"Was ist denn mit der Realness?" Ihr habt entschieden!

Das jetzt schon legendäre Fler-Interview vom Sonntag hat die alte Realness-Debatte aufs Neue eröffnet. Zählt nur die Musik, oder müssen Rapper auch authentisch sein? 

Wie Fler, Niko, Falk Schacht, Marcus Staiger und Jalil über das Thema denken, wissen wir mittlerweile. Aber wie seht ihr das? Wir haben gefragt: Jetzt mal Real Talk: Müssen Rapper authentisch sein!? 

Ihr habt abgestimmt und hier sind die Ergebnisse.

Nur eine Minderheit hat ihr Häkchen bei "Mir egal. Diese Frage beschäftigt mich nicht." gesetzt. 11,2 Prozent der Teilnehmenden ist es also tatsächlich völlig egal, wie es bei einem Rapper um dessen Realness bestellt ist.

Immerhin 26,7 Prozent haben stattdessen die Antwortmöglichkeit "Realness ist NICHT wichtig. Wenn die Musik stimmt, ist der Rest Nebensache." angeklickt.

Als strahlender Sieger geht die Realness vom Platz. 62,1 Prozent der Stimmen sprechen sich für die Authentizität aus. Megaloh scheint Recht zu behalten: "Einzige Mucke, wo man das, was man sagt, auch verkörpern muss". Und Fler offenbar auch.

Das Ergebnis im Überblick:

11,2% – Mir egal. Diese Frage beschäftigt mich nicht.

26,7% – Realness ist NICHT wichtig. Wenn die Musik stimmt, ist der Rest Nebensache.

62,1% – Realness ist wichtig. – "Einzige Mucke, wo man das, was man sagt, auch verkörpern muss."

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Kommentare

Hä? Wieso Megaloh? Ja der auch ABER FLER HAT DAS GESAGT IHR HOLZKÖPFE!

Megaloh scheint Recht zu behalten: "Einzige Mucke, wo man das, was man sagt, auch verkörpern muss". - weil das Zitat von Megaloh stammt und nicht von Fler du Holzkopp

xReal.......die zitierte Line ist von Megaloh.....und das bezieht sich auf die 62% denen Realness wichtig ist

Diese Umfrage ist doch genau so behindert wie Fler sein gelaber.

Erst mal müsstet ihr authentizität definieren.

Ich halte Kolle zum Beispiel für authentisch, nicht weil er alles was er in seiner Mukke erlebt selbst erlebt hat sondern weil er immer Imagerapper war und nie Anspruch darauf erhoben hat Kredibilen Straßensound zu machen.

Oder um es mit Karuzos Worten zu sagen: Yau, ich bin ein Lügner, jeder Satz ist gelogen.

*in seiner Mukke rappt

war natürlich gemeint

"Erst mal müsstet ihr Authentizität definieren" - Laut Duden: echt, den Tatsachen entsprechend

Das heißt wenn man was vorspielt zu sein was man nicht ist, egal ob man das schon immer gemacht hat, ist man NICHT authentisch

Es ist manchmal echt traurig das sich solche Menschen paaren dürfen. Wegen solchen Leuten sehe ich schwarz für die Hip Hop Kultur.

Ich lese mir das Ergebnis erst hiernach durch und ich sage die Fakeseite gewinnt natürlich.

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Was ihr alle für einen Film schiebt. Eine Debatte, die von einem der am wenigsten realen Rappern, eingeläutet wurde. Bitte... Was habt ihr davon, wenn sich Rapper Xy mit irgendwelchen Straftaten schmückt? Könnt ihr das nachvollziehen und fühlen, weil ihr mal bei Rewe beim klauen erwischt wurdet und Mami euch den Arsch versohlt hat? Ihr nehmt euch selber ernster, als ihr es solltet. Und wenn ich nur noch Freundeskreis und andere Backpacker höre, werde ich depressiv.

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Wie Kollegah zurück in die Erfolgsspur finden will

Wie Kollegah zurück in die Erfolgsspur finden will

Von Michael Rubach am 22.07.2019 - 17:53

Kollegah machte zuletzt mehrfach eine eher unglückliche Figur. Sei es der Ausgang des Battle-Turniers Alpha Royale, das geplatzte Coaching-Event namens "Alpha Offensive" oder der überschaubare kommerzielle Erfolg seiner Signings auf Alpha Music – vieles lief in den letzten Monaten nicht wirklich bosshaft. Also entschied sich der Labelchef und Deutschrap-Veteran "Alles auf Null" zu setzen. Was das genau bedeutet, können wir seit einigen Tagen auf seinen Social-Media-Kanälen mitverfolgen.

Kollegah & Majoe feiern ihre Reunion

Im Frühjahr 2014 war die Welt bei Kollegah noch in Ordnung. Sein Album "King" stand in den Startlöchern und der Boss tobte sich in der Promophase nach Lust und Laune aus. Zusammen mit Majoe entstanden virale Spaß-Songs, die allein von einem einprägsamen Slogan lebten. Ja, "Von Salat schrumpft der Bizeps" und "Wat is' denn los mit dir" sind schon vor mehr als fünf Jahren veröffentlicht worden. Kollegahs Art und sein Humor trafen damals einen Nerv und "King" wurde mit über 300.000 verkauften Einheiten zu seinem bis dato erfolgreichsten Soloalbum.

Anscheinend hat sich Kollegah nun an diese glorreiche Vergangenheit erinnert. Also reaktiviert er für seine YouTube-Blogs und Insta-Clips Majoe. Wie in alten Tagen flachsen die Muskelbuddys herum, zitieren ihre bekannten Sprüche und lassen sich fernsteuern. Es fühlt sich fast so an, als hätte jemand die Zeit zurückgedreht. Selbst die Anfangssequenz zu "Bosshaft unterwegs" ist noch die gleiche wie damals.

Nur ist 2019 schwer vorstellbar, dass sich die Millionen von Klicks aus 2014 wiederholen lassen. Kollegah hat seine Vorreiter-Stellung auf YouTube eingebüßt und das Auftretren von Majoe dürfte daran kaum etwas ändern. Auch seine Hochphase liegt ein paar Jahre zurück. Im Windschatten von Kollegah konnte Majoe mehrere Nummer-1-Alben verbuchen. Sein letztes Release "Frontal" verfehlte jedoch die Top 10 (Platz #15). Die Reunion der beiden Rapper wirkt daher wie eine Zweckgemeinschaft. Zusammen stehen sie für eine gute – weil kommerziell rosige - Vergangenheit. Die Internetgemeinde ist aber nicht stehengeblieben, sondern hat sich umorientiert. Videos vom Baggersee dürften eher bosshafte Nostalgiker fühlen.

Kollegah distanziert sich (erneut) von Dirk Kreuter

Kollegahs geplantes Coaching-Event "Alpha Offensive" war ein Fiasko. Von der Lifecoaching-Szene und ihrem prominenten Vertreter Dirk Kreuter will Kollegah heute nichts mehr wissen. Das Chaos um die horrenden Ticketpreise und die anschließende Schlammschlacht nutzt Kollegah nun als Joke-Material. Neben einem Kurt Unkraut (dieser Mann heißt wohl nicht zufällig so) macht sich Kolle in feinem Anzug über das gescheiterte Event lustig. Wiederum tritt hier Majoe nach ein paar Sekunden auf und feuert ein "Wat is' denn los mit dir" in die Runde. Der Trubel dient der selbstironischen Werbung für Kolles kommende "Monument"-Tour.

Weniger amüsant sind die Nachrichten, die Kollegah parallel dazu in seiner Insta-Story verbreitet. Dort beleidigen einige Alphas Dirk Kreuter als "Schw*nzlutscher" oder "Ratte". Ein User leitet sogar Misshandlungs-Fantasien an Kollegah weiter, der diese wiederum für seine Community repostet. Der Grund? Der Lifecoach soll bei einer Veranstaltung Voice-Mails von Kollegahs Manager Akay abgespielt haben. Das ist sicherlich keine feine Geste. Dass Kollegahs Reaktion darin besteht, scheinbar wahllos die feindseligen Nachrichten seines Alpha-Mobs zu vervielfältigen, hinterlässt einen ebenso bitteren Beigeschmack.

Felix Blume und Kollegah sind kaum zu unterscheiden

Was Kollegah vor ein paar Monaten mit seinem eigenen YouTube-Channel unter seinem bürgerlichen Namen begonnen hatte, ist mehr und mehr zu einem weiteren Kollegah-Channel geworden. Die feierliche Reunion mit Majoe wurde auf diesem Kanal platziert. Der neueste Blog mit dem Duisburger Rapper landete auf der Plattform von Alpha Music Empire. Sprache und Attitude sind hier nahezu deckungsgleich. Den Mindset-Talk liefert zwar weiterhin Felix Blume, aber viel von dem angekündigten Menschen, "den mehr auszeichnet als Zigarren, Sonnenbrillen und Pimpgehabe" ist kaum etwas zu entdecken. Kollegah ist fast nur noch Boss und geht zurück zu seinem Markenkern.

Reise ins Private: Kann Kollegah auch Felix Blume?

Kollegah gibt sich schon seit einigen Jahren nicht mehr ausschließlich als unnahbarer und alles zerberstender Überboss. Ein neuer YouTube-Channel soll nun den Fokus vollends auf den Menschen Felix Blume lenken. Doch kann die Person hinter Kollegah überhaupt aus dem Schatten einer Kunstfigur treten, die über 15 Jahre hinweg zu einer schillernden Marke ausgebaut wurde?

Als Beobachter dieser Inszenierung wird man den Verdacht nicht los, dass Kollegahs Ansage "Alles auf Null" setzen zu wollen, so nicht ganz stimmt. Die Null ist vielmehr seine eindrucksvollste Karrierephase um 2014. Ob die Mittel von 2014 jedoch ausreichen, um das angekratzte Image gegenwärtig wieder auf Vordermann zu bringen, bleibt abzuwarten.


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