Release: 20.03.2009 EMI Music
Genre: HipHop/Reggae
Thematik: Samys Leben in Deutschland; wird "thematisch Samys neugewonnenes Heimatgefühl" wiederspiegeln. Weitere Themen sind u.a. das Verhältnis zu seinem Vater und seinem Sohn.

1st Single: Bis Die Sonne Rauskommt (B-Seite: Dis wo ich herkomm)
Release: 06.03.09

Quelle: www.dlx-fans.de cYaNiDe

Titeltrack zum Album:
Tracklist:
01. Intro
02. Dis wo ich herkomm
03. Bis die Sonne rauskommt
04. Wer ich bin?
05. Wir sind keine Kinder mehr
06. Vatertag
07. Oma Song
08. Superheld
09. Erster
10. Übers Geld (Skit)
11. Musik um durch den Tag zu kommen
12. Stumm (Xenja)
13. Sowieso schwer
14. Blick nach vorn
15. Deshalb
16. Sprech wie ich sprech

----------------------------------------------------------

Kritik am Titeltrack: Hitler-Blog

Antworten

Ulysses schrieb:
"mach die augen zu und denk an deutschland"

[:D]

deutschland:
eine liebe die, unter garantie
niee zu ende geht...

was bringt euch denn dieser ganze nationalstolz jetzt?
das ist als wenn man seinen boss feiert, der einem im nächsten moment das weihnachtsgeld streicht...

anti sein bedeutet veränderungen schaffen, bedeutet den machthabern genau auf die finger zu schauen und bedeutet das system zu hinterfragen. ohne die gehassten anti studenten würde das proletariat wieder im gleichschritt marschieren! ich hab manchmal das gefühl das manche unbedingt zu etwas großen gehören wollen, weil sie denken, dass sie es selbst nicht sind. (wie der typ aus "die welle", der nicht mehr aufhören konnte, weil er endlich einen sinn in seinem leben gefunden hat) deutschland würde es aber extrem besser gehen, wenn wir alle mehr charackter hätten und mehr hinterfragen... nur meckern is natürlich auch nich der sinn der sache ABER das macht ja auch keiner. ich hab viel mehr das gefühl, dass die deutschen immer selbstgefälliger werden, weils ja sooo super ist. dann kommt meistens gleich das argument: ja schau dir doch mal andere länder an... lächerlich. man vergleicht sich nie mit dem schlechten sondern immer mit dem besseren!


diggin the crates 2.0 / searching for the soul rebel / doin' fancy footwork with my ghetto boombox / telling you secrets /
nous sommes des amis de la musique electronique / i came from hiphop / all eyes on me

Das ist dieses typische linke Studentendenken

Wie gesagt, immer weiter drauf,auf die klugscheissenden linken Intellektuellen, am besten wäre doch so eine Art Arbeitslager für die oder nicht?? wo sie richtig malochen müssen und keine Zeit haben sich so einen realitätsfernen,subversiven Unfug auszubaldovern....
ob bei diesen Affekten nicht die eigene gefühlte Minderwertigkeit Bahn bricht?!
Inttellekt ist gefährlich und wird deshalb proskribiert, man sehe, es finden sich ja genug die bereit sind, in diese Hose zu springen, ohne zu merken , dass sie ihnen hingehalten wird.

Deutschland anno 2009 bietet Möglichkeiten, die du sonst nirgendswo findest.

Was Deutschland Samy zurückgegeben hat? Immerhin hatte er die Chancen, das zu erreichen, was er erreicht hat. Nicht, dass ihm das in den Schoß gefallen wäre und jeder das erreichen könne, egal wie talentiert er ist. Aber von abgebrochener Schulausbildung zur eigenen Firma mit Angestellten - klar, auch bei seiner Biografie kann man diskutieren, ob das in vergleichbaren Ländern bei so einer Persönlichkeit vielleicht ähnlich verlaufen wäre, aber ist doch bullshit. ER SELBST empfindet das doch so, dass er diesem Land was zu verdanken hat

Falsch!
Jeder kapitalistische Staat ist daran interessiert, dass seine Bevölkerung in möglichst großem Umfang Mehrwert akkumuliert.B
Bei Sammy ist es halt das Rappen.
Das kann er, Das bringt Mehrwert, also ist natürlich das Interesse groß, dass er auf diesem Gebiet einträglich ist.
Glaubt ihr wirklich, dass diese uns gebotenen "Chancen" purer Altruismus philantrophischen Ursprungs sind??
Gelächter!

wer will sich denn dann erdreisten, ihm zu wiedersprechen? "Dieses Land hat mir etwas gegeben, ich will was zurückgeben...."
und ihr nehmt euch das Recht raus, das anzuzweifeln o.O ?

Ja ich nehme mir das Recht heraus!
Ulbricht hat auch gesagt, dass niemand die Absicht hat, eine Mauer zu bauen, hätten sich da mal mehrere Menschen das Recht herausgenommen oder nicht?
Dieses Recht zu denken (dass ja scheinbar nicht jeder utilisiert), zu kritisieren und meine Meinung zu vertreten, wird mir übrigens durch die freiheitlich rechtliche Grundordnung zugesichert, die ich surtout an diesem Land schätze.

es ist ja nun nicht so dass alle deutschen diese bastarde sonderlich toll fanden, die meisten haben halt eher aus angst als aus zustimmung ihr maul gehalten...

... und das ist es eben nicht!!!
Ich verstehe nicht wieso der großteil der Leute blindgläubig ist, was die Naturwissenschaften angeht, während die Sozialwissenschaften die hierzu profunde Forschung und Erkenntnisse zu bieten hat, nicht beachtet wird?
Die Majorität (und das ist nachzulesen und nicht meiner Phantasie entsprungen) hat den Führer geliebt und vergöttert, er hat sie GROOOß gemacht in ihrem völkischem Stolz.
Überlegen und heroisch hat sich der Volkskörper gefühlt und DAS ist die größte Schande an dieser Geschichte.
Wer das begriffen hat, versteht was Streng meint, wenn er sagt "Nie wieder Deutschland..."
was für mich synonym ist mit "Nie wieder völkisches bzw. Führerdenken" (und damit meine ich nicht Adolf, der nächste Führer wird anders sein, vielleicht wird die Führerschaft ja auch objektiviert.. ach ne, ist sie ja schon, Kapital respektive Geld haben doch ähnliche Züge!!)

Merkst du gar nicht, dass das jetzt nur noch haten ist und du einfach nur zum Ausdruck bringen willst, wie Scheiße du Samy findest?

Nein merke ich nicht, veilleicht weil das ein infamer Vorwurf ist??
Ich finde Sammy gar nicht Scheiße und mag seine Musik teilweise...
Aber das ist ja usus, dass jedwede Kritik, sei sie auch noch so berechtigt als haten abgekanzelt wird.

Weil ich deine verdrehte Denke überhaupt nicht ab kann. Aber da du ein arbeitsmarkttechnisch völlig unrelevantes Fach studierst und anschließend eh in der Versenkung verschwindest, bleibt dir ja gar nichts anderes übrig als deinen geistigen Dünnschiss in irgendwelchen Foren loszuwerden. Vielleicht sollte ich eingedenk dieser Umstände nachsichtig mit dir sein...aber besser wäre es vielleicht, wenn du einfach sterben gehen würdest!

Mein absolutes Lieblingsstatement,
durchdrungen von feingeistiger Struktur und doch klar in der Aussage, Chapeau!!
Da ist dein Gauleiter von der jungen Union bestimmt noch stolzer auf dich, als auf Deutschland, wenn du ihm zeigst, wie du es dem ungewaschen Linken tüchtig gegeben hast.
Und wirklich Streng du unproduktives Nichts!! studiere bitte etwas ordentliches, dann haben dich alle gerne und du kannst in Hintertupfingen noch Schützenkönig werden, nenene so wird das nichts.
Vice versa gilt die Frage, wer hier Jünger einer "verdrehten Denke" ist?
Schön weiter im Gleichschritt Mr. "Bling-Bling" (sagt man doch so im Jargon oder?), wenn du groß bist wirst du bestimmt ganz dolle reich, denn du studierst ja was "arbeitsmarkttechnisch relevantes" *fantastische weil bestimmt ungewollt absurde und lächerliche Wortkreation*
Sich noch nie gesellschaftsphilosophisch mit der Ökonomie auseinandergesetzt aber die Backen aufblasen...
Schon mal daran gedacht, dass er sich BEWUßT zu diesem Studium entschieden hat, da ein Studium auch immer ein Selbststudium sein und nicht nur den Zweck der möglichst schnellen Reproduktion erfüllen sollte? oder kommt zu wenig Sauerstoff an das Gehirn, wenn man, und jetzt rede auch ich mal in der Sprache des Proletariats (ist ja meine Klasse), den Kopf im Arsch der "freien" Marktwirtschaft hat???

So jetzt geh ich sterben...
ich werde ja ohnehin wieder auferstehen, ist ja meine Berufung als Messias.

und noch mal abschließend zum Thema:
Deutschland ist in den groben Zügen nicht anders als die anderen westlichen kapitalistischen Staaten, nicht schlechter aber eben
auch nicht besser.
Deswegen Nein zu jedewedem völkischen Denken!!

Ich agitiere nicht gegen Deutschland, mir geht halt auch nur keiner ab dabei, wie manch anderer armen Kreatur.


***Unter den Blinden ist der Einäugige König.***

Messias schrieb:
[...]

Wie ich dich grad abfeier! Das erste mal, dass ich diesen Thread ernsthaft angeschaut habe und etwas schreiben wollte. Danke für die Arbeitsentlastung.


IMAGE(http://img514.imageshack.us/img514/2333/l1a1e926ae47fddad6ca5ecbt1.jpg)IMAGE(http://img126.imageshack.us/img126/1463/delinquenthabitsdelinquzz1.jpg)IMAGE(http://img126.imageshack.us/img126/5858/thegetoboyscs2.jpg)IMAGE(http://img241.imageshack.us/img241/2800/dp4jy6.jpg)

Messias schrieb:

Was Deutschland Samy zurückgegeben hat? Immerhin hatte er die Chancen, das zu erreichen, was er erreicht hat. Nicht, dass ihm das in den Schoß gefallen wäre und jeder das erreichen könne, egal wie talentiert er ist. Aber von abgebrochener Schulausbildung zur eigenen Firma mit Angestellten - klar, auch bei seiner Biografie kann man diskutieren, ob das in vergleichbaren Ländern bei so einer Persönlichkeit vielleicht ähnlich verlaufen wäre, aber ist doch bullshit. ER SELBST empfindet das doch so, dass er diesem Land was zu verdanken hat

Falsch!
Jeder kapitalistische Staat ist daran interessiert, dass seine Bevölkerung in möglichst großem Umfang Mehrwert akkumuliert.B
Bei Sammy ist es halt das Rappen.
Das kann er, Das bringt Mehrwert, also ist natürlich das Interesse groß, dass er auf diesem Gebiet einträglich ist.
Glaubt ihr wirklich, dass diese uns gebotenen "Chancen" purer Altruismus philantrophischen Ursprungs sind??
Gelächter!

Nix Falsch!
Ja, natürlich ist das der kapitalischtische Staat daran interessiert. Und Samy ist als Mensch in diesem System natürlich auch irgendwie daran interessiert, erfolgreich zu sein.
Dazu nutzt er seine Talente, macht das, was er liebt und kann. Warum nicht? Nutzt die " "Chancen" ", die ihm geboten werden und gibt dafür was zurück. Wo ist das der Fehler? Wär das nicht für uns alle wünschenswert? Läuft das anders, in dem Staat, in dem du leben willst? Kein Geben und Nehmen?

Diese unterstellte Feindlichkeit in deiner Frage stößt mich ab. Wer redet denn davon, dass in der Regierung nur Philantropen rumrennen??? Hauptsächlich Egoisten ist mein Eindruck. Aber ich weiß ja gar nicht, wen du anklagst?? Die Machthabenden?
Klar, die Regierung profitiert von den Menschen. Ist ja kein Geheimnis. Aber es ist doch genauso auch andersrum. Das eine existiert doch durch das andere.Und die gebotenen Chancen werden nicht geboten, weil wir so lieb gehabt werden. Sondern damit man die Möglichkeit dazu hat, das zu sein, was dir höchstwahrscheinlich ein Graus ist: ein funktionierendes Mitglied dieser Gesellschaft.

Aber was soll der Scheiß? Ich verteidige hier doch nicht den Kapitalismus. Samy auch nicht. Verdammt viele Probleme gehen mit diesem System einher, das ich selbst häufig kritsiere. Aber soll ich jetzt das System stürzen wollen?? Ich kenn einfach kein Besseres. Würde es uns nach einem Umsturz denn wirklich besser gehen, deiner Meinung nach???

wer will sich denn dann erdreisten, ihm zu wiedersprechen? "Dieses Land hat mir etwas gegeben, ich will was zurückgeben...."
und ihr nehmt euch das Recht raus, das anzuzweifeln o.O ?

Ja ich nehme mir das Recht heraus!
Ulbricht hat auch gesagt, dass niemand die Absicht hat, eine Mauer zu bauen, hätten sich da mal mehrere Menschen das Recht herausgenommen oder nicht?
Dieses Recht zu denken (dass ja scheinbar nicht jeder utilisiert), zu kritisieren und meine Meinung zu vertreten, wird mir übrigens durch die freiheitlich rechtliche Grundordnung zugesichert, die ich surtout an diesem Land schätze.

Hör auf, so zu tun, als hätte ich von dem Recht zu Denken gesprochen. Ich spreche von dem Recht, jemandem zu wiedersprechen, der sagt, er habe etwas erhalten. Mehr nicht.

Merkst du gar nicht, dass das jetzt nur noch haten ist und du einfach nur zum Ausdruck bringen willst, wie Scheiße du Samy findest?

Nein merke ich nicht, veilleicht weil das ein infamer Vorwurf ist??
Ich finde Sammy gar nicht Scheiße und mag seine Musik teilweise...
Aber das ist ja usus, dass jedwede Kritik, sei sie auch noch so berechtigt als haten abgekanzelt wird.

nagut, ich kannte deine einstellung zu dem thema generell nicht. so würd ich das dann wahrscheinlich nichtmehr als haten bezeichnen. Trotzdem ist meiner Meinung nach Schwachsinn, einem Menschen zu wiedersprechen, der sagt, er habe etwas bekommen. Ob vom Staat oder von der Freundin, ob Möglichkeiten oder ne Uhr. Zumindest musst du dann eine extrem hohe Meinung von deiner Wahrnehmung haben. Sieht ja aber auch ganz so aus, als ob das der Fall ist.

Warum hört sich das was du sagst nur alles so an, als ob du dich ständig über "die da oben" auskotzt?? Der Staat bist doch auch du! Ist ja nuneinmal so. Wenn Samy sagt, das Land hat ihm was gegeben, spricht er doch nicht in erster Linie von wasweißich merkelschröderkohl oder wemauchimmer. Er spricht ja auch von der Jugend, seinen Plattenkäufern, den Leuten, die ihn beim Aufbau seines Crossover-Vereins unterstützen undsoweiter. Wir alle sind ja nunmal auch genauso Teil des Landes wie der andere Teil.

Ich finde jemand der sich für etwas schämt, was er nicht gemacht hat ist dämlich.

Jemand der das Land in dem er lebt hasst, ist oberdämlich.

Ein Land tut nichts böses.

Nationalstolz ist noch viel dämlicher, weil das immer andere ausgrenzt.

Ihr seit dämlich weil ihr keine Probleme löst, sondern sie totdiskutiert.


Interview mit Jonesmann Blaze und Criz: www.dacorner.de
IMAGE(http://www.dacorner.de/echtemusik.jpg)

Lassiter schrieb:
Nix Falsch!
Ja, natürlich ist das der kapitalischtische Staat daran interessiert. Und Samy ist als Mensch in diesem System natürlich auch irgendwie daran interessiert, erfolgreich zu sein.
Dazu nutzt er seine Talente, macht das, was er liebt und kann. Warum nicht? Nutzt die " "Chancen" ", die ihm geboten werden und gibt dafür was zurück. Wo ist das der Fehler? Wär das nicht für uns alle wünschenswert?

Ist mir zu euphemistisch.
Die Relationen stimmen hinten und vorne nicht.
Dieses System basiert (in normalem Fall) auf Ausbeutung (siehe Marx: Wert der Ware Arbeitskraft etc. dauert hier zu lange), sprich: du bekommst für deine Arbeitskraft das was nötig ist, damit du dich reproduzieren kannst, bringst aber deutlich mehr ein.
Wie gesagt ist hier nicht der Platz für, das theoretisch verständlich auszuschmücken.
Ergo fehlt de facto die Äquivalenz, die in deinem Posting durchscheint.

Lassiter schrieb:
Läuft das anders, in dem Staat, in dem du leben willst? Kein Geben und Nehmen?

Da dieser Staat eine Utopie (und hier explizit als Wunsch nicht Luftschloss aufzufassen) ist, kann ich dir wahrscheinlich keine befriedigende Antwort geben.
Ja ich bin Befürworter des Sozialismus, aber nicht in dem Sinne, wie ihn der normale Mensch,der sich i.d.R. nicht mit einschlägiger Theorie befasst hat, versteht.
Das normale Bild ist geprägt durch Systeme die ebenso menschenfeindlich und materialistisch waren/sind wie der Kapitalismus (Stalinismus in der UDSSR usw.).
Ich rede von einem Sozialismus der genau das erreichen soll, was Marx meines Erachtens aussagen wollte:
Die volle Verwirklichung des Menschen und die Freiheit von gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen in der Tradition von menschlicher Würde und Solidarität.
Auch hier müsste ich den Umfang über die Maßen strapazieren um einer Darstellung gerecht zu werden, die sich nicht oberflächlich als komplett spinnert rezipieren ließe.
Aber klar gibt es dort auch Geben und Nehmen;
aber nicht in der derzeit akuten Warenform sondern aus Freiheit, oder zur Zirkulation.

Lassiter schrieb:
Sondern damit man die Möglichkeit dazu hat, das zu sein, was dir höchstwahrscheinlich ein Graus ist: ein funktionierendes Mitglied dieser Gesellschaft.

Ist das so??
Ich denke ich bin viel mehr "funktionierendes Mitglied" als mir lieb ist und auch das aus Gründen des ökonomischen Zwangs, da ich Kinder (Plural) zu ernähren habe und mich deshalb den gültigen Spielregeln widerwillig beuge (... auch hier der Verweis auf Marx der ein sich selbst reproduzierendes System konstatierte, da eine Minderheit zu schwach ist was zu ändern und deswegen mitmachen muss, wenn sie nicht ökonomisch und damit auch gesellschaftlich untergehen will;
ganz schön pfiffiges Biest der Kapitalismus!)

Nur befremdet mich die scheinbare Einstellung, dass jeder der denkt oder sich ähnlich äußert wie ich, ein armer Willi sein muss.
Ich verdiene mehr als genug Geld (auch mit dem Bewußtsein dass ich mehr einbringe als ich bekomme), so dass es mir gleich sein könnte, ich habe doch meine warme Furzmolle, immer Nutella auf dem Weißbrot und Angoraunterwäsche, wenn Petrus Bitchmoves fährt.
Aber genau deshalb sehe ich hier meine Verantwortung aus der Position eines (scheinbar) Begünstigten: Widrigkeiten durch profunde Kritik zu bekämpfen.
Bewußtsein ändert mehr als der blinde Aktionismus (der psychologisch auch ein Kind der kapitalistischen Produktionsweise ist) der hier zyklisch eingefordert wird (Zitat: Immer nur nörgeln aber nichts machen...).
Das ist eben kein Nörgeln, sondern Werbung für Bewußtsein, dass wenn es dem Menschen immanent ist, viel mehr ändert und ändern wird als allgemein angenommen.
Und verflucht noch mal (hier wird es emotional für mich und das bezieht sich auf den oben ganannten Punkt meiner Verantwortung):
Wie viel mehr verdreht als meine Utopie, ist es, wenn ich meiner Tochter erklären muss, dass wir längst den ganzen Planeten ernähren könnten und jeden Tag Menschen verrecken weil die einen Rocher fressen und 5 Liter Hubraum Autos fahren und die anderen auf den Knien in Reisfeldern liegen, um diese Ungleichheit weiter anzuheizen (ich neigen zur Hyperbel ich weiß).
Auf die simple Frage meiner Tochter "Papa ist die Welt gut" habe ich bewußt nicht geantwortet und meine Frau für mich lügen lassen.
Das ist ein Teil meiner (und nicht nur meiner) Realität.

Lassiter schrieb:
Aber soll ich jetzt das System stürzen wollen?? Ich kenn einfach kein Besseres. Würde es uns nach einem Umsturz denn wirklich besser gehen, deiner Meinung nach???

In wiefern??
Materiell?? wahrscheinlich Nein! ich glaube (und fürchte als hedonistischer Mensch), dass ein Umsturz vorerst mit deutlichen materiellen Einbußen einhergehen würde, obwohl ich auch hier die unglaubliche Produktivität sehe, die die Menschheit erreicht hat und deshalb hoffe, dass wir (Menschheit) uns diese Produktivität schnell allgemein zugänglich machen könnten.
Humanistisch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass sich Besserung einstellen würde.
Ich würde lügen wenn ich sage ich hätte keine Angst vor einem Umsturz wäre aber bereit es zu wagen, da es für mich keine alternative ist zu sagen: "Ey ich leide zwar an Parkinson behalte es aber lieber, da danach ja Krebs kommen könnte"

Lassiter schrieb:
Hör auf, so zu tun, als hätte ich von dem Recht zu Denken gesprochen.

Ja war nicht der beste Stil, ist aber meiner entgleisten Emotion, bezüglich vieler anderer Kommentare entsprungen und deshalb gewollt überspitzt formuliert gewesen, Sorry hierfür.

Lassiter schrieb:
Trotzdem ist meiner Meinung nach Schwachsinn, einem Menschen zu wiedersprechen, der sagt, er habe etwas bekommen. Ob vom Staat oder von der Freundin, ob Möglichkeiten oder ne Uhr.

Ich bin nach wie vor der Meinung dass es mein gutes Recht ist zu widersprechen, da ich es ja mit Argumenten belegte (siehe von wem kommt dieser Erfolg usw.).
Ich spreche es ihm ja nicht ab, sondern widerspreche explizit und habe darauf hingewiesen, wie unsäglich unreflektiert diese Aussage ist, diesen Vorwurf muss er sich gefallen lassen denke ich.

Lassiter schrieb:
Zumindest musst du dann eine extrem hohe Meinung von deiner Wahrnehmung haben. Sieht ja aber auch ganz so aus, als ob das der Fall ist.

Hat die nicht jeder??? vor allem in Foren?
Hier fällt mir nur ein Zitat von Eduard Crosina ein:
Intelligenz ist die am Gerechtesten verteilte Gabe -- jeder meint genug davon zu haben!!!

Lassiter schrieb:
Warum hört sich das was du sagst nur alles so an, als ob du dich ständig über "die da oben" auskotzt?? Der Staat bist doch auch du! Ist ja nuneinmal so.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Klassenkämpfen
Karl Marx

Da ich Klassenbewußtsein habe ist es natürlich richtig wenn du von "da oben" sprichst, empfinde mich da "unten" aber nicht als minderwertig, sondern eher als Antagonist zu eben "da oben".
Wir können das auch gerne um 90 Grad drehen, dann reden wir von rechts und links. :)
und wie schon oben erwähnt ich empfinde es nicht als auskotzen, sondern bin natürlich (zumindest mental und verbal) aggressiv gegen das, was ich als falsch erlebe.
Und der Staat bin ich??
hat das nicht mal Ludwig der XIV gesagt: L'Etat c'est moi??
Im Ernst ich bin langsam müde Teil dieses Staates zu sein, was glaubst du wie unendlich frustrierend es für Menschen mit meiner oder ähnlicher Einstellung ist, immer als Depp, Traumtänzer, Spinner usw. diffamiert zu werden und in einer Gesellschaft leben zu müssen in der
Heidi Klums Titten mehr Aufmerksamkeit bekommen als Kinderarmut.
Und das ist kein Geheule (obwohl das bei einigen den Heul-Doch- Reflex auslösen wird), ich bin durch und durch Philantrop, mich entmutigt nur die Systematik, wie die Menschen miteinander umgehen.

Lassiter schrieb:
Wenn Samy sagt, das Land hat ihm was gegeben, spricht er doch nicht in erster Linie von wasweißich merkelschröderkohl oder wemauchimmer. Er spricht ja auch von der Jugend, seinen Plattenkäufern, den Leuten, die ihn beim Aufbau seines Crossover-Vereins unterstützen undsoweiter. Wir alle sind ja nunmal auch genauso Teil des Landes wie der andere Teil.

Dann soll er das auch bitte so sagen und nicht durch (unbewußte) Abstraktion von der Wirklichkeit, völkischen Mist verbreiten.
Ich finde es stillos von den konkreten Faktoren (Menschen, Fans usw.) zu abstrahieren und das schlicht (im wahrsten Sinne des Wortes) als Deutschland zu (pseudo) sublimieren.

Oh man ist echt ewig lang geworden.
Verzeihung an diejenigen die ich damit gelangweilt habe.
Wenn Lassiter, auf den ich ja hier antwortete, interesse an einer Weiterführung des Dialogs hat, sollten wir das vielleicht nicht hier im Thread sonder via PN machen.
peZe
Chesus


***Unter den Blinden ist der Einäugige König.***

Dirt_Style schrieb:
und die russen hatten übrigens exakt denselben plan, auch das ganze system dort war ähnlich strukturiert mit gulags, etc...

Scheiß ma auf die Russen: Wieso müssen sich die Italiener kein Geheule wegen dem römischen Imperium anhören? Die wollten ja nicht nur mehr Land, die wollten ja die ganze (ihnen bekannte) Welt erobern... und dann haben sie's auch gemacht! Wenn Asterix nicht gewesen wäre, würden wir jetzt alle von Pizza und Spaghetti... ah, okay, verstehe wieso da keiner motzt.

Messias schrieb:
linken Intellektuellen

Ein intellektueller Mensch ist nicht hart links.

Messias schrieb:
Wer das begriffen hat, versteht was Streng meint, wenn er sagt "Nie wieder Deutschland..."
was für mich synonym ist mit "Nie wieder völkisches bzw. Führerdenken" (und damit meine ich nicht Adolf, der nächste Führer wird anders sein, vielleicht wird die Führerschaft ja auch objektiviert.. ach ne, ist sie ja schon, Kapital respektive Geld haben doch ähnliche Züge!!)

Das ist einfach völliger Schwachsinn. Mehr kann man dazu garnicht sagen. Es ist einfach Schwachsinn. Es ist paranoider Schwachsinn, okay. Aber Schwachsinn bleibt Schwachsinn.

Messias schrieb:
und noch mal abschließend zum Thema:
Deutschland ist in den groben Zügen nicht anders als die anderen westlichen kapitalistischen Staaten, nicht schlechter aber eben
auch nicht besser.

Das hat auch niemand behauptet...?!

Es ist halt einfach nur schön. [eyes]

Das sind andere Länder auch (außer Frankreich), aber die dürfen auch sagen "unser Land ist schön" ohne dass die Linken heulen.

Sind die Linken vielleicht nur bei uns dumm?


IMAGE(http://www.chrizzo.de/commandandconquer/commandandconquer720px.png)

[purple]WER WAS NIEDLICHES SEHEN WILL HIER KLICKEN!!![/purple]IMAGE(http://chaos-ally.eu/images/smilies/bunny.gif)

www.chrizzo.de

Häschen Häschen Häschen

bcrulez schrieb:
Ein intellektueller Mensch ist nicht hart links.

Bingo! [bouncy]



IMAGE(http://www.chrizzo.de/commandandconquer/commandandconquer720px.png)

gott, schreibt doch nich seitenlange monologe.

mit polemik wird eure meinung auch nicht schlüssiger.

kurz gesagt.

ich liebe mein land und hab nationalstolz. damit grenze ich niemanden aus. jeder imigrant kann mit mir diesen stolz teilen, das ist kein vip-club, sondern eine gemeinschaft. dadurch mindere ich andere länder nicht ab, jeder soll stolz auf seine herkunft sein.

wer sich sowas nicht vorstellen kann ist ein kopfnazi.

wie sagte die oma früher zu ihren hühnern?

"seid keine kopfnazis, meine kleinen"

IMAGE(http://www.nationalflaggen.de/media/flags/flagge-deutschland.gif)


Sei doch nicht so streng mit ihnen.


Auftanken, Gasgeben! Mixtape Der slAxe effect @myspace

die single dis wo ich herkomm, erinnert mich so krass an jaysus ich weiß nicht mal genau warum. aber es riecht verdächtig nach biten

Naja, der Grad zwischen Nationalstolz und Nationalismus ist etwas schmaler als der zwischen einem der sagt ich mag keinen Nationalstolz.
Überleg mal wer da eher der Kopfnazi ist.

Ich finde es grenzt jemanden aus.

Wenn ein Türke im Bus mit einer Türkeijacke sitzt finde ich das dämlich und fühle mich null mit ihm verbunden.

Ich meine sein Land zu lieben ist doch was selbstverständliches, wieso also so eine grosse Nummer daraus machen?


Interview mit Jonesmann Blaze und Criz: www.dacorner.de
IMAGE(http://www.dacorner.de/echtemusik.jpg)

bcrulez schrieb:

Messias schrieb:
linken Intellektuellen

Ein intellektueller Mensch ist nicht hart links.

kein intellektueller braucht begriffe wie links und rechts, aber es gibt doch einige die dem extrem linken lager zugeteilt worden sind. brecht, satre, camus ...
das sind eben theoretische linke, keine poltiker und revolutionäre, die sind in der tat selten intellektuell, sondern pragmatiker. und pragmatiker haben in der kultur nun mal nichts verloren, genauso wie intellektuelle in der politik[:D] (schmidt und churchill mal als regelbestätigende ausnahmen außenvor gelassen)


if I'm wrong there is no right

bcrulez schrieb:
Ein intellektueller Mensch ist nicht hart links.

Erstens was ist denn hart links???
und zweitens brauche ich nicht mal Beispiele wie Noam Chomsky oder die Altvorderen (Marcuse, Camus usw.) zu befleißigen, dass jeder sieht was für geistiger Sondermüll ist, den du erzählst.

da spricht die Maus vom Fliegen und es ist schon wirklich ein bizarres Schauspiel, wen jemand, der nicht einmal ernsthaft als intelligent zu bezeichnen ist, über Intellekt urteilt.

Ich sehe, ein ernsthafter Dialog nicht gewünscht und es werden lieber Plattitüden gedroschen.

„Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.“

Orson Welles


***Unter den Blinden ist der Einäugige König.***

Jobsen schrieb:

Messias schrieb:
[...]

Wie ich dich grad abfeier! [...] Danke für die Arbeitsentlastung.

Das habe ich mir auch gerade gedacht. Danke auch von mir. Keine Ahnung, welches masochistische Bedürfnis mich immer wieder hier hertreibt. Wahrscheinlich ist es die völlig naive Hoffnung, auf Reste von Vernunft zu stoßen.
Bei dem mit penibel recherchierten Details garnierten und personalisierten Haß, der einem von gewissen Vögeln mittlerweile entgegengeschleudert wird, fängt man jedoch fast an, sich zu überlegen, wieviele persönliche Äußerungen man noch gefahrlos tätigen kann. Nicht, daß Azrael und Nicoum eines Tages ihre Kameraden schicken um den Volksschädling auszumerzen.
[8D]


IMAGE(http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/images/adorno_c.jpg)

scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein, andere als nazis hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen.

damit ist jetzt schluss.


schön, dass du die parodie entdeckt hast.


courtmasta schrieb:
scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein, andere als nazis hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen.

damit ist jetzt schluss.


Sekunde mal, das hast du doch eben auch gemacht [:D]


Interview mit Jonesmann Blaze und Criz: www.dacorner.de
IMAGE(http://www.dacorner.de/echtemusik.jpg)

Ja, war sehr lustig.

Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:

Also ich finde den Track von Samy nicht schlimm, nur irgendwie nichtssagend. Die Reaktionen auf die ein zwei Zeilen sind völlig überzogen. Wie schon dieser Futzi in seinem Blog geschrieben hat, sind Kritiken zu diversen anderen Rappern die HipHop weitaus mehr geschadet haben viel berechtigter.


Interview mit Jonesmann Blaze und Criz: www.dacorner.de
IMAGE(http://www.dacorner.de/echtemusik.jpg)

courtmasta schrieb:
scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein, andere als nazis hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen.

deine aussage könnte man genauso gut umkehren, sprich: scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein andere als harte linke hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen...

courtmasta schrieb:
damit ist jetzt schluss

dialog ist wichtig auch wenn die zwei seiten teilweise in überspitzter form ihre meinungen kundtun


diggin the crates 2.0 / searching for the soul rebel / doin' fancy footwork with my ghetto boombox / telling you secrets /
nous sommes des amis de la musique electronique / i came from hiphop / all eyes on me

courtmasta schrieb:
scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein, andere als nazis hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen.

damit ist jetzt schluss.

Und das bedeutet jetzt genau was?


IMAGE(http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/images/adorno_c.jpg)

streng schrieb:

Jobsen schrieb:

Messias schrieb:
[...]

Wie ich dich grad abfeier! [...] Danke für die Arbeitsentlastung.

Das habe ich mir auch gerade gedacht. Danke auch von mir. Keine Ahnung, welches masochistische Bedürfnis mich immer wieder hier hertreibt. Wahrscheinlich ist es die völlig naive Hoffnung, auf Reste von Vernunft zu stoßen.
Bei dem mit penibel recherchierten Details garnierten und personalisierten Haß, der einem von gewissen Vögeln mittlerweile entgegengeschleudert wird, fängt man jedoch fast an, sich zu überlegen, wieviele persönliche Äußerungen man noch gefahrlos tätigen kann. Nicht, daß Azrael und Nicoum eines Tages ihre Kameraden schicken um den Volksschädling auszumerzen.
[8D]


IMAGE(http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/images/adorno_c.jpg)

siehst du, allein die tatsache dass du in erwägung ziehst, dass irgendwelche forentypen dir gewalt antun wollen könnten, weil du deine meinung hier reinschreibst, zeugt von der paranoia, die zu so verqueren statements führt, wie sie hier teilweise kommen. und wer mit so dermaßen radikalen meinungen wie du daherkommt, der muss sich gegenwind - oft auch wirklich empörten gegenwind - einfach gefallenlassen. du bist doch so ein großer freund der kritik. genauso wie du hier jedem, der nicht deine ansichten teilt, vorwirfst ein nazi zu sein, genauso musst du damit rechnen, dass diese leute dann eben enorm empfindlich und sauer auf dich reagieren. verstehst du, keiner hier ist rechts oder so, auch wenn du dir das gern so zurechtlegst und versuchst den leuten die worte im mund zu verdrehen.. und nur weil sie nicht so extrem unterwegs sind wie du heisst das nicht dass sie rechts sind.

streng schrieb:

courtmasta schrieb:
scheint hier irgendwie in mode gekommen zu sein, andere als nazis hinzustellen, um sich selber im recht zu fühlen.

damit ist jetzt schluss.

Und das bedeutet jetzt genau was?

dass du jetzt argumentationen ohne den "ihr seid alles nazis"-joker führen musst.


Messias schrieb:
und zweitens brauche ich nicht mal Beispiele wie Noam Chomsky oder die Altvorderen (Marcuse, Camus usw.) zu befleißigen, dass jeder sieht was für geistiger Sondermüll ist, den du erzählst.

Nur weil jemand 'n Buch schreiben darf und 'n paar Leute das für geistreich halten, ist derjenige längst nicht intellektuell - da kannste Dieter Bohlen und Charlotte Roche fragen.

Wer rechts ist, ist dumm. Wer links ist, ist dumm. Eigentlich ist jeder, der nicht 100%ig meiner Meinung ist dumm. Weil ich Recht habe. Da könnt ihr Spinner hier soviel paranoiden Wahnsinn verbreiten wie ihr wollt.

Hate schrieb:
Wenn ein Türke im Bus mit einer Türkeijacke sitzt finde ich das dämlich und fühle mich null mit ihm verbunden.

Warum trägt der auch eine Türkeijacke, wo er doch in Deutschland lebt?


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[purple]WER WAS NIEDLICHES SEHEN WILL HIER KLICKEN!!![/purple]IMAGE(http://chaos-ally.eu/images/smilies/bunny.gif)

www.chrizzo.de

Häschen Häschen Häschen

Dirt_Style schrieb:
siehst du, allein die tatsache dass du in erwägung ziehst, dass irgendwelche forentypen dir gewalt antun wollen könnten, weil du deine meinung hier reinschreibst, zeugt von der paranoia, die zu so verqueren statements führt, wie sie hier teilweise kommen. und wer mit so dermaßen radikalen meinungen wie du daherkommt, der muss sich gegenwind - oft auch wirklich empörten gegenwind - einfach gefallenlassen. du bist doch so ein großer freund der kritik. genauso wie du hier jedem, der nicht deine ansichten teilt, vorwirfst ein nazi zu sein, genauso musst du damit rechnen, dass diese leute dann eben enorm empfindlich und sauer auf dich reagieren. verstehst du, keiner hier ist rechts oder so, auch wenn du dir das gern so zurechtlegst und versuchst den leuten die worte im mund zu verdrehen.. und nur weil sie nicht so extrem unterwegs sind wie du heisst das nicht dass sie rechts sind.

Immerhin wünschen die Leute mir den Tod. Ja, bla, HipHop-Lingo, ich würde den Leuten sowas trotzdem NIE schreiben. Natürlich war es von mir halb ironisch und überspitzt gemeint, ich habe nicht wirklich Angst und es überrascht mich nicht, daß die Leute so aufgebracht reagieren. Selbstverständlich nicht, ich rechne damit und provoziere das ja bis zu einem gewissen Grad auch! Dieses zwanghafte Ausbuddeln persönlicher Details, die man irgendwann mal in diesem Forum hat fallen lassen ist dennoch sehr unangenehm und ekelhaft. Obendrein kenne ich (vielleicht im Gegensatz zu dir) tatsächlich Vorkommnisse, wo Leute wegen politischer Äußerungen im Internet reale Probleme bekommen haben. Ein Quentchen Paranoia mag daher rühren.

courtmasta schrieb:
dass du jetzt argumentationen ohne den "ihr seid alles nazis"-joker führen musst.

Ok. Ich kann auf solche polemischen Impliktationen auch verzichten. Fragt sich nur, wie es bei der Gegenseite aussieht und wie das da geahndet wird. Dir ist aber schon klar, daß eine Kritik an völkischen Kontinuitäten und dem dazugehörigen Denken was anderes ist als die Verkürzung "Ihr seid alles Nazis"?

Naja, führt alles bißchen weit weg von Samy Deluxe gerade.


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streng schrieb:

Ok. Ich kann auf solche polemischen Impliktationen auch verzichten. Fragt sich nur, wie es bei der Gegenseite aussieht und wie das da geahndet wird. Dir ist aber schon klar, daß eine Kritik an völkischen Kontinuitäten und dem dazugehörigen Denken was anderes ist als die Verkürzung "Ihr seid alles Nazis"?

sicher.

nur ich sehe einfach, dass diskussionen politischer hinsicht niemals sinn machen auf dieser seite, weil nie auf eigentliche argumente eingegangen wird.

es wär schön, wenn man das irgendwie ohne diese schubladen hinbekomen könnte.


Jiniuz schrieb:
dialog ist wichtig auch wenn die zwei seiten teilweise in überspitzter form ihre meinungen kundtun

xD..dialog..putzig..als nächstes behauptest du noch hier würde sowas wie
ne diskussion stattfinden xD..

als wäre all das hier und überhaupt mehr als nur mal,ohne irgentwelche
konsequenzen befürchten zu müssen,seine meinung auskotzen..
und durch quoting reaktionen zu provozieren um erneut seine
meinung auskotzen zu können..klar jeder versucht hier den andren
von der richtig- und wichtigkeit seiner meinung zu überzeugen..
macht ja auch spass sein weltbild mal hübsch ausformuliert
irgent jemanden zum frass vorzuwerfen..wo hat man sonst die möglichkeit dazu?...vorallem ohne unterbrochen zu werden..
ich seh das alles als n gesunden weg mal n paar frustrationen
loszuwerden und spass zu haben..darum gehts doch schliesslich im
hiphop..

man kann sich mal n bisschen wichtigtun und dann wieder in seinen
fremdbestimmten alltag zurückkehren..


O² gibt ihnen ihre freiheit zurück!

bcrulez schrieb:

Messias schrieb:
und zweitens brauche ich nicht mal Beispiele wie Noam Chomsky oder die Altvorderen (Marcuse, Camus usw.) zu befleißigen, dass jeder sieht was für geistiger Sondermüll ist, den du erzählst.

Nur weil jemand 'n Buch schreiben darf und 'n paar Leute das für geistreich halten, ist derjenige längst nicht intellektuell - da kannste Dieter Bohlen und Charlotte Roche fragen.

Wer rechts ist, ist dumm. Wer links ist, ist dumm. Eigentlich ist jeder, der nicht 100%ig meiner Meinung ist dumm. Weil ich Recht habe. Da könnt ihr Spinner hier soviel paranoiden Wahnsinn verbreiten wie ihr wollt.

Hate schrieb:
Wenn ein Türke im Bus mit einer Türkeijacke sitzt finde ich das dämlich und fühle mich null mit ihm verbunden.

Warum trägt der auch eine Türkeijacke, wo er doch in Deutschland lebt?


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[purple]WER WAS NIEDLICHES SEHEN WILL HIER KLICKEN!!![/purple]IMAGE(http://chaos-ally.eu/images/smilies/bunny.gif)

Das spielt überhaupt keine Rolle.


Interview mit Jonesmann Blaze und Criz: www.dacorner.de
IMAGE(http://www.dacorner.de/echtemusik.jpg)

streng schrieb:

Jobsen schrieb:

Messias schrieb:
[...]

Wie ich dich grad abfeier! [...] Danke für die Arbeitsentlastung.

Das habe ich mir auch gerade gedacht. Danke auch von mir. Keine Ahnung, welches masochistische Bedürfnis mich immer wieder hier hertreibt. Wahrscheinlich ist es die völlig naive Hoffnung, auf Reste von Vernunft zu stoßen.
Bei dem mit penibel recherchierten Details garnierten und personalisierten Haß, der einem von gewissen Vögeln mittlerweile entgegengeschleudert wird, fängt man jedoch fast an, sich zu überlegen, wieviele persönliche Äußerungen man noch gefahrlos tätigen kann. Nicht, daß Azrael und Nicoum eines Tages ihre Kameraden schicken um den Volksschädling auszumerzen.
[8D]


IMAGE(http://www.ish.uni-hannover.de/Dateien/images/adorno_c.jpg)

Oh je, oh je...

Was soll man dazu noch sagen. Wie du bereits in einem anderem Thread festgestellt ahst, habe ich auch schon Aussagen von dir unterstützt...demnach ist das hier kein "persönliches" Problem mit dir.

Was mich einfach stört sind die extremen politischen Ansichten.
Ob nun links oder rechts, das sind für mich nur zwei Seiten einer Medaille.
In Sachen Intoleranz, Gewalt etc. geben sich beide Seiten einfach nichts. Man schaue sich nur einmal Kriminalstatitiken an, dort wirst du keinen erheblichen Unterschied der Gewaltdaten, Sachbeschädigungen etc. zwischen eben diesen beiden Gruppen finden.

Und um zurück zu kommen auf mein Statement am Anfang dieses Threads...mir geht es darum das man Menschen auch MIT Nationalstolz nicht verurteilen oder ähnliches sollte, so lange sie nicht andere in irgendeiner Form einschränken.
Und ich denke, um ein Beispiel zu nennen, dass ein Courtmasta trotz seines bekundenen Nationalstolzes niemanden benachteiligt...also, wo liegt hier das Problem bei dir?


Wenn man in igendeiner Höhle einen Schalter anbrächte und mit dem Hinweis "Schalter für das Ende der Welt. BITTE NICHT DRÜCKEN!" beschriftete, so hätte die Farbe kaum Gelegenheit zu trocknen!

kann es kaum erwarten

Oh man ist echt ewig lang geworden.
Verzeihung an diejenigen die ich damit gelangweilt habe.
Wenn Lassiter, auf den ich ja hier antwortete, interesse an einer Weiterführung des Dialogs hat, sollten wir das vielleicht nicht hier im Thread sonder via PN machen.

Ach was, nein, für solche Diskussionen fehlt mir im Moment die Zeit^^. Wie du jetzt gesehen hast, bin ich auch nicht täglich on, etc. Außerdem sind unsere Standpunkte ja jetzt schon viel klarer geworden - ich will ja nicht, dass du meiner Meinung bist. Ich bin kein Missionar. Und erst recht kann ich hier nicht als Verfechter des Kapitalismus auftreten, geschweige denn als Sozialismus- bzw. Marxismuskritiker; damit hast du dich ja vielmehr auseinandergesetzt als ich.
Ach und diejenigen, die von diesen ellenlangen Beiträgen genervt sind, sollnse nicht lesen.
Trotzdem sorry, dass es scheinbar immer länger wird^^

Lassiter schrieb:
Läuft das anders, in dem Staat, in dem du leben willst? Kein Geben und Nehmen?

Da dieser Staat eine Utopie (und hier explizit als Wunsch nicht Luftschloss aufzufassen) ist, kann ich dir wahrscheinlich keine befriedigende Antwort geben.
Ja ich bin Befürworter des Sozialismus, aber nicht in dem Sinne, wie ihn der normale Mensch,der sich i.d.R. nicht mit einschlägiger Theorie befasst hat, versteht.
Das normale Bild ist geprägt durch Systeme die ebenso menschenfeindlich und materialistisch waren/sind wie der Kapitalismus (Stalinismus in der UDSSR usw.).
Ich rede von einem Sozialismus der genau das erreichen soll, was Marx meines Erachtens aussagen wollte:
Die volle Verwirklichung des Menschen und die Freiheit von gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen in der Tradition von menschlicher Würde und Solidarität.
Auch hier müsste ich den Umfang über die Maßen strapazieren um einer Darstellung gerecht zu werden, die sich nicht oberflächlich als komplett spinnert rezipieren ließe.
Aber klar gibt es dort auch Geben und Nehmen;
aber nicht in der derzeit akuten Warenform sondern aus Freiheit, oder zur Zirkulation.

Wenigstens gibst du zu, dass es nur eine Utopie ist ;)
Ich hab ja erstaulnicherweise ein ziemlich ähnliches Bild vom Sozialismus, nur dass ich mich bei weitem nicht so viel damit auseinandergesetzt habe, wie du. Ich war ungefähr 13 als ich zu meiner Mutter meinte, dass der Sozialismus im Marx´schen Sinne eigentlich nie durchgeführt wurde^^. Aber wie gesagt, seitdem hab ich mich kaum weitergehend damit beschäftigt. Von daher kritisiere ich ja nicht dein System - selbst, wenn ich wollte, könnte ich ja auch gar nicht, da es nicht existiert.

"Die volle Verwirklichung des Menschen und die Freiheit von gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen in der Tradition von menschlicher Würde und Solidarität." Naja, daran glaub ich nicht mehr. Das ist wie Weltfrieden in meinen Augen. Vielleich bin ich ja auch nur desillusioniert.
Solange es Menschen gibt, gibt es Kriege, Unterdrückung, Ausbeutung, Profiteure und Leidtragende.
Aber solange es Menschen gibt, gibt es meiner Meinung nach auch Liebe, gibt es Frieden irgendwo, Solidarität und Unterstützung. Man kann jetzt bestürzt sein über die erste Aussage, oder, dank der zweiten, eben nicht. Aber was davon man ist, entscheidet kein System und keine Greultaten. Das entscheidest du in deinem Kopf.

Achja und der begriff nationalstolz....mir geht es um was vollkommen anderes, wie schon gesagt, mir geht es darum zu sagen: ja ich bin deutscher, das ist mein land. ohne irgendwelche negativen gedanken über irgendwen. Ich finde, das sollte mir und jedem, der sich danach fühlt, erlaubt sein, ohne dass er dafür angefeindet wird und ihm vorgeworfen wird, die Vergangenheit zu verleugnen, oder zum Vergessen aufzurufen.
Und um das mal klarzustellen: das heißt für mich NICHT, sich damit zufrieden zu geben, was alles unter deutscher Flagge passiert und alles gutzuheißen bis stillschweiged hinzunehmen. Ganz im Gegenteil, für mich ist diese Anti-haltung kontraproduktiv, wenn man dieses Land verbessern will. Anti-haltung nicht in dem Sinn, gegen ETWAS zu sein, sondern dieses gegen-ALLES.
Du nimmst dir ja den Luxus ´raus, ein System zu favorisieren, dass es nicht gibt und, das sich aller Voraussicht nach, nie "beweisen werden muss". Gleichzeitig kritisierst du unser System dafür, dass es nicht so ist wie dein Favorisiertes. Letztenendes ist das eine sehr komfortable Situation. Denn du bekennst dich zu nichts. Dann kann man dafür natürlich auch schlechter kritisiert werden als ich oder Samy, der sagt "ich bekenne mich zu Deutschland." Du bekennst dich ausschließlich zu ein paar Schriften. Und kannst dadurch ständig in der Position sein, anzuprangern, was falsch läuft und warum. Das ist doch ziemlich einfach, oder nicht??
Wenn du eine Realität dafür kritisierst, dass sie schlechter ist als eine Utopie, ist das in meinen Augen fast sehr naiv. Zumindest aber die "Besserwisser"-Position. Woher wolln wir denn wissen - nicht, obs uns dann besser geht -, ob diese Utopie überhaupt durchführbar ist??
Das - und auch deine Kritik an dem Lied - wirkt so, als wollest du unbedingt erstmal das Negative sehen, wenn du an Deutschland denkst. Für mich ist das OK und nachvollziehbar. Aber du hast ja scheinbar auch was dagegen, wenn es den anderen nicht so geht, wenn sie mal Postives sehen WOLLEN. Wenn sie bisher zwar auch nicht viel Positives gesehen haben und das jetzt ganz bewusst ändern wollen. Weil das will Samy doch mit diesem Lied erreichen.
Viele verbinden mit Deutschland in erster Linie Negatives. Unsere halbe Generation. Also versucht er, das ein bisschen zu entkrampfen.
Und es gibt heutzutage nunmal einige Menschen, die kaum andere Identifikationsmöglichkeiten haben - oder sie nicht kennen und deshalb nicht wahrnehmen. Das mag schlecht sein, aber es ist nunmal so. Wenn die dann im Freundeskreis, etc. sehen, dass jeder die Flagge seiner Heimat hochhält, nur die Deutschen nicht, fängt man dann vielleicht an sich zu schämen oder die anderen zu beneiden. Dies kann ja auch zu Identifikationsproblemen führen, wenn man generell keine gefestigte Persönlichkeit hat. Und dies wiederum kann dazu führen, dass man sich unwohl fühlt in seiner Haut. Wie viele Deutsche laufen auf hiphop.de rum, die gerne schwarz wären oder Türken?
Versuch jetzt bitte nicht, das hinzustellen als hätte ich gesagt "Mangelnder Nationalstolz führt zu Problemen mit dem Selbstwertgefühl." Ich hab das extra ein bisschen mehr ausgeführt, um das ein bisschen differenzierter darzustellen.

Nein, Nein. Ich bin bei weitem nicht der Meinung, dass mein Land perfekt ist. Auch nicht besser oder schlechter als die meisten Anderen.

Deutschland hat wahnsinnig viele Probleme. Unfassbare Ungerechtigkeiten, die unter deutscher Flagge stattfinden. Aber sobald sich auch nur wenige (Mio) Menschen zusammenfinden zu einer Geimeinschaft, solange wird es diese Dinge geben, die du anprangerst. Nicht die Umstände formen die Menschen, meiner Meinung nach ist das andersrum. Und dadurch, dass du die Umstände änderst, wirst du die Menschen aber nicht ändern können.

Lassiter schrieb:
Sondern damit man die Möglichkeit dazu hat, das zu sein, was dir höchstwahrscheinlich ein Graus ist: ein funktionierendes Mitglied dieser Gesellschaft.

Ist das so??
Ich denke ich bin viel mehr "funktionierendes Mitglied" als mir lieb ist und auch das aus Gründen des ökonomischen Zwangs, da ich Kinder (Plural) zu ernähren habe und mich deshalb den gültigen Spielregeln widerwillig beuge (... auch hier der Verweis auf Marx der ein sich selbst reproduzierendes System konstatierte, da eine Minderheit zu schwach ist was zu ändern und deswegen mitmachen muss, wenn sie nicht ökonomisch und damit auch gesellschaftlich untergehen will;
ganz schön pfiffiges Biest der Kapitalismus!)

Nur befremdet mich die scheinbare Einstellung, dass jeder der denkt oder sich ähnlich äußert wie ich, ein armer Willi sein muss.
Ich verdiene mehr als genug Geld (auch mit dem Bewußtsein dass ich mehr einbringe als ich bekomme), so dass es mir gleich sein könnte, ich habe doch meine warme Furzmolle, immer Nutella auf dem Weißbrot und Angoraunterwäsche, wenn Petrus Bitchmoves fährt.
Aber genau deshalb sehe ich hier meine Verantwortung aus der Position eines (scheinbar) Begünstigten: Widrigkeiten durch profunde Kritik zu bekämpfen.
Bewußtsein ändert mehr als der blinde Aktionismus (der psychologisch auch ein Kind der kapitalistischen Produktionsweise ist) der hier zyklisch eingefordert wird (Zitat: Immer nur nörgeln aber nichts machen...).
Das ist eben kein Nörgeln, sondern Werbung für Bewußtsein, dass wenn es dem Menschen immanent ist, viel mehr ändert und ändern wird als allgemein angenommen.
Und verflucht noch mal (hier wird es emotional für mich und das bezieht sich auf den oben ganannten Punkt meiner Verantwortung):
Wie viel mehr verdreht als meine Utopie, ist es, wenn ich meiner Tochter erklären muss, dass wir längst den ganzen Planeten ernähren könnten und jeden Tag Menschen verrecken weil die einen Rocher fressen und 5 Liter Hubraum Autos fahren und die anderen auf den Knien in Reisfeldern liegen, um diese Ungleichheit weiter anzuheizen (ich neigen zur Hyperbel ich weiß).
Auf die simple Frage meiner Tochter "Papa ist die Welt gut" habe ich bewußt nicht geantwortet und meine Frau für mich lügen lassen.
Das ist ein Teil meiner (und nicht nur meiner) Realität.

Du sagst, du machst mehr als nur nörgeln? Was denn? Profunde Kritik??? In welcher Form? Wo?? Ich halte dich für intelligent genug, dass ich nicht davon ausgeh, dass du diese Diskussion hier zwischen uns oder in anderen InternetForen wie diesem meinst, oder??? Wenn du jetzt sagst, du veranstaltest öffentliche Diskussionsrunden oder wasauchimmer - ok, dann ist das dein Ansatz, etwas zu verändern, aber dann betrifft meine Kritik des "ausschließlich meckerns" dich ja auch nicht. Kritik an sich ist unbedingt notwendig zum Fortschritt. Sam selbst kritisiert doch in dem Song dieses Land, die Menschen und gesellschaftliche Misstände. In dem Lied, von dem ihm vorgeworfen wird, Deutschtümelei zu betreiben, die Verbrechen der Vergangenheit zu verherrlichen und die Zustände hier zu glorifizieren.
Nur weil du, sobald jemand von Deutschland oder vom Kapitalismus spricht, alles mögliche kritisierst, machst du richtig, was ich falsch mache? Solange du meckerst, wenn jemand Deutschland sagt, ist dein Verhalten besser als meins?? Ich meine: Im Endeffekt lebst du doch ein genauso an den Kapitalismus angepasstes Leben wie ich? Du zeugst Kinder in dieses - für dich - auf Ausbeutung-basierendem System und wünscht dir was für sie und ihre Zukunft...?? Ich mein nicht den idealistischen Traum, sondern den realistischen Wunsch?? (ist jetzt überhaupt nich angreifend oder agressiv gemeint, sorry, wenns so klingt. ich will damit echt nicht persönlich werdn oderso)
Wann hast du denn deinen letzten Rocher gegessen?? Deine letzten Nikes getragen?? Bist du Vegetarier?? Veganer??? Jeden Tag müssen doch unfassbar viele Rinder Todesqualen ausstehen, für ein paar Steaks auf ein paar Tellern. Du musst doch bestimmt nur mal auf youtube gucken für die entsprechenden Videos mit den entsprechenden lebensverachtenden Vorgängen.

So funktioniert die Welt nunmal leider. Mein Traum ist auch, dass sich das alles ändert. So wie ich im früher noch an Weltfrieden geglaubt habe. Vielleicht siehst du das jetzt, als hätte ich resigniert. Für mich, wie gesagt, bin ich eher desillusioniert.

Und ich verstehe dich wirklich sehr gut, dass du nicht Teil von Etwas sein willst, von dem du dich permanent angefeindet fühlst. Samy ist es doch genau so gegangen. Aber das ist ja der Punkt, meiner Meinung nach. Die Anfeindungen finden von Teilen dieses Landes statt. Aber es gibt auch noch andere Teile dieses Landes, du und deine Freunde zählen ja genauso dazu. Lass doch nicht die intoleranten Spinner stellvertretend für das Land stehen, in dem du aufgewachsen bist und lebst, sondern steh selbst stellvertretend. Das ist mitlerweile meine Sichtweise und so seh ich das auch bei Sam. Natürlich: wenn ich der Meinung wäre, dass die Spinner hier in der Mehrheit wärn oder der Anteil an Spinnern auffällig höher als in anderen Ländern, könnte ich mich auch nicht dazu bekennen oder Ähnliches. Aber, wie gesagt, was das angeht, denke ich, sobald nur genug Menschen zusammenkommen, wird es auch immer genug Spinner geben. Ganz gleich, welche Nationalität oder welches politische System.

Lassiter schrieb:
Aber soll ich jetzt das System stürzen wollen?? Ich kenn einfach kein Besseres. Würde es uns nach einem Umsturz denn wirklich besser gehen, deiner Meinung nach???

In wiefern??
Materiell?? wahrscheinlich Nein! ich glaube (und fürchte als hedonistischer Mensch), dass ein Umsturz vorerst mit deutlichen materiellen Einbußen einhergehen würde, obwohl ich auch hier die unglaubliche Produktivität sehe, die die Menschheit erreicht hat und deshalb hoffe, dass wir (Menschheit) uns diese Produktivität schnell allgemein zugänglich machen könnten.
Humanistisch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass sich Besserung einstellen würde.
Ich würde lügen wenn ich sage ich hätte keine Angst vor einem Umsturz wäre aber bereit es zu wagen, da es für mich keine alternative ist zu sagen: "Ey ich leide zwar an Parkinson behalte es aber lieber, da danach ja Krebs kommen könnte"

Um bei deinen Vergleich zu bleiben, verteufelst du das Parkinson pausenlos und lobst etwas über den Klee, womit du dich im Moment nicht so realistisch auseinandersetzen musst wie mit *richtigenArtikeleinsetzen* Parkinson. Könnte ja auch der Tod sein. Ich bin nicht der Meinung, das man lieber nichts ändern sollte, weil es dann schlimmer sein könnte. Klar, dass nicht jede Änderung Besserung bedeutet. Für mich klingt das, was du sagst eher so "Ich leide an Parkinson, es MUSS was geändert werden!!!!! Was?? Keine Ahnung! Wie?? Keine Ahnung! Aber VERDAMMTNOCHMAL es MUSS jetzt was geändert werden und wenn ich mir die Gliedmaßen rausreiße!!!!!!" (letzter Teil geschrien) (ja, ich neige zur Dramatik ;) )^^ Jedenfalls: ich bin der Meinung, dass man nicht um jeden Preis was ändern sollte bzw. muss - im Laufe der Zeit hat die Menschheit nämlich auch einige hohe Güter erlangt und man hat letztlich viel mehr zu verlieren als du dir vielleicht auch bewusst machst. Wer weiß, wo unsere Rechte bleiben im Zuge einer Revolution. Wer weiß, wo all die schönen Vorstellungen und die Worte Karl Marx´ bleiben und ob am Ende vielleicht die Marxisten sagen "ja, jetzt haben wir eine Form des Sozialismus, aber schon wieder nicht im Marx´schen Sinne." Vielleicht ist genau das ja gar nicht durchführbar. Wer weiß?
Dass du felsenfest und ohne jeglichen Zweifel davon überzeugt bist, wie du sagst, dass das Miteinander besser werden würde....das ist für mich Ausdruck davon, wie unrealistisch dieser Glaube ist. Du hast dann einen unfassbaren Glauben an die Menschheit. Für mich stellt es sich so dar: die Menschen machen das System, und das System hat dann sicher einen großen Einfluss auf die Menschen - aber das System macht nicht die Menschen - vor allem macht es sie nicht besser oder schlechter, als sie sind.
Dass du denkst, das Miteinander würde sich definitiv bessern, wenn man die Mehrheit in ein System zwängt, in dem sie nicht sein wollen....ist für meine Wahrnehmung eine komische Sichtweise, sorry.

Lassiter schrieb:
Trotzdem ist meiner Meinung nach Schwachsinn, einem Menschen zu wiedersprechen, der sagt, er habe etwas bekommen. Ob vom Staat oder von der Freundin, ob Möglichkeiten oder ne Uhr.

Ich bin nach wie vor der Meinung dass es mein gutes Recht ist zu widersprechen, da ich es ja mit Argumenten belegte (siehe von wem kommt dieser Erfolg usw.).
Ich spreche es ihm ja nicht ab, sondern widerspreche explizit und habe darauf hingewiesen, wie unsäglich unreflektiert diese Aussage ist, diesen Vorwurf muss er sich gefallen lassen denke ich.

Lassiter schrieb:
Zumindest musst du dann eine extrem hohe Meinung von deiner Wahrnehmung haben. Sieht ja aber auch ganz so aus, als ob das der Fall ist.

Hat die nicht jeder??? vor allem in Foren?
Hier fällt mir nur ein Zitat von Eduard Crosina ein:
Intelligenz ist die am Gerechtesten verteilte Gabe -- jeder meint genug davon zu haben!!!

Ja, natürlich, da hast du schon Recht.
Die Frage ist ja nur, wer entscheidet, ob Sam von diesem Land was bekommen hat? Der Schenkende, der Beschenkte oder eine dritte, unbeteiligte Person?? Wer trifft diese Entscheidung?

Lassiter schrieb:
Warum hört sich das was du sagst nur alles so an, als ob du dich ständig über "die da oben" auskotzt?? Der Staat bist doch auch du! Ist ja nuneinmal so.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Klassenkämpfen
Karl Marx

Da ich Klassenbewußtsein habe ist es natürlich richtig wenn du von "da oben" sprichst, empfinde mich da "unten" aber nicht als minderwertig, sondern eher als Antagonist zu eben "da oben".
Wir können das auch gerne um 90 Grad drehen, dann reden wir von rechts und links. :)
und wie schon oben erwähnt ich empfinde es nicht als auskotzen, sondern bin natürlich (zumindest mental und verbal) aggressiv gegen das, was ich als falsch erlebe.
Und der Staat bin ich??
hat das nicht mal Ludwig der XIV gesagt: L'Etat c'est moi??
Im Ernst ich bin langsam müde Teil dieses Staates zu sein, was glaubst du wie unendlich frustrierend es für Menschen mit meiner oder ähnlicher Einstellung ist, immer als Depp, Traumtänzer, Spinner usw. diffamiert zu werden und in einer Gesellschaft leben zu müssen in der
Heidi Klums Titten mehr Aufmerksamkeit bekommen als Kinderarmut.
Und das ist kein Geheule (obwohl das bei einigen den Heul-Doch- Reflex auslösen wird), ich bin durch und durch Philantrop, mich entmutigt nur die Systematik, wie die Menschen miteinander umgehen.

Wahrscheinlich ist es für dich ähnlich frustrierend wie für mich. Und wenn das dann mal alles zusammenkommt und es mir auch sonst schlecht geht und so dann wirst du mich über diese Gesellschaft und Deutsche auch unfassbar abkotzen hören.
Nur ich hab von dir hier auch noch nicht den Gedanken gelesen, dass es Samy auch ähnlich geht. Und, wie gesagt, in dem Lied, wegen dem ihm Deutschtümelei vorgeworfen wird, sagt er doch genau das, was du jetzt sagt. Er will ", dass Leute endlich aufwachen, und wieder anfangn zu reden.
Nicht über Frauen, Autos und Wetter, sondern, wie man die Bedingungen unser Jugend verbessert. Und zwar jetzt, man!"
Er wünscht sich teilweise ja sehr Ähnliches für diese Gesellschaft, wie du. Bloß die Wege, dies zu erreichen, unterscheiden sich ja grundlegend. Aber es bestehen, in dem, was ihr wollt, ja doch ziemlich große Gemeinsamkeiten.
Mitlerweile habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass es bei diesen ganzen Diskussionen um dieses Lied weniger um das geht, was Samy sagt, sondern, was ein Teil der Leute sagen, die ihm Recht geben. Man sollte halt nur nicht so weit gehe und Samy deren Sachen in den Mund legen - so wie Jiniuz, der hier Samy vorgeworfen hat, er würde zum Vergessen aufrufen [banghead] etc etc

puh da kommt wohl noch n zweiter teil, wies aussieht. etwas später

Lassiter schrieb:
Wenn Samy sagt, das Land hat ihm was gegeben, spricht er doch nicht in erster Linie von wasweißich merkelschröderkohl oder wemauchimmer. Er spricht ja auch von der Jugend, seinen Plattenkäufern, den Leuten, die ihn beim Aufbau seines Crossover-Vereins unterstützen undsoweiter. Wir alle sind ja nunmal auch genauso Teil des Landes wie der andere Teil.

Dann soll er das auch bitte so sagen und nicht durch (unbewußte) Abstraktion von der Wirklichkeit, völkischen Mist verbreiten.
Ich finde es stillos von den konkreten Faktoren (Menschen, Fans usw.) zu abstrahieren und das schlicht (im wahrsten Sinne des Wortes) als Deutschland zu (pseudo) sublimieren.

Eine Sache willst du irgendwie nicht begreifen; in deinen Augen mag das völkischer Mist sein, wenn Samy sagt "Dieses Land hat mir etwas gegeben, danke" aber deswegen ist es noch lange nicht so.
Für denjenigen, der den Satz sagt, stellt es sich nunmal so dar, wie er es sagt. Er könnte sich auch bei seinen Fans bedanken, bei seinen Supporten, bei seinen Freunden und Verwandten (macht er ja auch immer wieder) - aber damit ist doch eben nicht allen gedankt, denen er danken will und der track wäre 10min länger. Er will sich eben auch dafür bedanken, dass er trotz fehlenden Abschlusses, die Möglichkeit hatte, sein Talent so zu nutzen, dass er eine Firma mit Angestellten führt. Er sagt: dieses Land hat mir diese Chancen ermöglicht. Sowohl die Menschen, als auch gesetzliche Regelungen, als auch offizielle Stellen. Du sagst: der Staat profitiert noch mehr davon, dass er ne Firma hat, als er. Ich sag: hä???? wer entscheidet das?? Wie ich ja schonmal meinte, natürlich profitiert der Staat auch davon - der staat von samy und samy vom staat. aber du stellst dich hin und sagst "misverhältnis! Ungerechtigkeit!" der staat muss doch auch von der eröffnung eines geschäfts profitieren??? Wer entscheidet denn , wer wen ausbeutet?? Wann genau findet Ausbeutung statt?? Warum wird Samy ausgebeutet? Wenn der staat bei 80 mio deutschen mehr davon profitiert als der mensch und diese ausgebeutet werden, muss es doch einigen menschen oben an der regierungsspitze wahnsinnig gutgehen und Deutschland muss ja wahnsinnig gut da stehen finanziell und den Regierungen anderer Länder gegenüber?

Messias schrieb:

Lassiter schrieb:
Nix Falsch!
Ja, natürlich ist das der kapitalischtische Staat daran interessiert. Und Samy ist als Mensch in diesem System natürlich auch irgendwie daran interessiert, erfolgreich zu sein.
Dazu nutzt er seine Talente, macht das, was er liebt und kann. Warum nicht? Nutzt die " "Chancen" ", die ihm geboten werden und gibt dafür was zurück. Wo ist das der Fehler? Wär das nicht für uns alle wünschenswert?

Ist mir zu euphemistisch.
Die Relationen stimmen hinten und vorne nicht.
Dieses System basiert (in normalem Fall) auf Ausbeutung (siehe Marx: Wert der Ware Arbeitskraft etc. dauert hier zu lange), sprich: du bekommst für deine Arbeitskraft das was nötig ist, damit du dich reproduzieren kannst, bringst aber deutlich mehr ein.
Wie gesagt ist hier nicht der Platz für, das theoretisch verständlich auszuschmücken.
Ergo fehlt de facto die Äquivalenz, die in deinem Posting durchscheint.

ist mir zu pessimistisch. In diesem Punkt werden wir wohl nicht übereinkommen. Nicht, dass nicht systembedingte Ausbeutung stattfände, das bestreite ich nicht. Und ich will dir ja auch nicht deine Meinung nehmen. Es ist ja so: für dich zeugt diese Aussage, die du da triffst, von Aufgeklärtheit. Für mich nicht, für mich klingt das mehr so Verschwörungstheoretisch.
Wenn du sagst, dieses System basiere auf Ausbeutung: zu wessen Gunsten findet sie den statt??? Wer sitzt den an diesem längeren Hebel? Eine Gruppe multinationaler Konzerne namens "The Company" wie in Prison Break? ;) (ist aber wirklich eine ernstgemeinte Frage).
Wieso mir das zu pessimistisch ist? Weil es bei dir immer wieder darauf hinauslaufen wird, das alle bestehenden Systeme schlecht sind. Und auf dieses Täter/Opfer-Machthaber/Volk-Böse/Gut - ding. Für dich mag das Realität sein. Für mich ist das erstmal ganz krass ausgeprägtes schwarz/weiß-denken.

ich begreife die Welt n bisschen anders als du, glaub ich. Für mich ist das nicht so, die wachsen auf der einen Seite auf, wir auf der anderen und von dem Zeitpunkt an ändert sich nichtsmehr. Die sind Schuld daran, dass die Welt so grausam und grauenhaft ist und ich und wir sind nur die machtlosen Opfer. Versteh mich nicht falsch, natürlich auch ich weiß sehr genau, wie diskriminierend dieses Land ist, allein schon was deine Bildungschancen in Bezug auf deine Herkunft angeht. In diesem Land werden ganz offiziell von Richtern, die Nazis sind, rechtskräftige Urteile gefällt. Polizisten, die von ihren Vorgesetzten versetzt werden, weil sie zu erfolgreich gegen NPD-Anhänger ermitteln, etc etc etc.
Mir ist schon klar, Bilder solcher Art und natürlich noch ganz andere, wirklich schlimme Sachen, verbindest du damit, wenn du Deutschland hörst.
Ich habe das lange Zeit auch getan. Aber es ist weder richtig noch falsch, meiner Meinung nach - sondern eine private Entscheidung. Ich habe mich jetzt dafür entschieden, auch mal positives sehen zu wollen
dieses Land, seine Errungenschaften sind nun mal ein Teil meiner Identität geworden. Die ganzen deutschen Künstler zB die ja auch teilweise den Alltag mitprägen, haben mich und meinen (Musik-)geschmack in erster Linie geprägt. Natürlich auch eine amerikanische Musikrichtung - die habe ich aber nur hier kennengelernt und hätte ich vielleicht eben nicht kennen und lieben gelernt, wenn man in Deutschland immernoch mit amerikanischer Musik und Kultur so umginge wie damals. Wenn Viva oder MTV ende der 90er nicht diesen einen Clip gespielt hätten, etc. Die Aushängeschilder dieser Gesellschaft, die Märchen, die dir als Kind vorgelesen wurden, dass ProSieben die Simpsons seit über einem Jahrzent fast permanent sendet, ohne dass man lange danach suchen muss hat doch meine halbe Generation mitgeprägt - wer in meinem Alter kennts nicht/hats nicht mal gefeiert...? das könnte man ja Ewigkeiten weiterführen, ist zwar n bisschen absurd bzw. klingt komisch und ich glaub ich sollte das eigentlich noch n bisschen ausführen, weil der Punkt vielleicht nicht verständlich geworden ist, aber wahr ist nunmal: das alles und noch viel mehr habe ich mit Menschen gemeinsam, die hier ihr halbes Leben lang leben/gelebt haben. Mit manchen natürlich mehr und mit anderen weniger
Ich fühle mich nicht identitätslos, wenn ich mal wieder von den ganzen Zuständen hier so abgeturned bin, dass ich in dem Moment ein beschissenes Verhältnis zu diesem Land habe, aber trotzdem hat mich so vieles hier geprägt, dass es, wie gesagt, ein teil meiner identität geworden ist. Und das ist der Grund, warum ich auch mal sehen WILL, was gut ist an diesem Land. zB gewisse Rechte, auf die du dich hier auch schon berufen hast

Der Grund dafür, dass die Welt so ist, wie sie ist und du sie beschrieben hast, ist meiner Meinung nach in den Menschen zu suchen und nicht in dem von Menschen erschaffenen System. Du kannst das Schaf jetzt auch schären und es in einen Frack reinzwängen oder in einen bunten Hoody mit ausgefallenen Bildern drauf - es bleibt ein Schaf. Sprich vielleicht könnte man das System ändern, aber die Menschen würden sich dadurch nicht ändern.
Und grade wenn sie materiell dann leiden würden nach einer Revolution, kannst du den Menschen nicht vermitteln, dass das gut ist für sie und sie schon sehen würden und nur durchalten müssten. Wenn die "Revolution" den Menschen etwas nehmen würde, würden sie die "Gegenrevolution" anstreben.

wieso kann ich meinen beitrag nichtmehr bearbeiten?

jedenfalls bei "um bei deinem Vergleich zu bleiben" hab ich die quote-Klammern falsch gesetzt

Habe es zur Kenntnis genommen und werde auch antworten, nur das kann noch dauern, da ich im Moment oft (Lohn)arbeiten - und bis zum Mai meine Diplomarbeit abgeben muss.
Antworten werde ich aber in jedem Falle, da ich einige Sachen nicht unkommentiert stehen lassen kann.
Das wichtigste brennt mir aber jetzt schon so auf den Nägeln, dass ich das gleich jetzt abhandeln möchte.

in dieses -für dich- ausbeutungsbasiernde System

Da fehlen mir fast die Worte.
Als ob diese Ausbeutung subjektiv empfunden oder phantasiert sei; also bitte, ein wenig sollte man die Materie kennen, wenn man sich auf diese Systemdiskussion einlässt.
Aber gut.
Hier eine kleine Grafik (Danke an Wikipedia), wie Mehrwert
(und das Ziel der kap. Produktionsweise ist die Vermehrung des Kapitals durch Generierung von Mehrwert, oder ist das auch wieder subjektives Empfinden?)
entsteht.
IMAGE(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f/fe/Mehrwert_schaubild.png)

"...ein bestimmtes Quantum Kapital (Produktionsmittel) wird Arbeitenden zur Produktion zur Verfügung gestellt. Sie erhalten dafür Lohn, müssen dem Kapitalisten aber den Mehrwert überlassen, der ihm aus dem Verkauf der produzierten Waren verbleibt..."

Beispiel: Du produzierst für 1000 € Waren und bekommst als Lohn 500€, dann bekommst du eben nicht das Äquivalent für diese Waren, sondern nur einen unbedingt kleineren Teil dafür, dass du deine Arbeitskraft verkaufst.
Anders KANN der Kapitalismus nicht funktionieren, das ist Fakt und kein Ökonom der mir bekannt ist, bestreitet diese Funktionsweise.

Die Differenz von 500€ bleiben bei der Person kleben, die über die Produktionsmittel verfügt (und da muss man sich mal die europäische Geschichte anschauen, wie sich dieser Mittel bemächtigt wurde und wie diese Herrschaft über Dynastien tradiert wurde
(das "vom Tellerwäscher-aus-eigener-Kraft"- Märchen ist die Ausnahme, nicht die Regel).
Das IST de facto Ausbeutung, ob man das wahrhaben möchte oder nicht und solche Krisen, wie wir sie derzeit erleben, sind eben nicht der "unmoralischen Gier" einiger Weniger geschuldet (auch wenn Tante Müntefering und der Liebe Guido uns das weismachen wollen)
sondern Produkt dieses Systems.
Es MUSS möglichst viel Mehrwert erarbeitet werde , der sogleich wieder eingesetzt wird, um noch größeren Mehrwert zu produzieren; sonst bist du als einzelner "Kapitalist" auf dem konkurrierenden Markt ganz schnell obsolet, und damit nicht mehr konkurrenzfähig.

"Klingt komisch, ist aber so..:"
Soviel von der Maus für heute.

Hey so macht das Spaß,
eine Antwort pro Abend;
so werde ich dass weiter praktizieren
(es sei denn jemand brüllt, dass das hier alles mittlerweile sowas von OT sei, dann bekomst du ab jetzt PN´s)
Gruß
Chesus


***Unter den Blinden ist der Einäugige König.***

Ich hab momentan auch keine Zeit aufs Thema weiter einzugehen, aber dazu wollt ich schonmal schnell was schreiben

Messias schrieb:
Hey so macht das Spaß,
eine Antwort pro Abend;
so werde ich dass weiter praktizieren
(es sei denn jemand brüllt, dass das hier alles mittlerweile sowas von OT sei, dann bekomst du ab jetzt PN´s)
Gruß
Chesus


***Unter den Blinden ist der Einäugige König.***

ja wir können ja generell kürzer antworten und nicht immer alle themen in einem post abhandeln. Diese endslangen Beiträge frustrieren ja fast, weil die unfassbar zeitraubend sind.
Ich werde eh auch, wie du ja jetzt schon gemerkt hast, nicht jeden Tag die Zeit haben, hier vorbeizuschauen. Aber wie bereits schonma gesagt, soooo lange wird diese "Diskussion" meiner Einschätzung nach nicht mehr gehen - denn, um das auch nochmal klarzustellen: Ich bin kein Verteidiger des Kapitalismus!!! Und meine Antworten sollen weder den Kapitalismus loben noch den Sozialismus verurteilen! Für mich gibts ja nunmal gar keine realistische Alternative...

Der Track mit der Sonne ist ganz gut hab ich am Wochenende festgestellt.

Samy im TV in Österreich Sehr cooler Ausschnitt sponsored by Spit-TV

samy östereich ist echt lustig, die show ist auch gut. die typen die das moderieren sind auch nicht schlecht. ist auch ein deutscher dabei

lohnt sich ma reinzuschaun [:D]


?!

Ausschnitt aus dem Hobnox Pre-Listening mit Liveband:

hatz jemand ??????????????????????????????????????????????????
wie isset ??????????????????????????????????????????????????


letzten sommer dachte ich ich wär bei mario kart/
warum? weil ich auf heroin im cabrio lag/
imagio sagt deine bith soll für mich aufn strich gehn/
wers imagio kennse nich den kann nur ich sehn/

papoose
i dont start beef i finish it

BiG0N3 schrieb:
hatz jemand ??????????????????????????????????????????????????
wie isset ??????????????????????????????????????????????????

Die Veröffentlichung wurde auf den 27.3. verschoben!


IMAGE(http://www.chrizzo.de/chrizzo_banner.jpg) www.chrizzo.de Chrizzo - "Wunderschön"

ahhhhhhh ich war schon wieder hinterm mond [banghead][banghead][banghead][banghead][banghead][banghead][banghead][banghead]


letzten sommer dachte ich ich wär bei mario kart/
warum? weil ich auf heroin im cabrio lag/
imagio sagt deine bith soll für mich aufn strich gehn/
wers imagio kennse nich den kann nur ich sehn/

papoose
i dont start beef i finish it

Nicoum schrieb:

Smokedon schrieb:

-A.Z.R.A.E.L.- schrieb:

streng schrieb:

Deutschland denken, heißt Auschwitz denken!

Du bist ein Depp!
[banghead]

ein seht großer!


Wer im Steinhaus wohnt sollte keine Gläser werfen!

Ein UNFASSBAR Großer Depp....(aber naja, so sind se, die Phil-Fuck-Studenten!)


Wenn man in igendeiner Höhle einen Schalter anbrächte und mit dem Hinweis "Schalter für das Ende der Welt. BITTE NICHT DRÜCKEN!" beschriftete, so hätte die Farbe kaum Gelegenheit zu trocknen!

Solange es Leute gibt wie Euch, die verbal schon zu Pogrom und Holocaust bereit sind, kann man sich jeden positiven Bezug auf Deutschland schenken. Deutschland bleibt das Land des identitären Denkens, man identifiziert sich mit großen Dingen, Gott, Vaterland, Volksgemeinschaft, um nicht nur die ganze Scheiße, sondern auch die eigene Nichtigkeit zu verdrängen. Aufgabe der Kritik ist es, darauf hinzuweisen, dass diese Illusionen Illusionen sind, auf das der Mensch diese hässlichen Ketten abwerfe, um sich auf sich selbst zu besinnen.

Die Kritik an den Illusionen, denen der Mensch sich hingibt, enttäuscht den Menschen und kann, wie hier, in eine (noch verbale) Gewalt umschlagen. Dieser Trieb, die aufklärerischen Gedanken auch gewaltsam zu unterdrücken und sich in den Schoß der Gemeinschaft zu flüchten, ist in Deutschland besonders ausgeprägt und Kern der nach außen gerichteten Aggression in zwei Weltkriegen. Idealtypisch kulminiert dieser Trieb im Antisemitismus, wobei der Jude als Personifizierung des abstrakten Prinzips des Warentauschs, der Börse und des Intellektualismus dient, an dem sich gewaltsam abreagiert wird. Diese Voraussetzungen für Krieg und Massenmord sind, wie dieser Thread zeigt, nach wie vor virulent. Ein positiver Bezug auf ein Konstrukt namens "deutschland" ist somit antiaufklärerisch im schlechtesten Sinne.

Double04 schrieb:

Nicoum schrieb:

Smokedon schrieb:

-A.Z.R.A.E.L.- schrieb:

streng schrieb:

Deutschland denken, heißt Auschwitz denken!

Du bist ein Depp!
[banghead]

ein seht großer!


Wer im Steinhaus wohnt sollte keine Gläser werfen!

Ein UNFASSBAR Großer Depp....(aber naja, so sind se, die Phil-Fuck-Studenten!)


Wenn man in igendeiner Höhle einen Schalter anbrächte und mit dem Hinweis "Schalter für das Ende der Welt. BITTE NICHT DRÜCKEN!" beschriftete, so hätte die Farbe kaum Gelegenheit zu trocknen!

Solange es Leute gibt wie Euch, die verbal schon zu Pogrom und Holocaust bereit sind, kann man sich jeden positiven Bezug auf Deutschland schenken. Deutschland bleibt das Land des identitären Denkens, man identifiziert sich mit großen Dingen, Gott, Vaterland, Volksgemeinschaft, um nicht nur die ganze Scheiße, sondern auch die eigene Nichtigkeit zu verdrängen. Aufgabe der Kritik ist es, darauf hinzuweisen, dass diese Illusionen Illusionen sind, auf das der Mensch diese hässlichen Ketten abwerfe, um sich auf sich selbst zu besinnen.

Die Kritik an den Illusionen, denen der Mensch sich hingibt, enttäuscht den Menschen und kann, wie hier, in eine (noch verbale) Gewalt umschlagen. Dieser Trieb, die aufklärerischen Gedanken auch gewaltsam zu unterdrücken und sich in den Schoß der Gemeinschaft zu flüchten, ist in Deutschland besonders ausgeprägt und Kern der nach außen gerichteten Aggression in zwei Weltkriegen. Idealtypisch kulminiert dieser Trieb im Antisemitismus, wobei der Jude als Personifizierung des abstrakten Prinzips des Warentauschs, der Börse und des Intellektualismus dient, an dem sich gewaltsam abreagiert wird. Diese Voraussetzungen für Krieg und Massenmord sind, wie dieser Thread zeigt, nach wie vor virulent. Ein positiver Bezug auf ein Konstrukt namens "deutschland" ist somit antiaufklärerisch im schlechtesten Sinne.

und durch diese moralpredigt hast du jetzt ganz deurschland verändert[banghead]


Ich habe keine Signatur

Ich kenne dieses Deurschland nicht, scheint aber unsympathisch zu sein. Kritik ist eine Waffe und Kritik ist der Anfang der Veränderung. Darum ja auch der Hass auf diejenigen, die sich hier kritisch zu Deutschland und Nationalismus äußern: Die panische Angst, dass an der Kritik etwas dran sein könnte und man wirklich auf sich selbst zurückgeworfen sein könnte, kann böse ausarten. Zum Beispiel in Form von Krieg, Massenmord, Selbstmordattentat oder Amoklauf.


A wise man told me don't argue with fools
cause people from a distance can't tell who is who

Schalke war für 4 Minuten Meister - wir finden: Das reicht!

Und weil ich immer so friedlich bin, brauch ich zum Ausgleich ein bißchen Krieg
Und deshalb höre ich privat am Liebsten:

MENSCHENVERACHTENDE UNTERGRUNDMUSIK!

Glaubt ihr wirklich das es gut wird? Fand schon das letzte Dynamite Album sehr mittelmäßig.

Ich werd mir das Ganze am Donnerstag erstmal live geben und mir dann mal ein Urteil vom neuen Kram bilden....


IMAGE(http://www.chrizzo.de/chrizzo_banner.jpg) www.chrizzo.de Chrizzo - "Wunderschön"

An alle Grafiker und Möchtegerngrafiker unter euch:
Checkt jetzt das DLX Forum und nehmt am Wallpaper Contest teil! Zu gewinnen gibts ein brandneues Samy Deluxe Shirt sowie Samy's brandneue CD!!!

Hier gelangt ihr direkt zum Thread!

Peace
DLXsupport

HansenHH schrieb:
Ich werd mir das Ganze am Donnerstag erstmal live geben und mir dann mal ein Urteil vom neuen Kram bilden....

...bei diesem N-Joy Pre-Listening?



IMAGE(http://www.chrizzo.de/commandandconquer/commandandconquer720px.png)

Double04 schrieb:
Ich kenne dieses Deurschland nicht, scheint aber unsympathisch zu sein. Kritik ist eine Waffe und Kritik ist der Anfang der Veränderung. Darum ja auch der Hass auf diejenigen, die sich hier kritisch zu Deutschland und Nationalismus äußern: Die panische Angst, dass an der Kritik etwas dran sein könnte und man wirklich auf sich selbst zurückgeworfen sein könnte, kann böse ausarten. Zum Beispiel in Form von Krieg, Massenmord, Selbstmordattentat oder Amoklauf.

Ich kenn dieses Deutschland sehr gut, da beide Elternteile von mir aus verschiedenen Ländern und Regionen dieser Erde stammen, in denen teilweise Krieg herrschte oder irgendwelche Tyrannen die Staatsoberhäupter sind, vor vielen Jahrzehnten in dieses Land gezogen sind, um mir und meinen Geschwistern eine sichere und gerechte Umgebung zu bieten und uns zu ermöglichen, einen möglichst hohen Bildungsgrad zu erzielen.

Ich kenne dieses Deutschland gut, weil ich hier geboren bin, weil ich hier aufgewachsen bin und weil ich mir trotz jedweder Form von Verschwörung und Kritik ein eigenes Bild darüber machen konnte.

Ich hasse niemanden, der Deutschland kritisiert, ich stimme meinen Mitmenschen aber durchaus zu, dass jemand der behauptet "Deutschland denken heisst Auschwitz denken", ein enorm großer Depp ist!

Und wenn man schon nicht mit Worten spielen darf, wenn man nicht mal darauf hoffen kann, dass Leute etwas satirisches in einer Aussage erkennen können, oder wie im Falle von Mr. Deluxe der nichtmal etwas schlimmes sagt; wenn man schon bei jeder Aussage damit rechnen muss, dass irgendjemand zu dumm ist, und die Aussage misverstehen könnte... Oh man, dann wäre Rapmusik extrem langweilig!

und wenn du "MENSCHENVERACHTENDE UNTERGRUNDMUSIK" feierst, vielleicht bist du dann ja sogar der nächste Lagerkommandant von Auschwitz! Aber bitte nicht böse Wörter wie Holocaust oder progrom in den Mund nehmen!


Mein drittes Album "Starenkastenmusik" kommt diesen Frühling!

Checkt das brandneue Snippet auf meiner http://www.myspace.com/dirtysyro

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