Fard verhindert Manuellsens "Inferno" gegen PA Sports-Signing

PA Sports hat mit seinen "100 Bars Final Kill" ordentlich was losgetreten. Auf dem Track betitelte sich das Life is Pain-Oberhaupt als King des Ruhrpotts und stieß Ruhrpott-Matador-Nummer-Eins Manuellsen damit scheinbar vor den Kopf. Dieser hinterfragte PAs Krönung, was wiederum PA Sports Signing Rua auf den Plan rief. Schnell schaukelte sich die Situation so hoch, dass Fard intervenieren musste, um den Streit zu klären.

PA Sports: "Wenn sie dich fragen, wer King im Ruhrpott ist, dann sag' meinen Namen"

Die am Freitag erschienenen "100 Bars Final Kill" von PA Sports sorgen für ordentlich Furore. Einerseits hat der LiP-Boss nach eigener Angabe mit dem Erfolg des Tracks gezeigt, dass echter Rap doch tauglich für den breiten Markt sei, wenn die Hörer die Emotionen fühlen würden. Andererseits sorgte die eigenmächtige Ernennung zum Monarchen des Ruhrgebiets für viel Diskussion.

"Wenn sie dich fragen, wer King im Ruhrpott ist, dann sag' meinen Namen"

Manuellsen ließ es sich nicht nehmen, seine Einschätzung zur King-Debatte zu geben. In einer Instagram-Story schrieb er, dass der King im Ruhrpott der Rapper sei, der auch im Ruhrpott wohne. PA Sports lebt mittlerweile in Berlin.

Da wohl viele Media-Outlets daraufhin behaupteten, Manuellsen hätte eine "Ansage" an PA erteilt, fühlte er sich dazu genötigt, seine Aussage zu erklären. Es wäre ihm schließlich nicht darum gegangen, gegen PA zu sticheln. Er hätte lediglich feststellen wollen, dass er sich ja auch nicht zum König von beispielsweise Hannover krönen könne, wenn er dort nicht lebe.

Laut Manuellsen würden immer noch die Leute entscheiden, die auch die Fahne für das Ruhrgebiet hochhalten würden, wer ihr König sei. Wenn nun Miami Yacine, Play69, Dahab, 18 Karat oder andere im Ruhrpott lebende Rapper sich als King bezeichnet hätten, dann sähe die Situation anders aus, so Manuellsen.

"Ein König wird ja gewählt, der ernennt sich ja nicht selber."

Manuellsen: "Halte dich bedeckt und tanz mir nicht noch einmal aus der Reihe"

Eigentlich schien die Situation an dieser Stelle geklärt, doch dann meldete sich PA Sports Signing Rua über ihre Instagram Story zu Wort. Dort wurde sie gefragt, was sie von Manuellsens Aussage halten würde. Rua meinte daraufhin, sie würde das an einen Kindergarten erinnern, in dem sich zwei darum streiten würden, wer der Coolste sei. Sie fände, PA könne ruhig stolz auf das Ruhrgebiet sein, jeder bleibe ja mit seiner Heimat verbunden, selbst wenn man wegziehe. Außerdem wolle sie den König im Schatten erinnern, dass es normal sei, sich als King zu bezeichnen.

Diese Aussagen und das scheinbare Verweigern einer Entschuldigung befeuerten Manuellsen, live zu gehen. Knapp zehn Minuten lang echauffierte sich M.Punkt darüber, dass ihm auf ein Mal "eine kleine 19-jährige Kah' von der Seite" käme. Sein Plan sei es eigentlich gewesen, ihr Ende zu bringen und ein "Inferno" auf sie herabregnen lassen. Allerdings sei er dann von Fard angerufen worden, der sich für Rua eingesetzt habe.

Angeblich habe Fard versucht, von Rua eine Entschuldigung einzuholen, die habe sich aber quergestellt und sei zu Stolz gewesen, um sich zu entschuldigen. Manuellsen kann das nicht verstehen, da selbst er sich bei seinem größten Feind Bushido für manches entschuldigt habe.

Im Endeffekt habe Manu aber eingesehen, dass es unnötig sei, mit einer Person zu streiten, die seine Tochter sein könnte und so würde er das Ding an dieser Stelle zumachen.

Auch an PA selbst wendet sich Manuellsen und erinnert ihn daran, dass er es gewesen sei, der ihm damals eine Chance gegeben habe, als es niemand sonst getan habe. Er wolle dabei gar nicht abstreiten, dass PA Sports seinen eigenen Weg gegangen sei und sich den Erfolg selbst erarbeitet habe.

Das LiP-Oberhaupt solle sich also "bedeckt halten" und nicht "aus der Reihe tanzen", sonst würde Manuellsen das loslassen, was er alles noch in seinem Gedächtnis habe. Er fände es nicht in Ordnung, dass PA sich immer dann, wenn sein Album käme, neue Feinde mache, nur um die Kriege dann nicht alleine zu führen.

Zum Ende hin fordert Manuellsen, dass PA Sports seine Life is Pain-Künstler unter Kontrolle halten solle.

Auch Manus Frau Nadjah mischte bei der ganzen Angelegenheit mit. Sie schien Ruas Aussagen allerdings nicht ganz so ernst zu nehmen und verglich die junge Künstlerin in einem Instagram Kommentar mit einer Kandidatin der "Mini Playback Show" – eine Fernsehsendung, bei der kleine Kinder Popstars imitierten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Manu mit einem LiP-Signing aneinandergerät:

Jamule entschuldigt sich nach rassistischen Aussagen

Der Life is Pain-Rapper Jamule zog in den letzten Tagen viel Aufmerksamkeit auf sich, da ein Video mit anscheinend rassistischem Inhalt herumging. Nun äußerte der Duisburger sich in einem Statement auf Instagram zu dem kurzen Clip und entschuldigt sich. Ein scheinbar privates Video von Jamule zeigt, wie er sich wohl beim Besuch eines Konzertes filmt.

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Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben
Nas

Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben

Von Till Hesterbrink am 20.01.2021 - 12:49

Nas war zu Gast in Rick Rubins "Broken Record"-Podcast um ein knapp 45 Minuten langes Gespräch mit dem legendären Produzenten und Def Jam-Mitgründer zu führen. Währenddessen kamen die beiden auch auf den Beef zwischen Nas und Jay-Z zu sprechen. Nas erklärte, dass er sich mittlerweile geehrt fühle, ein Teil dieses historischen Hiphop-Momentes gewesen zu sein.

Nas vs. Jay-Z: "Ich fühle mich geehrt"

Rückblickend sei der Beef mit Jay-Z etwas, auf das Nas mit stolz schaue. Die beiden Kontrahenten hätten sich in der reinsten Form des Hiphop gegenübergestanden und gemessen – als MCs. Für Nas sei das etwas gewesen, was er bei Großen vor ihm bereits gesehen hätte und er fühle sich geehrt, dass dies Teil seines Lebens und seiner Karriere gewesen sei.

"Die Kunst der MCs wurde dort zur Schau gestellt, [...] Ich fühle mich also geehrt, dass dieser Teil meines Lebens passiert ist, denn so haben es bereits die Großen vor mir geregelt."

("The art of MCing was right there on full display, [...] So I was honored to have that part of my life happen because that's how I saw some of the greats do it coming up. I saw some of the greats do it.")

Rick Rubin: "Der Beef hat euch beide auf ein neues Level gebracht"

Wie Rick Rubin daraufhin feststellt, war der Beef außerdem am Ende des Tages für beide von Vorteil. Sowohl Jay-Z als auch Nas hätten geglänzt und konnten zeigen, was sie als Rapper drauf haben. Nas bestätigt dies und erklärt, dass er mittlerweile ebenso denkt.

"Es geht um die Kunst des MCing und wenn du versuchst, das Beste zu erschaffen und dabei mit einem anderen MC aneinandergerätst, dann geht ihr halt in den Krieg. Darum ging es in dieser Kunstform von Anfang an."

("It's about the art of MCing and when you're trying to make the best stuff you can make and you bump heads with another MC, and then you guys have a war or whatever. That's what this art form was since the beginning")

Das sei auch der Grund, warum Nas Hiphop so liebe und warum er glaube, dass Hiphop für immer hier sein wird.

"Aber das ist es, was mir an Hiphop im Vergleich zu anderen Genres gefällt. Im Hiphop geht man in die Offensive, also so richtig. Nicht, dass bei Rockern nichts los ist oder bei Reggae-Künstlern oder Schnulzensänger. Aber Hiphop wird immer da sein, einfach weil es so kompetitiv ist."

("But that's what I like about Hiphop compared to other genres is that, they go at it in Hiphop, like really at it. Not to say that other rockers didn't go at it, other reggae artists didn't go at it, other crooner didn't go at it, but Hiphop will always be around because of how competitive it is.")

Das ganze Gespräch könnt ihr euch hier anschauen:


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