Animus droppt Statement über Manuellsens Studioangriff

Fast zwei Jahre liegt der Studioangriff auf Animus zurück. Nun hat sich der Heidelberger Rapper entschieden, erstmals ausführlich seine Sicht der Dinge darzulegen. Manuellsen hat auf die Aussagen unmittelbar im Anschluss in einem Livestream reagiert.

Animus blickt auf den Studioangriff & die Folgen

Animus leitet sein Statement mit einer Entschuldigung ein. Seinem "eingeschränkten Horizont" sei es zu verdanken gewesen, dass es zu öffentlichen Kommentaren über Manuellsens Ehefrau gekommen ist. Der heutige EGJ-Künstler hatte unter anderem die Freizügigkeit in einem Musikvideo angeprangert. Animus beruft sich nun auf ein neues Mindset. Die Bewertung der Lebensstile anderer Menschen stehe ihm nicht zu. "Ich habe nicht das Recht über irgendjemanden zu urteilen", erklärt er.

Animus über die Studioattacke: Manuellsen sei laut Animus nicht alleine vor dem Studio erschienen, da er es auf eine Eskalation abgesehen habe. "Anhänger einer Großfamilie" seien vorsätzlich hinzugezogen worden.

"Warum hat er diese Leute mitgebracht? Weil er genau wusste, wenn ich einen von denen schlage, einen von denen treffe, irgendetwas passiert, dann bricht ein neuer Krieg aus."

Animus besteht darauf, am besagten Tag ein Messer in Manuellsens Hand erkannt zu haben: "Ich weiß genau, was ich gesehen habe." Als Animus bereits eine Vielzahl von Faustschlägen kassiert habe, sei Manuellsen im Beisein eines Kameramanns im Studio aufgetaucht. Mit einem Messer habe er dann versucht, Animus am Kopf zu treffen. Auch gäbe es entsprechende Bilder von "Cuts am Kopf".

Die Backpfeifen über die Manuellsen im Nachgang in einem Interview mit Rooz sprach, seien hingegen eine Lüge. Dass Manuellsen bei seinen Aussagen auf den Koran geschworen habe, sei darüber hinaus "das Ehrenloseste in der Geschichte des Deutschraps". Des Weiteren heißt es von Animus Seite, dass sich Manuellsen mit dem ungeschnittenen Videomaterial blamiert hätte. Daher habe man es angepasst. Schon in einer ersten Reaktion nach dem Angriff via Insta-Story sprach Animus von einem Video, das "zurechtgeschnitten und geschmacklos bearbeitet" worden sei.

In Folge der Attacke habe nicht Animus selbst, sondern die Staatsanwaltschaft eine Anzeige gestellt. Dies sei aufgrund von öffentlichem Interesse erfolgt. Im weiteren Verlauf seines Statements schildert Animus, dass Manuellsen im Prozess alles zugegeben habe. Der Heidelberger führt hier Folgendes an: "gemeinschaftliche, gefährliche Körperverletzung mit einem Gegenstand". Auch habe sich Manuellsen entschuldigt. Animus erklärt, dass er diese Entschuldigung angenommen habe. Manuellsen hatte im Zuge des Gerichtsprozesses angegeben, dass Animus versucht habe, ihn ins Gefängnis zu bringen.

Manuellsen mit Statement zu Gerichtsprozess mit Animus: "Wollte mich in den Knast bringen"

Manuellsen geht live

Nach dem Statement von Animus ging Manuellsen auf Instagram live und brachte eigene Argumente ins Feld. Er zeigt kein Verständnis dafür, dass Animus die Geschichte zum jetzigen Zeitpunkt neu aufrollt.

"Guck mal, das Problem an der Sache ist nur: Du willst einfach nicht verstehen, dass du für einen Fehler einfach ganz normal vor den Kopf gekriegt hast. Ich weiß, dass ich gefilmt werde und probiere dich mit einem Messer in Gorex' Studio abzustechen: So dumm? Was erzählst du da für eine Scheiße?"

Gegen das komplette ersguterjunge-Camp teilt Manuellsen anschließend mehrfach aus. Auch unterstellt er Animus, sein Statement bewusst einzusetzen, um Promo für das kommende Album "Beastmode 4" zu machen. Der "böse Curse mit Vollbart" könne sich zudem jederzeit bei Manuellsen melden, um die Differenzen aus der Welt zu schaffen.

"Du kannst es jederzeit gerne wieder haben, wenn du möchtest. Komm nach Mühlheim, ruf mich an, find mich und trag dein Ding aus. Kein Problem. Machen wir klar. Tu nicht so, als ob du irgendeiner bist."

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

Manuellsen ist ein Hund und seine Frau hat jeder schon gepoppt...

Ich befürchte du verwechselts die Frau mit deiner Mutter.

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Wie Massiv Welthits mit Fantasiesprache landen will

Wie Massiv Welthits mit Fantasiesprache landen will

Von Leon Schäfers am 14.10.2021 - 13:48

Noch knapp über zwei Wochen müssen sich Fans gedulden, bis Massiv und Manuellsen ihr Kollaboalbum "Ghetto" releasen werden. Mit unterhaltsamen Interviews in Überlänge verkürzen die Rapper aktuell jedoch die Wartezeit auf den letzten Metern. Die beiden waren in den letzten Tagen nicht nur bei Rooz zu Gast, sondern haben auch mit Davud von TV Strassensound über Gott und die Welt philosophiert. Bei letzterem legt Massiv seine Strategie für die Eroberung des weltweiten Musikmarktes offen.

Zwischen Spanisch und Arabisch: Massiv erfindet eigene Sprache für Musik

Das XXL Interview, das die drei in einer Burger- und Shisha-Lounge in Oer-Erkenschwick führen, kommt mit gut zwei Stunden und zwanzig Minuten auf eine abendfüllende Länge. Ob sämtliche Beef-Geschichten, starke Frauen oder die Server von WhatsApp und Instagram – im Laufe des Interviews diskutieren sie gemeinsam über die verschiedensten Themen. Im Kopf bleiben dürfte vielen jedoch das Ende des Talks. Nachdem sich Davud in einer abschließenden Frage über die kommenden Projekte der beiden erkundigen möchte, kündigt Massiv (jetzt auf Apple Music streamen) an, dass er etwas Krasses vorhabe und es dort exklusiv verraten würde: Er wolle nun Welthits machen. Die beiden Rapper fangen an zu lachen, Massiv fängt sich aber schnell und erklärt sein Vorhaben genauer:

"Warum Welthits? Das hört sich jetzt blöd an, aber ich habe eine Sprache entwickelt, die es gar nicht gibt. Ich will einfach Musik machen ohne Sprache. Das bedeutet, ich werde Sachen sagen, die es gar nicht gibt, aber die einfach so zusammen harmonieren."

Kurz darauf trägt Massiv eine Hörprobe von dem Klang seiner erfundenen Sprache vor. Manuellsen zeigt sich ungläubig, sein Kollabo-Partner betont aber, dass er das ernst meine. Mit seiner Sprache habe er eine Mischung aus Spanisch und Arabisch gefunden. Im Zuge seiner Erklärung zieht er Vergleiche zu dem Welthit "Despacito" und dem französischen Rapper und Sänger Gims. Auch dort handele es sich um international erfolgreiche Musik, bei der die Sprache von den wenigsten Menschen verstanden werden würde. Und genau nach dieser Logik möchte Massiv nun auch Welthits produzieren – am Ende sei es viel wichtiger, dass Vibe, Bridge, Hook und Harmonie stimmen.

Manuellsen bleibt weiterhin skeptisch, woraufhin Massiv mit ihm eine Wette eingeht. Wenn er in über 120 Ländern auf Platz 1 charten wird, dann müsse Manuellsen seine Nummer löschen. Das komplette Interview kannst du dir hier anschauen, der Part mit Massivs eigener Sprache beginnt ab etwa 2:13:00:

Einen ähnlichen Fantasiesprachen-Grind ist zuletzt YouTube-Größe Tanzverbot gefahren. Zwar wollte er mit seiner Musik nicht den internationalen Markt erobern, dennoch konnte er auf seinem Track "Mein Leben" seinen überraschend stabilen Flow mit Kauderwelsch zum Besten geben.

"Ghetto" von Massiv und Manuellsen erscheint voraussichtlich am 29. Oktober. Ihre letzte Single "Ohne Jonny oder Henny" kannst du dir hier anhören:

Massiv & Manuellsen - Ohne Jonny oder Henny [Video]

Massiv und Manuellsen (jetzt auf Apple Music streamen) führen ihre gemeinsame Sage fort und droppen den Song "Ohne Jonny oder Henny", der auf ihrem kommenden Projekt "Ghetto" erscheinen soll. "Ghetto" soll a m 29. Oktober 2021 droppen, mit einer Reihe an brachialem Straßenrap. Der Beat kommt von Tengo.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (1 Kommentar)

Register Now!