Ich würde gerne wissen, ob sich welche mit dieser Philosophie und Mentalität definieren können. Sind welche von euch sXe? Würden es gerne welche sein? Was ist eure Meinung zu Straight Edge?

Vorerst mal, für alle die nicht wissen, was Straight Edge ist (ganz kurz gefasst):

Straight Edge ist eine Philosophie, die darauf beruht, auf jegliche Einnahme legaler oder illegaler Drogen (einschliesslich Zigaretten und Alkohol) zu verzichten. Dies beinhaltet auch der Verzicht auf sexuelle Gelegenheits-Beziehungen mit dem Ziel, den dafür notwendigen Gefühlsaustausch zu sichern.

Die sXe Anhänger sind der Meinungdass es unerlässlich ist, die Kontrolle über sich zu haben. Drogen führen in die Sackgasse und es gilt, diese zu vermeiden, um sich der Wirklichkeit stellen zu können. Dies gilt für das Alltägliche, aber auch für schwierigere Probleme. Anstatt Zeit und Kraft dem Alkohol- und Drogenkonsum zu widmen, so wie es zu viele Leute tun, haben wir uns entschlossen, uns für die Ursachen einzusetzen. Wir verzichten darauf, unseren Körper unnötig zu zerstören sowie die Drogenkartelle und mächtigen multinationalen Konzerne zu unterstützen, welche für die Misere und dem langsamen Todeskampf von Millionen von Menschen verantwortlich sind. Die Menschen sind nicht die einzigen Drogenopfer. In der Tat werden Drogen am Tier getestet, zuerst aus toxikologischen Gründen, dann für Studien von Krankheiten, welche deswegen ausgelöst werden.
Die Anführer dieser Philosophie sind meistens Hardcore und ursprünglich auch Punk Bands. Es sind auch viele Vegetarier/Veganer unter ihnen, aber so eine Aktion heißt dann Hardline Straight Edge...

Nun, ich kann mich mit so einer Philosophie sehr gut definieren, jedoch bräuchte ich eine Weile, bis ich damit anfangen könnte. Aber der Gedanke dran, sich zu kontrollieren ist sehr gut finde ich...

Antworten

Ich bin Einer.

Was wird als "Droge" definiert? Wer bestimmt das?

Für mich hört es sich so an als ob die Theorie ein Widerspruch in sich ist...

Hey! Nils ist sXe!

Und kein Anderer? Sagt doch mal wenigstens eure Meinung..!


Zitat von MC-B0b:
Was wird als "Droge" definiert? Wer bestimmt das?

Für mich hört es sich so an als ob die Theorie ein Widerspruch in sich ist...


Mit Droge wird definiert, was man unter Droge versteht... :|-|:
Koffein, Alkohol, Amphetamine, Nikotin...
Was euch noch so einfällt...


Zitat von MC-B0b:
Für mich hört es sich so an als ob die Theorie ein Widerspruch in sich ist...

Weshalb?

Es geht lediglich darum, nicht die Kontrolle über sich selbst zu verlieren und Problemen nicht durch Benebelung aus dem Weg zu gehen, sondern sich mit ihnen auseinander zu setzen.


Zitat von Nils:


Zitat von MC-B0b:
Für mich hört es sich so an als ob die Theorie ein Widerspruch in sich ist...

Weshalb?

Es geht lediglich darum, nicht die Kontrolle über sich selbst zu verlieren und Problemen nicht durch Benebelung aus dem Weg zu gehen, sondern sich mit ihnen auseinander zu setzen.


Weitgehend Kontrolle über sich selbst? Ich meine das Leben ist 'ne Manipulation an sich, da kann man nicht von Kontrolle über sich selber sprechen.

Drogen? Isst du auch keine Schokolade? Ist Dextroenergy für dich also auch eine Droge? Falls du mal krank bist, nimmst du keine Medikamente? Unter Droge fällt so viel, wie ich finde...

Der Punkt mit dem Gefühlsaustausch; den verstehe ich nicht ganz, es wäre nett, wenn ihn mir jmd. erläutern würde.. also das mit der Beziehung und so..


Zitat von Nils:


Zitat von MC-B0b:
Weitgehend Kontrolle über sich selbst? Ich meine das Leben ist 'ne Manipulation an sich, da kann man nicht von Kontrolle über sich selber sprechen.

Ach komm', das ist jetzt wohl etwas EXTREM philosophisch formuliert. Es geht primär einfach nur darum, sich nicht dem Suff zu ergeben.


Hm.. nimmst du gar keine Drogen oder ergibst du dich nicht dem Suff, sind zwei unterschiedliche Sachen?

Ich finde, dass ist kein Bisschen philosophisch.. hört sich für mich wie 'ne "Scheintheorie" an..

Edit: Sry, nicht Scheintheorie, aber irgendwie sehe ich den Sinn darin nicht... für mich persöhnlich..


Zitat von MC-B0b:
Hm.. nimmst du gar keine Drogen oder ergibst du dich nicht dem Suff, sind zwei unterschiedliche Sachen?

Ich schrieb "primär". Also nimmt ein Edger einfach nichts von dem Scheissdreck, um relative Kontrolle zu erreichen. Die "Suff"-Formulierung war eine vereinfacht dargestellte Erklärung, da Du's nicht zu verstehen scheinst.


Zitat von MC-B0b:
Ich finde, dass ist kein Bisschen philosophisch..

Doch, wenn Du sagst, dass das Leben an sich eine Manipulation ist - dann schon. Das ist nämliche eine Frage, die viel zu weit in die Philosophie und grundlegende Gebiete schneidet.


Zitat von MC-B0b:
Edit: Sry, nicht Scheintheorie, aber irgendwie sehe ich den Sinn darin nicht... für mich persöhnlich..

Ja...weil Du's nicht kennst. Lebtest Du ohne Alkohol und den Tschund, dann wüsstest Du, wieviel Du an Lebensqualität gewinnst...

(Oh, oh, oh - jetzt werden die Alk-Hardliner wieder motzen...)

kannte ehrlich gesagt vorher die Bewegung, diesen Ausdruck und Philosophie gar nicht, aber hört sich für mich vernünftig an, und glaube schon, dass ich unbewusst dazugehöre.

ein wesentlicher Beitrag dazu leistet die Art und Weise der Erziehung, aber kann nur für mich sprechen...


Zitat von Nils:
Lebtest Du ohne Alkohol und den Tschund, dann wüsstest Du, wieviel Du an Lebensqualität gewinnst...


Recht hast du ja, ich hab das auch mal fast vier Jahre gemacht, so von 17 - 21. Ersten geht´s dem Konto besser, zweitens dem Körper und drittens geht´s dann auch meistens deinen Mitmenschen besser weil sie sich nicht um dich kümmern müssen weil du blau bist:D . Ber ich gebe auch ganz erlich zu, es macht eindeutig mehr spaß, wenn ich abends auf ner Party wo alle besoffen oder stoned sind auch mal ein Bierchen oder zwei zu trinken. Aber das sollte jeder mit sich selber ausmachen, so sehe ich das. Respekt für jeden der das macht!!!


Zitat von Nils:


Zitat von MC-B0b:
Edit: Sry, nicht Scheintheorie, aber irgendwie sehe ich den Sinn darin nicht... für mich persöhnlich..

Ja...weil Du's nicht kennst. Lebtest Du ohne Alkohol und den Tschund, dann wüsstest Du, wieviel Du an Lebensqualität gewinnst...

(Oh, oh, oh - jetzt werden die Alk-Hardliner wieder motzen...)


Ich trinke nahezu nie Alkohol und bin Vegetarier, weiß aber nicht, was du mit Lebensqualität meinst.. ist es denn nicht möglich, dass du dir bloß einredest, dass die Lebensqualität gestiegen ist, weil du den ganzen "Schund" nicht mehr machst

Wenn ich meine ganzen Probleme mit all meiner mir zu Verfügung stehenden geistigen Kraft auf z.B. Schokolade fixiere.. ich bilde mir echt so stark ein, bin hammer überzeugt davon, dass alles nur daran liegt, dass ich zu viel Schokolade esse, dann bin ich auch hammer happy, wenn ich keine Schokolade mehr esse.. und meine Lebensqualität steigt

Es gibt sogut wie nichts, das wirklich vollkommen ist.
Die Edger sind sich dessen lediglich bewusst und nehmen den Begriff "relativ" deshalb in die Definition rein.
Du könntest unbewusst etwas zu Dir nehmen - bam, schon wäre die Vollkommenheit zuerstört.

Genauso wie's bei den Veganern und den Vegetariern ist, gibt's auch bei den Edgern verschiedene Gruppierungen und Stufen. Und die, die das wirklich leben, die müssen das nicht relativieren, da sie's vollkommen zu leben versuchen - so schwer oder gar unmöglich das erscheinen mag.

Natürlich wird man von ALLEM beeinflusst. Es geht aber um Benebelung...um Sucht...
Es geht darum, sich nicht zuzukiffen, -sniffen, -saufen, -etc. wenn man Probleme hat und dem Scheiss...

Was mit dem Sex-Ding ist? Dieses pur triebgesteuerte...dass man sich nicht mehr auf den Menschen, sondern nur gewisse Körperteile einlässt.
Jaja, jetzt wirst Du sagen, dass wir alle von unseren Trieben gesteuert werden - jetzt hör' auf, Du weisst genau was ich meine :-p


In der Tat werden Drogen am Tier getestet, zuerst aus toxikologischen Gründen, dann für Studien von Krankheiten, welche deswegen ausgelöst werden.


medikamente = drogen?
folglich sprecht ihr euch auch gegen die einnahme aus?


Zitat von MC-B0b:
Ich trinke nahezu nie Alkohol und bin Vegetarier, weiß aber nicht, was aber nicht, was du mit Lebensqualität meinst.. ist es denn nicht möglich, dass du dir bloß einredest, dass die Lebensqualität gestiegen ist, weil du den ganzen "Schund" nicht mehr machst

Keinen Kater, keinen Raucherhusten, vermindertes Krebsrisiko, gesündere Leber, langsamer Abbau von Hirnzellen, keine Rauschzustände, Bewusstes ERleben,... - muss ich noch mehr aufzählen?!

Ich hab


Zitat von Nils:
Es gibt sogut wie nichts, das wirklich vollkommen ist.
Die Edger sind sich dessen lediglich bewusst und nehmen den Begriff "relativ" deshalb in die Definition rein.
Du könntest unbewusst etwas zu Dir nehmen - bam, schon wäre die Vollkommenheit zuerstört.


Wir reden aneinander vorbei...


Zitat von Nils:
Natürlich wird man von ALLEM beeinflusst. Es geht aber um Benebelung...um Sucht...
Es geht darum, sich nicht zuzukiffen, -sniffen, -saufen, -etc. wenn man Probleme hat und dem Scheiss...


k, da stimme ich dir voll und ganz zu


Zitat von Nils:
Was mit dem Sex-Ding ist? Dieses pur triebgesteuerte...dass man sich nicht mehr auf den Menschen, sondern nur gewisse Körperteile einlässt.
Jaja, jetzt wirst Du sagen, dass wir alle von unseren Trieben gesteuert werden - jetzt hör' auf, Du weisst genau was ich meine :-p

k, ich hör auf ;o)


Zitat von Beat-Kid:

Straight Edge?


als ich hier diesen ausdruck in den new forum topics las, war klar, dass der thread nur von dir sein konnte...:D

zum thema:

straight edge hat sich ja in erster linie aus der punkbewegung heraus entwickelt, die das nein zur durchschnittsgesellschaft unter anderem auch durch drogenkonsum ausdrückt. das heißt für mich die fehlintention liegt in der wurzel.

an und für sich ist das auch ein sehr lobenswerter ansatz, wenn auch nichts für mich, weil er in einer art und weise doch die freiheit seine möglichkeiten voll auszuschöpfen einschränkt.
davon abgesehen sind die einzigen, die das konsequent in allen facetten druchziehen, die hardliner, aller anderen machen ohnehin nur zugeständnisse.

und wie wir das so gerne nennen: es ist punk'scher konservatismus :D


Zitat von Nils:

Keinen Kater, keinen Raucherhusten, vermindertes Krebsrisiko, gesündere Leber, langsamer Abbau von Hirnzellen, keine Rauschzustände, Bewusstes ERleben,... - muss ich noch mehr aufzählen?!

Ich hab


Doll.. ich dachte wir reden von einem mental glücklichen Menschen und nicht von einem, der einen super gesunden körper hat.. natürlich hast du recht, dass die körperliche Verfassung ohne Drogen auf jeden Fall besser ist als mit..

Edit: Mal krass ausgedrückt, klar kann man es nicht einfach so stark differenzieren


Zitat von Nils:
Es geht aber um Benebelung...um Sucht...
Es geht darum, sich nicht zuzukiffen, -sniffen, -saufen, -etc. wenn man Probleme hat und dem Scheiss...

...die bewusste intention bewusstseinebenen zu wechseln wird aber vollkommen ausgeklammert.


Zitat von MC-B0b:
Doll.. ich dachte wir reden von einem mental glücklichen Menschen und nicht von einem, der einen super gesunden körper hat.. natürlich hast du recht, dass die körperliche Verfassung ohne Drogen auf jeden Fall besser ist als mit..


Körper und Geist bilden eine Einheit und bedingen ihre gegenseitige Gesundheit.
Wenn's dem Körper nicht gut geht, wird's dem Geist auch nicht gut gehen. Mal ganz davon abgesehen, dass viele Menschen auch psychisch durch Drogen zugrunde gerichtet werden...dass viele Leute Depressionen vom Kiffen bekommen (um mal ein banales Beispiel zu bringen) ist ja bekannt...

Oder auch einfach das Bewusstsein, dass man gewisse Dinge überwunden hat, ohne sich vollzuknallen - man hat es bewusst überstanden...
Alleine das gibt schon ein gutes Gefühl...

Ich hab' Hunger...heute gibt's Ravioli...yesssss...


Zitat von Nils:


Zitat von MC-B0b:
Doll.. ich dachte wir reden von einem mental glücklichen Menschen und nicht von einem, der einen super gesunden körper hat.. natürlich hast du recht, dass die körperliche Verfassung ohne Drogen auf jeden Fall besser ist als mit..


Körper und Geist bilden eine Einheit und bedingen ihre gegenseitige Gesundheit.
Wenn's dem Körper nicht gut geht, wird's dem Geist auch nicht gut gehen. Mal ganz davon abgesehen, dass viele Menschen auch psychisch durch Drogen zugrunde gerichtet werden...dass viele Leute Depressionen vom Kiffen bekommen (um mal ein banales Beispiel zu bringen) ist ja bekannt...

Oder auch einfach das Bewusstsein, dass man gewisse Dinge überwunden hat, ohne sich vollzuknallen - man hat es bewusst überstanden...
Alleine das gibt schon ein gutes Gefühl...

Ich hab' Hunger...heute gibt's Ravioli...yesssss...


Ich hab damals mitm Kiffen angefangen, weils mir mental nicht ganz so doll ging, aber ich muss sagen, durch das Kiffen, habe ich alles viel bewusster wahrgenommen, ich konnte mich währenddessen oder kurz danach nur noch darauf konzentrieren und konnte mich noch weniger als im nüchternen Zustand davon ablenken.. aber ich finde auch, dass man keine Drogen nehmen sollte als Lösung für Probleme..

Körper und Geist bilden eine Einheit, aber wenn es mir körperlich pervers geht, ist es nicht notwendigerweise auch so, dass es mir im Geiste gut geht.. dann doch lieber erst mal die ganze Zeit dem Wohle des Geistes aufopfern ohne natürlich den Körper dabei ganz zu vernachlässigen...

Guten Appetit


Zitat von Nils:
Es geht lediglich darum, nicht die Kontrolle über sich selbst zu verlieren und Problemen nicht durch Benebelung aus dem Weg zu gehen, sondern sich mit ihnen auseinander zu setzen.

es sehe nichts schlimmes darin, sich nach nem schlimmen krach mit der freundin mal mit kumpels einen hinter die binde zu kippen.

solange es die ausnahme und nicht die regel bleibt (zB im umgang mit konflikten). :yes:


Zitat von Nils:
Ich hab' Hunger...heute gibt's Ravioli...yesssss...

LOL. selbiges steht grad neben meiner tastatur :D

Gute Idee ........

......... aber leider in der Region wo ich wohne nicht durchziehbar! Ich sag ja nicht das ich mir jedes Wochenede die Birne Wegknalle (obwohl...) Aber hier ist das eben so!

Dem kann man sich hier leider nicht entziehen! Ich kenn auch keinen der das macht und hab davon vorher auch noch nichts gehört! Aber für euch Großstadtleute mag das eine feine Sach sein:wink:


Zitat von QBshit:
halt ich nix von...
wofür sollte man sich all diesen grundsätzen "unterwerfen"?
am ende hat man doch nix von, das leben is kurz und ob man früher oder etwas später stirbt is doch auch wurscht...
ich meine dass is doch der sinn dieser "philosophie" - länger leben...oder lieg ich da falsch?

Du liegst falsch :yes:
Es geht um die Kontrolle über sich selbst. Durch dieses Kontroll-Gefühl fühl ich mich besser als mit irgendeiner Droge.
If I control myself, I control my destinate...:up:

hat die ursprüngliche "zulu nation" sowas nich auch propagiert?

wer war zu erst da?
oder haben sich beide unterschiedlich entwickelt?


Zitat von Nils:


Zitat von MC-B0b:
Für mich hört es sich so an als ob die Theorie ein Widerspruch in sich ist...

Weshalb?

Es geht lediglich darum, nicht die Kontrolle über sich selbst zu verlieren und Problemen nicht durch Benebelung aus dem Weg zu gehen, sondern sich mit ihnen auseinander zu setzen.


Und das ist schwerer als mit Drogen, glaubt es mir. :yes:


Zitat von brasic:
Und das ist schwerer als mit Drogen, glaubt es mir. :yes:

Nein, nein. Das finde ich überhaupt nicht. Ich hab mit 13 Jahren angefangen zu trinken und zu rauchen (kiffen auch). Ich fühle mich mittlerweile viel besser und meine Noten in der Schule werden auch noch besser. Natürlich sollte man nie denken, dass man die Kontrolle vollständig hat. Man sollte sich nie überschätzen. Jedoch dieses Gefühl, mehr Kontrolle als früher zu haben, macht mich glücklicher, als wenn ich berauscht durch Drogen bin.


Zitat von IllBird:
hat die ursprüngliche "zulu nation" sowas nich auch propagiert?

wer war zu erst da?
oder haben sich beide unterschiedlich entwickelt?


zulus? keine ahnung...

straight edge 1980 bzw. anfang der 80er

Die goldene Mitte

Straight Edge ist mir zu extrem. Die Idee von bzw. die Motivation zu Straight Edge finde ich schon gut: sich dem realen Leben stellen und dabei 'nen gesunden, klaren Kopf behalten.

Aber, mal ganz im Ernst, was ist daran schlimm wenn man Samstag abend aus Geselligkeit mit paar Freunden ein, zwei Bier trinkt. Ich finde es auch nicht schlimm wenn man Tabak raucht (klar: ist nur schädlich - aber hilft vielen sich zu entspannen). Medikamente müssen heutztage einfach sein - egal ob Antibiotika oder Vitamine - die Welt ist halt so im Arsch, dass Medis eine große Hilfe sind. Ich kiffe zwar nicht, aber wenn jemand am WE mal einen quarzt find ich das auch in Ordnung. Viele Straight Edge Leute essen ja auch kein Fleisch und lehnen sämtliches Fast Food ab. Finde ich sehr anzweifelbar. MC D und Co sind alles andere als gesund - aber ab und zu mal nen Burger mit ner Coke ist in meinen Augen ok. Was spricht gegen nen DVD Abend mit Chips, Bier, Coke und Popcorn?

Aber: die Mischung machts - alles in Maßen. So lange man es nicht übertreibt ist doch alles in Butter. Und DARIN liegt doch die wahre Selbstkontrolle - zu wissen wann Schluss ist und wann man genug hat! Alles kategorisch zu verneinen ist in meinen Augen keine Selbstkontrolle sondern engstirnig.


Zitat von FunkDaddyW:
Alles kategorisch zu verneinen ist in meinen Augen keine Selbstkontrolle sondern engstirnig.

Ich stimme Dir bis hier hin zu.
Wer gerne trinkt, wer gerne raucht, wer gerne was auch immer nimmt - der soll's tun. Es geht (zumindest mir) überhaupt nicht darum, irgendwen zu bekehren, sondern darum, für sich selbst - weshalb auch immer - entschieden zu haben, dass man gewisse Dinge einfach nicht möchte.

Solange man es für sich selbst nicht möchte, Anderen aber ihren Lebenswandel lässt, ist doch alles cool.


Zitat von Beat-Kid:


Zitat von brasic:
Und das ist schwerer als mit Drogen, glaubt es mir. :yes:

Nein, nein. Das finde ich überhaupt nicht. Ich hab mit 13 Jahren angefangen zu trinken und zu rauchen (kiffen auch). Ich fühle mich mittlerweile viel besser und meine Noten in der Schule werden auch noch besser. Natürlich sollte man nie denken, dass man die Kontrolle vollständig hat. Man sollte sich nie überschätzen. Jedoch dieses Gefühl, mehr Kontrolle als früher zu haben, macht mich glücklicher, als wenn ich berauscht durch Drogen bin.


Naja, ich hab da meine Erfahrungen gesammelt und für mich ist kiffen zwar ne droge aber, ich meinte auch eher richtige Drogen.


Zitat von Nils:
Solange man es für sich selbst nicht möchte, Anderen aber ihren Lebenswandel lässt, ist doch alles cool.

Definitiv! Live and let live.

Ich hab nur oft den Eindruck, dass - jetzt ganz (ver)allgemein(ernd) gesprochen - die Straight Edger lieber gleich alle Schotten dicht machen anstatt bisschen abzuwägen. Denn aus rein gesundheitlicher Sicht sind ein Glas Rotwein oder 1, 2 Bier pro Abend nicht so krass gesundheitsschädlich - teilweise sogar gesundheitsfördernd. Gleiches gilt für den (rel. geringen) Konsum Fleisch. Die Ansichten sind mir halt teilweise zu extrem. Und wie gesagt: an und zu mal ne Kippe oder nen Burger, oder Chips oder was weiß ich mögen zwar (relativ) ungesund sein - aber heben das psychische Wohlbefinden doch stark an. Problem ist halt nur den Bogen zu finden und von Bier und Burger wieder auf Volvic und Salat zu kommen ;)

Die Grundidee der SE find ich aber :up: Aber wie gesagt: jeder wie er will.


Zitat von FunkDaddyW:
Die Ansichten sind mir halt teilweise zu extrem. Und wie gesagt: an und zu mal ne Kippe oder nen Burger, oder Chips oder...

Bekräftige ich vollkommen.

Sich dann auch noch Fleisch, Fast Food, Coke, Chips, blaaa zu verbieten, finde ich dann schon etwas krass - das nimmt dann schon fast asketische Züge an ;-)

Wuäh!!!

Ich bin mit der Materie vertraut.....und mann, ich werde niemals Str8 Edge sein. Aber die Mucke aus der Szene kann was.


Zitat von Beat-Kid:
Dies beinhaltet auch der Verzicht auf sexuelle Gelegenheits-Beziehungen mit dem Ziel, den dafür notwendigen Gefühlsaustausch zu sichern.

naja, DAS finde ich dann doch ein bisschen überzogen, aber wie hieß es vorhin so schön?

live and let live...

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