Leichtsinnig, aber nicht lebensmüde: Bisher unveröffentlichtes Lil Peep-Interview zeichnet eine kaputte Welt

Der Tod von Lil Peep war 2017 für viele Künstlerkollegen ein Zeichen, ihren Drogenkonsum zu überdenken. Ein nun veröffentlichtes Interview auf znova.de deckt schonungslos auf, in welchem Ausmaß der Star aus dem Soundcloud-Universum den ständigen Rausch als Teil des Lifestyles betrachtete. Drogen wandeln sich vermehrt zu einem harmlos erscheinenden Accessoire, das über etwaige Gefahren hinwegtäuscht.

Wie bei jeder nachrückenden Generation geht es auch bei den Selfmade-Stars aus dem Netz darum, die eigenen Grenzen auszuloten und anzuecken. Dabei bedienen sich auffallend viele Artists aus der Soundcloud-Blase einer Ästhetik, die irgendwo zwischen Gesichtstätowierungen, unausproduzierten Beats und dem Exzess schwankt.

Das Gespräch mit Lil Peep wurde Anfang des letzten Jahres über den Facebook-Messenger geführt. Der Interviewer spricht davon, den Austausch bisher aus Qualitätsgründen zurückgestellt zu haben. Um das Ganze im Vorhinein in den Kontext von Lil Peeps Karriere zu setzen: Im Januar 2017 veröffentlicht er gerade zusammen mit Horsehead den Track "Girls", der einiges an Aufmerksamkeit auf ihn lenkt.

Das Album "Come On Over, When You're Sober, Pt. 1" sowie der bis dato erfolgreichste Song "Awful Things" sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt. Hier steht jemand kurz vor dem Durchbruch zu einem international bekannten Künstler.

Das Interview dreht sich zunächst darum, wie der Sohn einer Grundschullehrerin überhaupt zu Rap gefunden habe. Nachdem zunächst nicht genug Geld aus der wachsenden Soundcloud-Berühmtheit zu holen gewesen war, zieht Lil Peep wieder zurück nach Hause. Als er dort merkt, dass sich die Musik doch nach und nach auszahlt, bliebt er am Ball:

"Now I’m straight. Make plenty, got plenty of fans, plenty of followers, plenty of people willing to support. It’s f*cking great."

Die nächste Frage führt dann bereits zu den Drogen. Der Interviewer möchte wissen, warum die Texte von Lil Peep sich derart häufig um dieses Thema drehen würden. Die Antwort lässt tief blicken:

"I love to talk about drugs because it is relatable. I am always around different drugs so I sing about it: Weed, Xanax, Percocet, Lean. I used to do a lot of coke, probably much everything. They’re one of my biggest inspirations."

Der Rapper betrachtet Betäubungsmittel als eine Sache, die für jeden nachvollziehbar ist. Er sei ständig von Drogen umgeben, also komme es in seiner Musik vor. Er habe viel Koks konsumiert. Drogen im Allgemeinen seien eine seiner größten Inspirationsquellen. Auch die viel diskutierten Xannys werden besprochen. Sie würden ihm helfen, sich zu beruhigen. Dass dieser lockere Drogenumgang aber keineswegs mit Todessehnsucht gleichzusetzen ist, wird im weiteren Verlauf deutlich. Der Tod sei sogar die Sache, vor der er am meisten Angst habe.

Für verschiedenste Rauschmittel gibt es augenscheinlich aber keine Hemmschwellen mehr. Zu den vielen Veränderungen in seinem Style äußert er sich dahingehend, dass Acid und Mushrooms Einfluss gehabt hätten. Auch der Krankheit Depression gegenüber habe er seinen eigene Medizin gefunden. Er rauche Weed und nehme einfach jede Droge, die ihm über den Weg läuft.

Hinter diesem eher leichtsinnigen Umgang mit den verschiedensten Stoffen steckt aber stets der Gedanke an eine Zukunft. Der damals 21-Jährige wollte berühmt werden, wie so viele andere, die sich künstlerisch verausgaben:

"Just getting my name out there. In a couple of years, I’ll be a household name. Everyone’s going to know who I am."

Die Tragik der Sache besteht darin, dass Lil Peep tatsächlich nicht soweit davon entfernt war, seine Träume wahr werden zu lassen. Die hier zitierten Ausschnitte zeichnen das Bild eines Menschen, der sich mit relativ großer Selbstverständlichkeit andauernd betäubt. Die Musik, die Drogen, die Gesichtstattoos – Lil Peep war wohl auf der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten für seinen inneren Zustand. Wer das komplette Interview lesen möchte, wird hier fündig.

Dass der Verstorbene nur die Spitze eines Eisberges ist, offenbart zum Beispiel das Xanarchy-Movement um Lil Xan, der zwar den Xannys abgeschworen hat, aber dennoch mit dem Missbrauch anderer Substanzen kämpft. Hoffentlich bleibt ihm das Schicksal von Lil Peep erspart.

Drogenabhängig, gehypt und im Kampf gegen Xanax: Wer ist Lil Xan?

Rockbands wie die Arctic Monkeys oder Queens Of The Stone Age insprierten ihn, er wollte eigentlich Fotograf werden und kam nur zum Rap, weil er Opfer eines Diebstahls wurde. Lil Xans Karriere ist keine 0815-Laufbahn eines Rappers. Zu einem der heißesten Künstler der US-Rapszene hat er es dennoch geschafft.

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Kommentare

Wer bitte hat diesen völlig unreflektierten Artikel geschrieben?? Leichtsinniger Drogenkonsum habe nichts mit Todessehnsucht zu tun?! Kurz darauf wird der Tod als eine seiner größten Ängste beschrieben....beschäftigt euch mal mehr mit den Themen, bevor ihr Artikel verfasst - Stichwort Grenzerfahrungen....
Richtig scheachsinninger Artikel, genauso schwachsinning wie Lil Peep, Lil Xan und wie die Gesichtstättoowierten Kinder alle heißen....weniger Hype, mehr Erziehung!!

Für ihn ist das so

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Chris Brown ist besser als Michael Jackson, sagt 50 Cent

Chris Brown ist besser als Michael Jackson, sagt 50 Cent

Von Michael Rubach am 03.09.2019 - 15:21

Michael Jackson gilt für viele weiterhin als der unantastbare "King Of Pop". 50 Cent vertritt eine andere Meinung: Er sieht Chris Brown im direkten Vergleich vor Michael Jackson.

Michael Jackson vs. Chris Brown: 50 Cent beruft sich auf Zahlen

In einem schon wieder gelöschten Beitrag auf Instagram machte Fifty seinen Standpunkt klar. Er stellte heraus, dass Chris Brown auf dem US-Markt inzwischen einfach mehr verkauft hat als Michael Jackson. Die Datenbank der Recording Industry Association of America unterstützt diese Aussage, was die Singles anbelangt.

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7,158 Likes, 1,339 Comments - Baller Alert (@balleralert) on Instagram: "Ballerific Comment Creepin - #50Cent #WakaFlocka #commentcreepin"

Dort steht Chris Brown mit 69,5 Millionen abgesetzten Einheiten vor Michael Jackson (47, 5 Millionen). Auf Albumebene sieht die Sache anders aus. Chris Brown liegt bei 14 Millionen Einheiten. Michael Jackson hingegen hat 84 Millionen Platten verkauft.

Fiddy hat sein Urteil jedoch gefällt: Er stuft Chris Brown besser als Michael Jackson ein. In seinem Posting griff Fifty außerdem die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf, die gegenüber Michael Jackson auch nach seinem Tod nicht verstummen. Waka Flocka Flame erklärte 50 daraufhin, dass Jokes zu diesem Thema nicht lustig seien.

50 Cent setzt noch einen drauf

Vermutlich fühlte sich 50 Cent dadurch nur noch mehr herausgefordert. Er legte mit einem Posting nach, das er inzwischen aber auch wieder gelöscht hat. Zu sehen war Chris Brown bei einer Michael-Jackson-Tribut-Performance bei den BET Awards 2010. 50 Cent stellte ein weiteres Mal heraus, dass Chris Brown für ihn besser als Michael Jackson sei. Außerdem verwies er auf eine Michael Jackson-Dokumentation, die er gesehen habe ("Leaving Neverland") und spielte erneut auf die Pädophilie-Vorwürfe an.

Auch Chris Brown werden Negativ-Schlagzeilen wohl sein Leben lang verfolgen. 2009 bekannte er sich schuldig, seine damalige Freundin Rihanna geschlagen zu haben. Erst in diesem Jahr wurde Chris Brown in Paris kurrzeitig aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen.

Chris Brown offenbar wegen Verdacht auf Vergewaltigung verhaftet

Chris Brown sitzt aktuell anscheinend gerade in Untersuchungshaft beziehungsweise im Polizeigewahrsam. Wie laut SZ und vielen anderen "aus Polizeikreisen" bekannt geworden sein soll, wurde der Sänger in Paris verhaftet. Chris Brown wurde festgenommen, weil er unter dem Verdacht steht, gemeinsam mit zwei anderen Männern eine Frau vergewaltigt zu haben.

Über den Weg zum Michael-Jackson-Status haben Genetikk bei uns letztes Jahr im Interview gequatscht:

Wie du deine größten "Träume" verwirklichen kannst: Genetikk über Michael-Jackson-Status

Das große Interview mit Genetikk gibt jede Menge Stoff her, der zum Nach- und Überdenken von Dingen und Sichtweisen animiert. Klingt abstrakt? Ist es auch. Wer sich aber darauf einlässt, kann aus diesem Interview mehr mitnehmen aus fast jedem anderen.


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