Kay One über Bushido, Al-Gear, Stern TV, sein Album & die Hiphop-Kultur (Interview) - Toxik trifft

"Dieser Grundgedanke im Hiphop ist einfach verloren gegangen. Dieses ganze Hiphop-Ding ist kaputt gegangen. Diese Harmonie wie damals, [...] mit Leuten wie Freundeskreis, [die] Hamburg[er] ***** Clikke, Ruhrpott AG, diese ganze riesen Hiphop-Community, Stieber Twins und Torch, das wurde kaputt gemacht durch diesen Gangsterrap [den Bushido reingebracht hat]."

So sieht Kay One mit einigem Abstand das Einwirken von Bushidos Musik auf die deutsche Rap-Szene. Der ehrliche Grundgedanke und das reine Kräftemessen in (Freestyle-)Battles seien verloren gegangen. 

Doch fangen wir ganz von vorne an, denn es geht direkt kontrovers los: F*ck die Reporter heißt ein Track auf J.G.U.D.Z.S.Kay Ones neuem Album. Natürlich muss da Toxik im Interview direkt nachhaken. Kay rudert zurück und meint, dass er damit natürlich nicht jeden Journalisten meine, sondern nur ein paar spezielle Reporter der Boulevardpresse, die Unwahrheiten verbreitet haben sollen.

Ähnlich sieht er auch die Vergangenheit mit Bushido und räumt ein, dass da viele Unwahrheiten im Raum stehen würden. Im Rahmen dessen geht er auf Aussagen von Bushido selbst, La Honda, Eko Fresh und weiteren Insidern ein. Er möchte nun kein Blatt mehr vor den Mund nehmen.

Thematisch geht's weiter mit Kays Touren, seinem Lebenswandel, was Partys und Schmuck angeht, und der ihm verbietet, einfach mal eben so kurz in den Supermarkt einkaufen zu gehen, seine Hiphop-Vergangenheit und sehr vieles mehr.

Alle weiteren Infos zum Album findest du auf iTunes und Amazon:

25.06.2015 - 16:52

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Kommentare

Kay ist ganz okay .
Macht halt immer sein Ding.

Wieso spricht ihn eigentlich keiner auf die wiedersprüche an? er behauptet arafat war wie sein bruder.. besser befreundet als mit bushido... arafat hat bei ihm gewohnt.. die waren zusammen im urlaub usw.. paar minuten später sagt er, er hatte zu der zeit in berlin nix.. eine 25qm wohnung.. nur gefälschte uhren und nichtmal geld für ein auto.. irgendwie macht das alles so garkein sinn.. er sagt auch die polizei macht nix bei morddrohungen?
ich wurde schon abgestraft, weil ich jemanden haue >angedroht< habe.. aber kay one helfen die nicht wenn er und seine familie jeden tag mit mord bedroht und beleidigt wird?

bitte macht mal ordentliche interviews wenn die leute behaupten die wahrheit zu sagen, dann sollen die schon eine stimmige geschichte erzählen die sinn macht und optimalerweise belegbar sind.. hat er keine kontoauszüge von der zeit? hat er keine alten verträge die offen legen das ihm nichts zusteht?

Sagt mal wie bescheuert seid ihr denn eigentlich? Dieses Interview ist identisch mit den anderen 3 und dennoch ladet ihr es hoch? Da kann man echt nur den Kopf schütteln.

https://soundcloud.com/djmelmark/bushido-wenn-der-kiefer-bricht-beat-by-djmelmark

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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