Kollegah sauer auf Hip Hop Bewegt-Veranstalter: "Wenn selbst die Bild realitätsnäher berichtet"

Nächste Runde im Streit um die Ereignisse zwischen Kollegah und Team Bushido auf dem Hip Hop Bewegt Open Air Festival am Samstag in München. Kollegah hat heute einen Artikel der Bild geteilt und kommentiert, dass selbst dort "realitätsnäher" berichtet werde als von der Seite des Festival-Veranstalters.

Gestern bezogen die Veranstalter über ihre Facebook-Seite Stellung zum viel diskutierten Aufeinandertreffen der beiden Lager. Kollegah macht mit seinem Kommentar – wie auch schon gestern – deutlich, dass er nichts von diesen Darstellungen hält. Darin hieß es unter anderem Kollegah hätte von Anfang an provoziert und der Streit wäre längst eskaliert, wenn das EGJ-Camp es so gewollt hätte. Außerdem hätte Kolle "mit gesenktem Kopf den Backstage-Bereich" verlassen.

Menschenauflauf, Schreierei, Drohungen - Rap-Zoff um Kollegah und Bushido

Seit Monaten fliegen im Netz die Giftpfeile zwischen Deutschlands bekanntesten Rappern Kollegah und Bushido. Jetzt Showdown!

Ob Kollegah damit gleichzeitig meint, dass die Darstellungen der Bild zutreffen oder lediglich eher zutreffen als die der Hip Hop Bewegt-Veranstalter, ist nicht klar. Laut der Zeitung seien "laute Diskussionen" und "Geschrei" aus dem Zelt zu hören gewesen, in dem es zum Gespräch mit Bushido gekommen sein soll. Dieses habe rund 15 Minuten gedauert.

Wie Rooz, der beim Festival als Moderator unterwegs war, das Ganze erlebt hat, erklärt er hier:

Bushido & Kollegah: Was sich wirklich auf dem Hip Hop bewegt-Festival ereignete #waslos

Zwischen Kollegah, seiner Entourage und dem Ersguterjunge-Camp kam es am Wochenende auf dem Hip Hop bewegt Open Air Festival zu einem lautstarken Wortgefecht. Dem Aufeinandertreffen wohnten diverse Fans bei, die das Ganze natürlich mit ihren Handys gefilmt und online gestellt haben.

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Kommentare

Wie die BILD einfach "Schreierei" schreibt, um "Schiesserei" zu suggerieren :D

Absolut und ganz normal für die Jungs. Deswegen klicke ich den Link nicht an. ;)

Wie er versucht seine Ehre zu retten, lächerlich.

Knallt Euch doch bitte gegenseitig über den Haufen, dann gibt's ein paar weniger Idioten hier im Land!

Kindergarten. Und das wollen erwachsene Männer sein. Peinlich.

ISIS-Gesichtsbehaarung jetzt voll im Trend.

Ironie wenn sich die Kunstfigur über Realitätsferne beschwert.

Ich freue mich schon so sehr auf Lars's Texte auch wenn jemand wie Bushido sie Vorträt. Der erste Vorgeschmack in den Aufnahmen von seinen Konzerten war ja schon genial Laas hat es echt drauf selbst wenn der Vortrag von Bushido schlicht rotz ist kommt der Lass style immer noch durch.

"lahs" wäre auch noch eine Möglichkeit.

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"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

Von Paul Kruppa am 17.10.2021 - 13:05

EGJ ist heute nicht mehr das Label, das es vor ein paar Jahren noch war. Die ehemaligen Geschäftspartner Bushido und Arafat Abou-Chaker treffen sich regelmäßig vor Gericht, viele Artists sind gekommen und wieder gegangen. Mittendrin bei der Umwälzung von ersguterjunge war Ali Bumaye. Bei dem Berliner Rapper hat das seine Spuren hinterlassen. Er hat sich für TV Strassensounds Record Podcast mit Burak getroffen und von der Zeit erzählt, in der alles in die Brüche ging – dabei spricht er insbesondere die Beziehung zu Shindy an.

Ali Bumaye über EGJ-Zerfall: "Am meisten hat es mir wegen Shindy wehgetan"

Aus nächster Nähe hat Ali Bumaye (jetzt auf Apple Music streamen) miterlebt, wie sich die Dinge bei ersguterjunge entwickelt haben. Seine zwei Alben "Fette Unterhaltung" (2015) und "Rumble In The Jungle" (2016) erschienen über das Label. Kalt gelassen haben ihn all die Veränderungen nicht. Er sei generell jemand, der zu seinen Gefühlen stehe. Vor allem der abgerissene Kontakt zu Shindy scheint schmerzhaft zu sein.

"Wenn mir was wehtut, dann sag ich das. Das hat mir wehgetan. Die Trennung damals hat mir wehgetan – klar. Am meisten hat es mir wegen Shindy wehgetan, sag ich ganz ehrlich. [...], weil wir wie Brüder waren und wir ohne Grund keine mehr sind. Weil es einfach keinen Grund gibt, von beiden Seiten. Wir haben uns nie gegenseitig was getan. Die Situation hat sich so ergeben."

Im März 2018 ließ Bushido verlauten, dass er die Geschäftsbeziehung zu Arafat Abou-Chaker auflösen werde. Daraufhin gab es beim Label ersguterjunge mehrere personelle Neuausrichtungen. Shindy, AK Ausserkontrolle und Laas Unltd. schlugen eigene Wege ein. Capital Bra wurde im Sommer 2018 als Signing vorgestellt. Nach nicht einmal einem Jahr endete diese Zusammenarbeit schon wieder. Da sein "Labelboss mit der Polizei arbeitet", hielt Capital diesen Schritt für notwendig. Samra verabschiedete sich anschließend ebenfalls von EGJ. Gegenwärtig zählen Animus, Bushido sowie Jean und Solé zur Besetzung des Berliner Labels. Auch Baba Saad zeigt sich mit dem EGJ-Camp verbunden.

Ali Bumaye & Shindy: Funkstille nach Platin-Erfolg

Shindy hatte wohl schon vor der Trennung von Bushido und Arafat Abou-Chaker eigene Pläne. Die Zeit nach dem Abgang aus dem EGJ-Lager beschrieb er Ende 2018 als "absoluter Psychoterror". Die angespannte Situation und seine Rolle darin greift Shindy musikalisch auch in seinem Track "Road2Goat" auf. Dort rappt er in Bezug auf den Split von Bushido und Arafat Abou-Chaker:

"Als die beiden mit dem Streit in jeder Zeitung sind / Kämpfen sie ums Recht auf Shindy, als wär' ich ein Scheidungskind"

Nachdem sich Shindy von seiner Vergangenheit erfolgreich abnabeln konnte, ist offenbar kein Platz mehr für alte Weggefährten wie Ali Bumaye. Von Bietigheim-Bissingen aus versorgt er seine Fans nun mit Musik. Mit Friends With Money hat Papi Pap ein eigenes Label an den Start gebracht. Auch Ali Bumayes Musikkarriere ist nicht zum Erliegen gekommen. Er releast regelmäßig Tracks – ebenfalls in neuen Strukturen. Mit "Ali therapiert" hat er zudem ein eigenes Interview-Format auf YouTube etabliert.

Doch selbst die veränderten Umstände haben die beiden ehemaligen EGJ-Signings augenscheinlich nicht wieder zusammengeführt. Dabei ist die Vergangenheit von Erfolgen gepflastert. Der Kollabo-Track "Sex ohne Grund" von Alis Album "Rumble In The Jungle" konnte über 400.000 Einheiten absetzen. Wie er damals für sich feststellte: "Der Dicke hat 'ne Platin Single"! Momentan macht es nicht den Eindruck, als könnten Ali Bumaye und Shindy ihre gemeinsame Geschichte fortschreiben.


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