Bushido fürchtet um ungeborenes Kind: Album muss warten

Bushido und seine Frau Anna-Maria teilten gestern über ihre sozialen Netzwerke die tragische Nachricht, dass es Komplikationen bei der Schwangerschaft gebe. Eigentlich erwartet das Ehepaar aktuell Drillinge. Nun stehe allerdings aufgrund eines Blasensprungs im Raum, dass das Herz eines der Kinder in naher Zukunft aufhöre zu schlagen.

Bushido & Anna-Maria berichten über Schwangerschaftskomplikationen

Anna-Maria teilte in ihrer Instagram-Story die Nachricht und erklärte, warum sie fürs Erste im aktuellen Prozess zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker nicht weiter vor Gericht aussagen werde. Die Gegenseite hatte behauptet, sie wolle sich vor dem Prozess drücken. Bereits Anfang letzten Monats hatte Bushido ein Bild geteilt, welches seine Ehefrau scheinbar im Krankenhaus zeigte.

In ihrer Story führte Anna-Maria nun aus, dass sie in der 17. Schwangerschaftswoche einen Blasensprung erlitten habe und in den letzten Wochen entscheiden musste, wie sie damit umgehe.

"Ein Herz meines Kindes wird voraussichtlich in den nächsten 2-3 Wochen aufhören zu schlagen. Ein Blasensprung in der 17. SSW, 3 Tage nach meiner letzten Aussage vor Gericht. Eine Entscheidung die mein Mann und ich treffen mussten, gegen ein Kind aber für die anderen beiden!"

Auch Bushido teilte die Nachricht über Twitter. Er bat um Verständnis dafür, dass sein Fokus aktuell natürlich nicht auf der Musik liege. Sein anstehendes Album "Sonny Black 2", welches eigentlich nächsten Monat erscheinen sollte, würde daher verschoben. Ein neues Release-Datum gibt es noch nicht.

Nachdem das Paar mit der aktuellen Situation an die Öffenlichkeit gegangen ist, gibt es nun von vielen Seiten Beileidsbekundungen. Neben Freunden wie Baba Saad, meldete sich auch Fler zu Wort, der über Instagram Anna-Maria sein Beileid ausdrückte.

Auch wir von Hiphop.de drücken Anna-Maria und Bushido unser Beileid aus und wünschen der Familie viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.

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Rooz gewinnt vor Gericht gegen Bushido

Rooz gewinnt vor Gericht gegen Bushido

Von HHRedaktion am 23.08.2021 - 15:00

Rooz hat vor Gericht gegen Bushido gewonnen. Wir haben mit Rooz, der bei Hiphop.de jahrelang die Show #waslos moderierte, kurz über das Urteil und die Vorgeschichte gesprochen.

Am vergangenen Donnerstag hatte sich Bushido vor Gericht verantworten müssen. Rooz hatte gefordert, dass Bushido ihn nicht mehr aufgrund seiner angeborenen Krankheit beleidigen darf. Es ging dabei um eine Reihe von Disses, in denen Bushido sich unter anderem auf Gene und Genetik bezogen hatte. Das Gericht gab Rooz recht. Verstößt Bushido gegen das Urteil, droht ihm eine Geldstrafe von bis zu 250.000 €.

Rooz gewinnt Prozess gegen Bushido

Rooz hatte sich bezüglich verschiedener Lines mit einem Eilantrag an das Landgericht in Essen gewandt. Unter anderem ging es um den Track "Blei" aus dem letzten Jahr, den Trailer zu Bushidos DVD "SB2", in dem der Song zu hören war und um die kürzlich erschienene Single "King Sonny Black". Auf Letzterer hatte Bushido Rooz als "Missgeburt" bezeichnet. Dies wurde ihm nun untersagt.

Aufgrund Rooz' angeborener genetischen Stoffwechselkrankheit würde Bushido mit seiner Zeile die Grenzen der Kunstfreiheit sprengen, entschied das Landgericht. Dies sei ein klarer Eingriff in die Menschenwürde, da ähnlich wie im Nationalsozialismus einem Behinderten das menschliche Dasein abgesprochen würde. Der Gerichtssprecher erklärte, dass dem Gericht bewusst sei, dass es sich bei dem Song um Rap handele und dort andere Maßstäbe gelten würden, doch auch die seien hier überschritten worden. So erklärte der Vorsitzende: 

"Der Rap ist eine spezielle Kunstform, die von Grenzverletzungen lebt. Die juristische Frage ist: Wie weit darf die Kunst gehen."

Dies gelte grundsätzlich nicht nur für das Wort "Missgeburt" sondern auch für die anderen Beleidigungen gegenüber Rooz. Da es sich hier aber um einen Eilantrag handelte, könne man sich nur auf den neuesten Track beziehen. Die Formalia setzen für einen Eilantrag nämlich voraus, dass die Rechtsmittel innerhalb von zwei Monaten nach der beanstandeten Handlung eingesetzt werden. Bei dem Trailer sowie bei der Single "Blei" sei eine besondere Eilbedürftigkeit nicht mehr gegeben.

Bushido disst für Amazon-Promo, Fler zum Spaß

Nachdem Fler auf musikalischer Ebene bisher einen ziemlich einsamen Kampf gegen Bushido geführt hat, ist diese Zeit nun vorbei. Der EGJ-Boss disst auf seiner Single "Blei" - nicht zuletzt als Promo für Geldgeber Amazon - unverblümt zurück. Fler hat diesen nach der Ankündigung von "Sonny Black II" absehbaren Schritt antizipiert.

Beleidigt Bushido Rooz in Zukunft wieder auf diese Weise, droht ihm eine Geldstrafe von bis zu einer Viertelmillion Euro. Gegen die Lines, die aus formalen Gründen nicht mehr beanstandet werden können, kann Rooz des weiteren strafrechtliche sowie zivilrechtliche Schritte in einem Hauptsacheverfahren einleiten.

Wir haben uns mit Rooz über das Verfahren unterhalten und ihn zunächst gefragt, was seine Beweggründe dafür waren, den juristischen Weg zu wählen. Er erläutert, dass es auch für ihn eine Ausnahmesituation gewesen sei:

"Es geht nicht einfach um die Beleidigung ‘Missgeburt’. Bushido hat seit seiner Trennung von Arafat angefangen, nur noch mich zu beleidigen – nicht mehr seine Kontrahenten. Anfangs habe ich das sportlich gesehen, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es nur noch darum geht, auf meine Krankheit zu verweisen. Als er anfing, von Genen und Genfehlern zu rappen, um mich zu diffamieren, war für mich eine Grenze überschritten."

Rooz sagt, rechtliche Schritte hätte er trotzdem nicht bei jedem eingeleitet: 

"Normalerweise würde man gerade in der Hiphop-Szene den Rechtsweg vermeiden, weil Battlen und Beleidigen zum Sport unserer Hiphop-Kultur gehört. Aber seit ich in der Szene aktiv bin, bekomme ich mit, dass Bushido gegen andere gerichtlich vorgeht. Er hat zwei Sachen in die Szene gebracht: Rücken und Anzeigen. Deshalb konnte früher niemand gegen ihn gewinnen. Mit Bushido ist das kein Sport, er ist ein Unterdrücker. Ich habe auch keine Möglichkeit gesehen, mich privat mit ihm zu einigen. Ich überlegte also, was ich machen könnte und bin dann zum Anwalt gegangen.” 

Bei der Frage, ob er zufrieden mit dem Ausgang des Verfahrens sei, hat Rooz gemischte Gefühle, weil weitere Forderungen mit einem Eilantrag nicht mehr durchgesetzt werden konnten:

"Schwer zu beantworten. Ich bin nicht ganz zufrieden, weil mich sein Nazi-Jargon mit dem Gerede über Gene mehr gestört hat als das Schimpfwort, das ihm jetzt verboten wurde. Aber da bin ich leider an einer Formalie gescheitert.” 

"Ich glaube, es war wichtig, ihn auf seinem eigenen Spielfeld zu schlagen. Bushidos Karriere haben zwei Namen stetig begleitet: Arafat und Bezzenberger [die Kanzlei, die Bushido vertritt]. Mit diesen Namen hat er meiner Meinung nach über Jahre hinweg eine Angstsituation erschaffen. Es war mir wichtig, diesen Angst-Mythos zu brechen, um den Leuten zu zeigen, dass er ein ganz normaler Versager ist. Dafür musste ich ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen."


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