US-Rapper behauptet, Jack Harlow sei besser als Eminem – und erntet Shitstorm

Als Legende muss man häufig für Vergleiche herhalten und junge, hungrige Rapper wollen am Thron wackeln. Der Newcomer 2KBABY behauptete nun auf Twitter, dass "Whats Poppin"-Star Jack Harlow ein besserer Rapper als Eminem sei. Die Marshal Mathers-Stans dieser Welt ließen das allerdings nicht lange auf sich sitzen.

Jack Harlow besser als Eminem?

Am Donnerstag stellte der aufstrebende Rapper 2KBABY auf Twitter eine gewagte These auf. Seiner Meinung nach sei Jack Harlow ein besserer Rapper als Eminem. Wie er zu diesem Schluss kam, erläuterte er erst mal nicht weiter. Er stellte allerdings in Aussicht, dass er womöglich einfach zu viel geraucht hätte.

Den ursprünglichen Tweet löschte der Rapper aus Kentucky mittlerweile wieder, doch seine Position behielt er bei. Er retweetete Media Outlets, die seine Behauptung veröffentlichten und setzte noch einen weiteren Tweet ab. In diesem erklärte er, dass Leute Tupac gegenüber jeden Tag respektlos seien und dazu würde auch niemand etwas sagen. Nur bei Eminem reagierten die Leute so empfindlich. Er machte aber deutlich, dass er wohl auch ausgenüchtert seine Meinung nicht geändert hätte.

Jack Harlow stammt ebenso wie 2KBABY aus Louisville.

Shitstorm für Jack Harlow-Eminem-Vergleich

Eminem Fans waren wie zu erwarten erschüttert über den Vergleich und fluteten die Antworten auf den Tweet. Die meisten waren der Meinung, 2KBABY würde komplett daneben liegen und sowohl Jack Harlow als auch Eminem damit unrecht tun.

Manch einer konnte jedoch zumindest sehen, wie der Louisville-Rapper zu seiner Behauptung gekommen sei. Zwar wäre Jack Harlow kein Eminem, doch aktuell wohl einer der heißesten Rapper im Game.

Jack Harlow war dieses Jahr Mitglied der XXL Freshman Class. Welche Rapper ihr ebenfalls im Auge behalten solltet, lest ihr hier:

XXL Freshman Class 2020: Das sind die Rapstars von morgen

Das XXL Magazin kürt jedes Jahr die krassesten Newcomer im Rapgeschäft. Die allermeisten dieser Künstler werden zu wichtigen Größen im US-Rap. Wie immer kommt so ein prestigeträchtiger Titel nicht ohne Kontroverse daher und zufrieden ist am Ende sowieso niemand.Das sind die XXL Freshman 2020

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Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Von Michael Rubach am 30.11.2020 - 20:52

Machine Gun Kelly musste für sich feststellen, dass viel Aufmerksamkeit nicht immer zu stabilen Verkaufszahlen führt. In einem kürzlich erschienenen Interview mit Schauspieler Dave Franco spinnt der Boyfriend von Megan Fox eine Theorie Rund um den Beef mit Eminem. Dass zu jener Zeit alle Augen auf den "Rap Devil" gerichtet waren, spiegelte sich nämlich nicht in den Charts wider.

Machine Gun Kelly fühlte sich nach Eminem-Beef "ausgezählt"

Im Spätommer 2018 droppte Machine Gun Kelly den Eminem-Disstrack "Rap Devil", nachdem er auf dessen Album "Kamikaze" ein paar Zeilen abbekommen hatte. Eminems Antwort "Killshot" folgte kurze Zeit später. Im Nachgang des öffentlich viel diskutierten Beefs ließ MGK erst eine mäßig laufende EP und anschließend sein Album "Hotel Diablo" folgen.

Darauf knüpft er auf dem Track "Floor 13" auch direkt mit einer Line an das Battle an. Doch von der langwierigen Auseinandersetzung konnte er mit Blick auf die Zahlen nicht profitieren. In der ersten Woche sprang bei knapp 40.000 verkauften Einheiten am Ende Rang #5 heraus. Seine drei vorigen Alben gingen jeweils Gold.

Dave Franco erkundigt sich nun, ob es bei MGK mal Momente gab, in denen er aufgeben wollte, weil er sich mit seiner Musik nicht verstanden gefühlt habe. In seiner Antwort spricht er die Reaktionen auf "Hotel Diablo" nach dem Eminem-Beef an. Er macht klar, wie stolz er auf die Platte ist und erklärt, dass den Leuten die Qualität des Albums bei der Beurteilung total egal gewesen sei. Es wäre aus Prinzip gehatet worden.

"Ja. [Das Album von 2019] 'Hotel Diablo' ist das für mich, weil es das erste Mal war, dass ich mein wahres Selbst ohne äußeren Einfluss vom Label zum Ausdruck bringen konnte. Als Hiphop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und deutet die Entwicklung an, wie ich zu einem Pop-Punk-Album gekommen bin. Aber es kam zum Abschluss dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem]. Also wollte niemand, sich damit beschäftigen. Es ist so, als ob du einen beschissenen Film machst und gleich danach einen großartigen Film herausbringst, aber die Leute möchten sich darauf konzentrieren, dass sie alles hassen, was du gerade getan hast. Was ich in dem Beef gemacht habe, war genau das, was es sein sollte, aber das folgende Projekt wurde nicht willkommen geheißen.

("Yes. [The 2019 album] 'Hotel Diablo' is that for me, because that was the first time I really expressed my true self with no outside influence, meaning the label. As a hip-hop album, it’s flawless front to back, and also a hint at the evolution of how I went into a pop-punk album. But it was coming off the tail-end of that infamous beef [with Eminem]. So no one wanted to give it the time of day. It’s like if you make a shitty movie and then you come out with a great movie right after, but people want to focus on the fact that they hated whatever you just did. What I did in the beef was exactly what it should be, but that project wasn’t welcomed.")

2020 läuft es hingegen bei Machine Gun Kelly: Seine diesjährige Pop-Punk-Platte war ein durchschlagender Erfolg. Von "Tickets To My Downfall" konnten über 100.000 Einheiten in der ersten Woche abgesetzt werden. Sein fünftes Album bezeichnet er selbst als "sein größtes Debüt". Es stieg erstmalig direkt auf der #1 ein. Für den Karrierekick macht Machine Gun Kelly seine Einstellung und die Umstände verantwortlich.

"Das nächste Album kam aus dem Gefühl heraus, bereits ausgezählt zu sein, also war es mir egal, was die Öffentlichkeit denken würde. Deshalb war das Projekt ironischerweise das, was am besten aufgenommen wurde, weil es das müheloseste mit dem geringsten Einfluss von außen war."

("The next album came from already feeling like I’d counted out, so I didn’t even care what the public was going to think. That’s why the project was ironically my best received one, because it was the most effortless, with the least outside influence.")

Hier kannst du in "Tickets To My Downfall" reinhören:


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