The Game soll hunderte Untergrund-Rapper abgezogen haben

Dem US-Rapper The Game wird aktuell vorgeworfen, aufstrebende junge Rapper mit einer niederen Masche um Geld betrogen zu haben. Er soll ihnen für 500 bis 1.000 Dollar eine Zusammenarbeit versprochen haben. Das Einzige, was er im Gegenzug geliefert habe, sei allerdings ein Post auf seinem zweiten Soundcloud-Account mit lediglich 346 Followern.

The Game soll junge Rapper betrogen haben

Nach Angaben mehrerer aufstrebender Künstler soll The Game ihnen eine Nachricht geschrieben haben. In dieser habe er ihnen Komplimente für ihre Musik gemacht und angeboten, ihre Tracks auf seinen Soundcloud-Mixtapes zu veröffentlichen. Dafür sollten sie zwischen 500 und 1.000 Dollar zahlen.

Die Mixtapes stellten sich dann allerdings als eine bloße Zusammenstellungen der besagten Tracks raus, welche nicht auf dem offiziellen Kanal vom The Game erschienen. Zudem soll er zu keinem der Songs etwas beigesteuert haben. Die Mixtapes auf dem 346 Follower starken "Zweitkanal" sollen auch in keiner Weise von The Game beworben worden sein.

Am 20. Dezember habe Game dann sieben Mixtapes mit insgesamt über 240 Songs veröffentlicht. Die meisten Klicks, die einer dieser Songs erreichen konnte, waren knapp 1.200 Views. Die meisten Songs wurden lediglich um die 200 Mal angehört.

Mittlerweile postete The Game wohl als Antwort auf die Vorwürfe in seiner Instagram-Story zwei der aufstrebenden Rapper, die sich für die Platzierung auf dem Mixtape bei ihm bedankten.

Zwar handelt es sich bei der ganzen Sache wohl rechtlich nicht um einen Betrug, trotzdem hinterlässt das willentliche hinters Licht führen junger Künstler einen äußerst faden Beigeschmack.

The Game hält sich für den besten Compton-Rapper

Kürzlich machte The Game auf sich aufmerksam, als er während eines Clubhouse-Talks erklärte, er sei der beste Rapper aus Compton aller Zeiten. Seiner Aussage nach käme nicht mal Kendrick Lamar an ihn heran.

Nachdem sich einige Fans über diese vermeintliche Anmaßung echauffierten, erklärte Game, er habe vor dem Talk möglicherweise ein wenig zu viel getrunken und hätte sich daher ein wenig zu hart ausgedrückt. An der Kernaussage wollte er jedoch trotzdem nichts ändern.

The Game hält sich für den besten Compton-Rapper aller Zeiten

Von Michael Rubach am 10.02.2021 - 16:41 Wer an die Spitze will, muss sich durchschlagen. In dieser Hinsicht haben Kampfsport und Hiphop viel gemeinsam. Doch welche Athlet*innen stehen bei den Rapstars dieser Welt eigentlich hoch im Kurs? Zwischen UFC-Fighter*innen und Box-Legenden: Eminem, Drake, 50 Cent und Co.

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Freddie Gibbs nutzt Instagram-Fake-Profile, um andere Rapper*innen zu dissen

Freddie Gibbs nutzt Instagram-Fake-Profile, um andere Rapper*innen zu dissen

Von Michael Rubach am 01.04.2021 - 15:26

Freddie Gibbs kennt auf Social Media oft keine Gnade. Der Grammy-nominierte US-Rapper hat sich einen gewissen Ruf erarbeitet. In einer Story des GQ Magazins lässt er nun nebenher fallen, dass er seine Kolleg*innen gerne mit extra angelegten Fake-Accounts trollt.

Freddie Gibbs kommentiert bei Rapper*innen mit Fake-Accounts

Freddie Gibbs wird im Juni 39 Jahre alt. Kollabo-Alben mit Producer-Größen wie Madlib ("Bandana", "Piñata") und zuletzt The Alchemist ("Alfredo") pflastern seinen Karriereweg. Dennoch ist der US-Rapper weiterhin wissbegierig. Bei der Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen mache er sich sogar Vermerke, um sich noch weiterzuentwickeln. Diese Einstellung hält ihn offenbar nicht davon ab, auf Insta seinen Senf zum Output der Konkurrenz abzugeben – jedoch nicht mit seinem offiziellen Künstler-Profil. Seine Kolleg*innen dürften nach den Aussagen genauer hinschauen, sobald ein mutmaßlich unbekannter Account auffallend kritisch in den Kommentaren wird.

"Ich habe in letzter Zeit Songs mit diesen N***as gemacht, also habe ich mir Notizen gemacht. Du bist nie zu alt, um zu lernen. N***as werden irrelevant, weil sie aufhören zu lernen und das Game nicht mehr aufsaugen. Ich esse, schlafe und atme jeden Tag diese Scheiße. Ich schaue mir an, was alle anderen so machen. Ich nehme Fake-Instagram-Seiten und hinterlasse dann Kommentare wie: 'Diese Scheiße ist wack'. Ich mache alle Arten von Mist, verspotte Leute."

Zu alt für solche Späße und Rap im Allgemeinen fühlt sich Freddie Gibbs auf keinen Fall. Eine Frau habe ihm einmal geraten, sich aufgrund seines Alters musikalisch in Richtung Jazz zu orientieren. Die Antwort ist ein weiterer typischer Freddie Gibbs:

"Diese weißen N***as sagen Paul McCartney, Willie Nelson und Bruce Springsteen nicht, dass sie aufhören sollen, Alben zu veröffentlichen. Sie werden das Nummer-1-Album in der Welt haben und diese N***as sind 66, also warum zum Teufel muss ich aufhören zu rappen, wenn ich so gut rappe, wie ich jemals gerappt habe?"

Es ist also nicht davon auszugehen, dass Freddie Gibbs demnächst die Finger vom Gangstarap lässt. Sein wildes Social-Media-Verhalten hat übrigens auch schon mal zu einem vorübergehenden Bann geführt. Nicht jeder teilt offenbar seinen Humor.

6 Rapper*innen, die von Social Media gebannt wurden


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