"Die werden genervt. Die werden sauer. Du siehst viele Schwestern, die sagen: "Du bist mit solchen oder solchen Frauen unterwegs?" Die sind exotisch! Die sehen ganz anders aus, als die, die du in der Nachbarschaft siehst. Die sehen aus, als wären die vom Boot gekommen."

("They get mad. They get angry. You see a lot of sisters go: 'You f*ck with this kind of girl and that kind of girl?' That sh*t is exotic! That sh*t look a lot different than the shit you see in the neighborhood all of the time. That sh*t look like it came off a boat.")

Viele Frauen fühlten sich durch 50s Kommentare angegriffen, darunter scheinbar auch die Tochter von Lil Wayne. Regina Carter machte sich auf Twitter Luft und verfasste einen Tweet, der an Fifty gerichtet zu sein scheint – auch wenn sie ihn nicht erwähnt.

50 Cent zeigte sich hingegen gänzlich unbeeindruckt. Er repostete das Video von The Shade Room und erklärte, dass er sich nicht entschuldigen wolle und zu dem stehen würde, was er gesagt habe.

Es bleibt zu hoffen, dass seine Freundin Cuban Linx ein klärendes Gespräch mit Fifty über Fetischismus und Exotismus führt. Auf Insta kündigte sie immerhin schon an: "...don’t worry ladies, I already knocked him upside his big ass head".

50 Cent mit Rundumschlag: Diss gegen Meek Mill, Rick Ross & Roc Nation CEO

50 Cent wird einfach nicht müde, seine Rolle als Provokateur zu spielen. In einer weiteren Episode des Young Money Radio mit Lil Wayne ist es Fifty nun gelungen, mit ein paar knappen Ausführungen gleichzeitig gegen Meek Mill, Rick Ross und die First Lady von Roc Nation auszuteilen.


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