Zwei deutsche Rapper steigen ins Cannabis-Geschäft ein

Auch wenn die Prognosen für die Bundestagswahl nicht unbedingt auf schnelle Gesetzesänderungen hindeuten: Mit Herzog und dem Plusmacher haben gestern gleich zwei Rapper bekanntgegeben, ins Marihuana-Business einzusteigen.

Plusi bringt eine eigene CBD-Sorte zum Konsumieren heraus. Züchtungen dieser Sorte besitzen unter 1% des psychoaktiven Wirkstoffs THC und fallen damit in der Schweiz nicht unter das Betäubungsmittelgesetz – daher wird die Sorte über einen Shop in der Schweiz verkauft. "CBD" steht für den Wirkstoff "Cannabidiol", dem Mediziner therapeutische Wirkungen nachsagen, der dafür in konsumierbaren Mengen nicht zu einem Rausch führen soll.

Herzog hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Der Berliner bringt in Zusammenarbeit mit einem spanischen Unternehmen Samen für seine eigene Strain Herz OG auf den Markt:

Herzog

Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass ich der erste deutsche Rapper bin, der seine eigene THC Strain als Samen auf den Markt bringt. Das gute Pflänzchen hört auf den wundervollen Namen "HERZ...

Plusmacher

Unsere erste eigene "Grassorte" ab jetzt erhältlich !

Apropos:

Keine Verherrlichung: 8 Kiffer-Songs, die es in sich haben

Samy Deluxe hat uns schon 2000 in Grüne Brille den Tipp gegeben, nicht so viel zu kiffen. Zumindest dann, wenn wir noch in der Entwicklung sind - um später nicht schräg rüber zu kommen (" wie Jekyll und Hyde"). Marsimoto riet uns dann acht Jahre später in Chillen, zuerst unsere Hausaufgaben zu machen und danach zu kiffen.

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Kommentare

zum thema volksdrogen:
alkohol wird gemocht, cannabis wird geliebt ;)

cannabis ist dreck und macht dumm

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Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Staatsanwalt bestätigt: Verfahren gegen Loredana eingestellt, so viel hat sie wohl gezahlt

Von David Molke am 06.10.2020 - 15:53

Loredana und Petra Z. haben sich tatsächlich außergerichtlich geeinigt. Die Staatsanwaltschaft Luzern bestätigt jetzt ganz offiziell, dass das Verfahren wegen Betruges gegen Loredana eingestellt wurde. Das wurde offenbar durch die Zahlung von umgerechnet über 400.000 Euro ermöglicht, die die Klägerin erhalten haben soll.

Loredana & Petra Z.: Staatsanwaltschaft bestätigt außergerichtliche Einigung

Verfahren eingestellt: Jetzt ist offiziell, dass das Betrugsverfahren gegen Loredana eingestellt wurde. Schon vor einiger Zeit sorgten Berichte und Bilder für die Vermutung, dass sich die Rapperin und die offenbar tatsächlich betrogene Petra Z. außergerichtlich geeinigt hatten. Das könnt ihr alles in diesem Hiphop.de-Artikel zur Einigung zwischen Petra Z. und Loredana nachlesen.

Bestätigung der Staatsanwaltschaft: Bisher wurde darüber aber nicht groß gesprochen, womöglich, weil Stillschweigen zu der Beilegung des Konflikts vereinbart wurde. Das dürfte sich jetzt mehr oder weniger erledigt haben, nachdem die Staatsanwaltschaft Luzern eine entsprechende Stellungnahme zu dem Fall veröffentlicht hat.

Darin heißt es unter anderem, dass sich Loredana für ihr Verhalten entschuldigt und Reue gezeigt habe. Sie habe ihre Schuld eingestanden und der Geschädigten wohl schon vor über einem Jahr eine Geldsumme gezahlt. Mittlerweile habe sie sogar mehr zurückbezahlt, als die Summe, um die Petra Z. betrogen wurde.

"Die Staatsanwaltschaft Luzern hat das Verfahren gegen die Rapperin Loredana u. a. wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug eingestellt. Auf gegenseitigen Wunsch einigten sich die Rapperin und die Geschädigte über eine Wiedergutmachung."

"Loredana hat die Vorwürfe anerkannt, sich für ihr Verhalten entschuldigt und der Geschädigten mehr als den ermittelten mutmasslichen Deliktsbetrag zurückbezahlt"

Zwischenzeitlich wollte sogar Bushido Geld an Petra Z. spenden, was er angeblich auch getan haben soll:

Betrugsvorwürfe um Loredana: Bushido will an Petra Z. spenden

Die Betrugsvorwürfe gegen Loredana kochen aktuell unter dem Hashtag #BoycottLoredana erneut hoch. Nun hat sich Bushido in die Sache eingeklinkt und in Aussicht gestellt, dem mutmaßlichen Betrugsopfer Petra Z. finanziell unter die Arme zu greifen...

Loredana hat über €400.000 an Petra Z. gezahlt, sagt Staatsanwalt

Wie viel Geld war's? Einen exakten Betrag gibt zwar auch die Luzerner Staatsanwaltschaft nicht an, aber zumindest ist jetzt die grobe Größenordnung bekannt. In dem Statement ist mehrfach davon die Rede, dass Petra Z. mehr Geld zurück bekommen habe, als sie durch die Aktion verloren hatte.

"Loredana anerkannte, sich u. a. unrechtmässig als Rechtsanwältin ausgegeben, die Geschädigte getäuscht und damit Geld erhältlich gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Betrag von ca. Franken 430'000.00 aus."

Das liegt zwar unter den im Vorfeld angenommenen 700.000 Franken, dürfte aber Hand und Fuß haben. Wie viel genau Loredana als Wiedergutmachung gezahlt hat, geht daraus leider nicht hervor. Aber wenn es deutlich mehr gesen sein soll, muss es sich um eine Summe jenseits der 400k gehandelt haben, und zwar in Euros.

"Damit wurde der verursachte Schaden vollumfänglich gedeckt. Die Geschädigte wünschte und akzeptierte diesen Vergleich und hatte kein Interesse an einer weiterführenden strafrechtlichen Verfolgung der Vorwürfe."

Loredana soll auch für die Partei- und Verfahrenskosten aufgekommen sein und der ebenfalls angeklagte Bruder habe sich ebenfalls an der Wiedergutmachung beteiligt. So hat sich die ganze Angelegenheit dann letzten Endes wohl doch noch zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt, wie es scheint.

Wie findet ihr die außergerichtliche Einigung? Ändert das eure Meinung von Loredana und hättet ihr mit einer derartigen Summe gerechnet?


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