Lustig oder nicht? Was Fler von "Stupido schneidet" hält

Wer regelmäßig Rap-Interviews schaut, kennt auch Stupido beziehungsweise Stupidovizion. Der YouTuber fing vor einigen Jahren an, vor allem Ansage-Videos und Interviews deutscher Rapper auf humorvolle Art zu zerlegen und neu zusammenzuschneiden. Besonders häufig erwischte es dabei Fler. Der spricht bei rap.de darüber, was er von Stupido schneidet hält.

Grundsätzlich finde er die Videos okay. Sie seien weder besonders cool, noch "schlimm". Allerdings habe Fler ein Problem mit Stupidos Ansichten: "Er denkt, er ist voll der krasse Künstler und man müsse doch bitte seine krasse Kunst anerkennen und man müsse das über sich ergehen lassen."

Der einzige Grund für seinen Streit mit Stupido, inklusive Blockierungen, gesperrten Videos und Anwaltsschreiben, sei gewesen, dass dieser denke, er könne Flers Videos nehmen, sie parodieren und das Ganze unter der Kunstfreiheit laufen lassen. Fler gefalle die vereinnahmende Haltung dahinter nicht: "Dieses: 'Ja, ich mach' das und ich finde das cool und mir ist egal, ob du das sch*iße findest.'"

Wäre Stupido auf ihn zugekommen, hätte er kein Problem damit gehabt, so Fler. Es seien nun mal seine Bildrechte und sein Eigentum. Zudem könne man nicht pauschal sagen, dass die Rechte an den Interviews einzig bei den jeweiligen Plattformen lägen.

Im vergangenen Jahr sprach Stupido selbst mit der Backspin ausführlich über seine Videos. Darin äußerte er unter anderem, dass es immer wieder Fler erwische, weil dieser sich gewehrt habe.

Stupido komme nicht aus der Hiphop-Szene und habe Fler zuvor nicht gekannt und entsprechend neutral zu ihm gestanden: "Hätte er damals das erste Video nicht sperren lassen, hätte es wahrscheinlich kein zweites gegeben. Fler bietet darüber hinaus auch immer genügend Angriffsfläche und kommt auch bei meinen Zuschauern sehr gut an. [...] Erst als er meine Videos sperren ließ, mich auf Facebook beleidigt und bedroht hatte, wurde es persönlich. Ich lasse mir genauso ungern meine Arbeit kaputtmachen wie wohl jeder andere. Die Facebook-Kommentare über Fler könnte ich mir aber sparen, das stimmt. Davon ist vieles aber auch nur Show. Die Figur Stupido sollte man nicht mit der eigentlichen Person dahinter verwechseln."

Generell führe er keinen "Kreuzzug" gegen Fler. Check hier das gesamte Interview:

Stupido: „Jetzt müsste jemand nur noch Fler erklären, wie Medien funktionieren und wie man sich nicht selber demontiert."

Meist ernstgemeinte Videos auseinander nehmen und so wieder zusammen setzen, dass deren ursprünglicher Sinn vollkommen verfremdet wird. Wenn man diese dann auch noch mit explixiten und banalen Humor versieht erhält man „YouTube Kacke". Das ist kein an den Haaren herbeigezogener Begriff, sondern ein real existierendes Genre, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Bei rap.de spricht Fler ab Minute 12:28 über Stupido.

UPDATE:

Das Interview ist mittlerweile offline.

Fler über Jan Böhmermann, Graphizzle Novizzle, Stupido, Itwasallameme (rap.de-Spezial)

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Kommentare

fler ist einfach nur dumm und ein 31er

was interessiert uns denn bitte was der oder der von dem od dem hält ? seid ihr meinungsmacher wie die bildzeitung ?

wilkommen bei hiphopbild

******

voll gay

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Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Von HHRedaktion am 31.03.2020 - 15:48

Mehrere parallel laufende Konflikte sind für Fler eher Königsdisziplin als etwas Neues. Insofern sorgt der Berliner Troublemaker im außergewöhnlichen Kalenderjahr 2020 für etwas gefühlte Normalität. Kurz nach Sentinos Disstrack-Hörprobe gibt es nun auch von Sugar MMFK Zeilen zu hören, die konkret an Flizzy adressiert sind.

Sugar MMFK disst Fler in Instagram-Part

Darin geht es unter anderem um Flers Connections zu schwarzen Community, den obligatorischen 31er-Vorwurf und in einer Line auch um Bushido. Der Grund für den neu entfachten Streit steht in den Zeilen nicht im Fokus, sondern wird nur beiläufig angerissen:

"Fler wollt' auf gut vernetzt machen ohne Highspeed / geht zu sein' alten Unterdrückern, wird zur Wifey"

"Hab' dir oft Props gegeben, aber übertreib' nicht / Bantus sind Kings, Akhi, nur du weißt nicht / mit mir f**kt keiner, Akhi, nur du weißt nicht / bei der nächsten Frechheit weiß ich, Rappen reicht nicht"

Das steckt dahinter: Dem Bonner und seinen Bantu Nation-Homies Des, G-Mac und Co ist eine Aussage aus Flers aktuellem TV Strassensound-Interview ein Dorn im Auge. Als Fler darin erklärt, dass er aufgrund seiner Kontakte zu Rappern aus der schwarzen Community kein Nazi sein könnte – was ihm ohnehin niemand vorgeworfen hat – namedroppt er auch die Bantu Nation.

"Ein Jalil, der ist mein Bruder gewesen. Er zieht die Karte jetzt? [...] Mortel, diese ganze Bantu Nation, die ganzen Filme da. Bro, welcher weiße Rapper hat die gepusht wie ich?"

Beziehungsstatus "vorbelastet": Fler & Deutschraps schwarze Community

Dieses Zitat hat die Jungs aus NRW getriggert. Schon vor einigen Tagen reagierten sie auf die Aussage und stellten klar, dass aus ihrer Sicht nur Xatar etwas derartiges von sich behaupten könnte. Nun hat Sugar eben auch für eine musikalische Antwort gesorgt.

Fler denkt dabei wahrscheinlich an eine Phase vor wenigen Jahren (circa 2016-2017), als unter anderem Mortel und seine Gang Racailles gelegentlich mit ihm zu sehen waren. Damals entstand das Video zu "Sollte so sein", in dem neben Mortel und Co auch Peti Free am Start waren. Beim Openair Frauenfeld-Konzert von Flizzy 2017 wurde eine riesige Racailles-Flagge auf der Bühne geschwenkt und auch auf der Tour damals waren immer wieder einige der Jungs auf der Bühne zu sehen, um gemeinsam Action zu machen.

Das Verhältnis war tatsächlich lange Zeit sehr positiv, aber die Mitglieder des Labels Bantu Nation spielten dabei keine vordergründige Rolle. Vielleicht hat Fler schlichtweg die Racailles und die Bantu Nation verwechselt.

Außerdem kann natürlich darüber diskutiert werden, wie viel Einfluss eine Handvoll gemeinsamer Tracks und Auftritte für den weiteren Weg von Mortel und den Racailles im Game hatten.

In die Situation, sich bei Davud zu rechtfertigen, kam Fler durch eine Line auf seinem noch relativ frischen Album "Atlantis". Im Song "Mood" bezeichnet er Jalil als "Slave", der nach seinem Job im Apple Store bei Maskulin dann zu "Django Unchained" geworden wäre.

Fler droppt Sklaven-Line gegen Jalil, aber will sie nicht rassistisch meinen

Dass Fler auf seinem neuen Album "Atlantis" auch Lines gegen den ehemaligen Homie und Kollabopartner Jalil rappt, überrascht sicher die wenigsten Hörer. Die Art und Weise sorgt allerdings...

Er beharrt darauf, dass diese Zeile lediglich ein kunstvolles Bild für Jalils persönlichen Weg sei. Das mag zum Teil so sein. Aber einen dunkelhäutigen Ex-Homie als Sklaven zu bezeichnen, ist im besten Fall höchst unglücklich gewählt und im schlimmsten Fall eben eine rassistische Line.

Dieser Provokation wird Fler sich nicht erst bei der endgültigen Veröffentlichung der LP bewusst geworden sein. Zu intensiv war sein Konflikt mit der schwarzen Community Anfang 2019. Zu lange spielt er schon dieses Deutschrap-Game, um sich nicht im Vorfeld über die möglichen Folgen dieser Zeilen im Klaren gewesen zu sein.


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