Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Bushido und Arafat Abou-Chaker streiten sich seit geraumer Zeit vor Gericht. Am 11. Verhandlungstag, der am Montag stattgefunden hat, ging es wohl vor allem um eine Razzia auf dem sagenumwobenen Grundstück in Kleinmachnow – und darum, wer wann und wie genau von dieser Durchsuchung Wind bekommen hat.

Arafat Abou-Chaker vs Bushido vor Gericht: Verteidigung wirft Bushido wohl Falschaussage vor

Darum geht's: Bushido und Arafat Abou-Chaker haben bekanntermaßen lange Zeit gemeinsam auf einem Grundstück in Kleinmachnow gewohnt, bevor sich die beiden Parteien zerstritten haben. Einige Zeit später gab es dort dann eine Razzia, bei der der Anwalt von Bushido wohl recht früh zur Stelle war. Wie es dazu kommen konnte, ist jetzt anscheinend Thema vor Gericht, wie unter anderem Spiegel Online schreibt.

Falschaussage von Bushido? Am Montag ging es um die Frage, wie Bushido eigentlich genau von der Razzia in Kleinmachnow erfahren hat. Beziehungsweise wann das der Fall war: Bushido könnte im Zusammenhang mit dieser Thematik möglicherweise eine Falschaussage vor Gericht getätigt haben. Das wird ihm jedenfalls von der Verteidigung Arafat Abou-Chakers vorgeworfen.

Bushido hat offenbar erklärt, er habe aus der Presse von der Razzia erfahren und dann seinem Anwalt Bescheid gesagt, woraufhin der nach Kleinmachnow gefahren sei. Zeitlich soll das aber nicht ganz hinhauen, weil die ersten Berichte angeblich erst nach Eintreffen des Anwalts von Bushido veröffentlicht wurden.

Die Argumentation der Verteidigung scheint in die Richtung zu gehen, dass Bushido und sein Anwalt durch irgendwelche Interna frühzeitig über die Razzia informiert wurden. Diese könnten sie womöglich von einem Bild-Mitarbeiter zugespielt bekommen haben, der mit Bushido offenbar befreundet ist.

Was wiederum zu der Frage führt, woher der die Informationen hatte und ob sie eventuell von der Polizei stammen. Das würde dann allerdings bedeuten, dass da jemand Dienstgeheimnisse ausgeplaudert hätte, was natürlich nicht erlaubt ist. Mehr zu Bushidos möglicher Bild-Connection gibt es auch von Fler:

Exklusives Statement: Fler über Bushido, das LKA und die Bild

Gestern berichteten wir bereits über den Konflikt zwischen Fler, dem Bild-Reporter Peter Rossberg und den Spiegel-Journalisten Claas Meyer Heuer und Thomas Heise. Wir haben sowohl Fler als auch Peter Rossberg um eine Stellungnahme gebeten. Fler war so freundlich, einige unserer Fragen zu beantworten. Peter Rossberg hat bis jetzt nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Wieso ist das wichtig? Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass Bushido gelogen hat, könnte das seine Glaubwürdigkeit in Frage stellen. Und die dürfte in den aktuell laufenden Gerichtsverfahren von enormer Wichtigkeit für den Rapper sein. Vor allem, weil er der Einzige zu sein scheint, der über bestimmte Dinge aussagen will, die wohl hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben.

Aktuell befindet Bushido sich gleich doppelt im Rechtsstreit mit Arafat Abou-Chaker. Mehr dazu findet ihr hier:

Bushido & Arafat Abou-Chaker führen weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder)

Bushido und Arafat Abou-Chaker vor Gericht: Das inzwischen fast gewohnte Setting ist nicht nur Berlin vorbehalten. Auch in Frankfurt (Oder) in Brandenburg trafen nun die beiden ehemaligen Geschäftspartner in einem Gerichtssaal aufeinander.

Das Ganze bleibt also vorerst höchst kompliziert, juristisch einigermaßen undurchdringlich und mystisch. Wie es weitergeht, erfahren wir wohl frühestens am 26. Oktober, dann soll die Verhandlung laut dem Tagesspiegel fortgeführt werden.

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Kommentare

Bitte genauer recherchieren: Bushido ist nie in die Villa eingezogen, die Bauarbeiten haben sich Jahre hingezogen und schon in dieser Zeit haben sie sich zerstritten. Nur Arafat wohnt in seiner Villa. Und "einige Zeit später fand eine Hausdurchsuchung statt" ist auch Quatsch. Araft wohnt da seit mindestens 2 Jahren, die Durchsuchung war vor 4 Wochen.

das wird das Ende von Bushido sein er hat tatsächlich die Staatsmacht beauftragt die Arbeit für ihn kostenlos zu machen mit seinen Lügen wird es ihn verdient ruinieren er ist mittendrin und verrät seine Partner um aus seinen Verträgen die er abgeschlossen hat rauszukommen und wenn das nicht hilft will er dann probieren zu erklären dass die Verträge mit Gewalt unterschrieben wurden und wenn das nicht hilft dann unter verlorenem Bewusstsein ? Der ist kein Gangster der ist verlogener Geier, das letzte strampeln, wird im Sturzflug untergehen, hat nicht mal mehr sein Gesicht oder Charakter behalten wenigstens hat er die passende Frau sie wirkt auch wie er flexibel und sprunghaft.

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"Bin fassungslos": Arafat Abou-Chaker äußert sich bei Ali Bumaye zu Bushido-Prozess

"Bin fassungslos": Arafat Abou-Chaker äußert sich bei Ali Bumaye zu Bushido-Prozess

Von Michael Rubach am 26.10.2020 - 13:07

In einem Live-Stream von Ali Bumaye kam es zu einem kurzen Gastauftritt von Arafat Abou-Chaker. Dort äußerte sich der ehemalige Geschäftspartner von Bushido auch zu dem Gerichtsprozess in Berlin, bei dem sein langjähriger Weggefährte als Nebenkläger auftritt.

Arafat Abou-Chaker: "Unfassbar, wie man seine Seele verkaufen kann"

Als Arafat Abou-Chaker bereits im Begriff ist, sich aus dem Live-Stream zu verabschieden, entlockt ihm Ali Bumaye noch ein kurzes Statement. Er will wissen, wie es sich vor Gericht anfühlt, wenige Meter von einem Menschen entfernt zu sitzen, der "sozusagen dein Bruder, dein bester Freund" war.

"Ernsthaft? Immer wenn ich zum Gericht gehe und ich sehe ihn, ich kann es einfach nicht glauben. Ich schwöre dir. Immer wieder aufs Neue. Ich denke mir so: 'Ok, das ist nur ein Traum.' Ich kann das einfach nicht glauben. Ich bin fassungslos, was Geld für eine Auswirkung hat. [...] Aus tiefstem Herzen, ich kann’s einfach nicht glauben. […] Unfassbar, wie man seine Seele verkaufen kann."

Neben der Einschätzung seiner Gefühlslage lässt Arafat Abou-Chaker noch eine Bemerkung zu Bushidos kommendem Album fallen. Die Veröffentlichung von "Sonny Black 2" wurde laut Bushido ins Jahr 2021 verschoben, da ihm durch den Gerichtsprozess die "nötige Einstellung" für ein Release am 11. September 2020 gefehlt habe. Arafat Abou-Chaker hat hingegen eine andere Erklärung. Für ihn ist es die Staatsgewalt, die hinter dem veränderten Release-Plan steckt.

"Manche verschieben ihre Alben, weil die Polizei gesagt, er darf nichts rausbringen, sonst würden sie ihn nicht mehr beschützen."

Den kompletten Stream von Ali Bumaye haben wir hier eingebunden. Arafat Abou-Chaker taucht nach knapp fünf Minuten auf.


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