Bobby Shmurda nach sechs Jahren aus dem Gefängnis entlassen

Es ist der Moment, auf den viele Rapfans seit Jahren sehnlichst warten: Bobby Shmurda wird heute aus dem Gefängnis entlassen. Der Rapper wurde im Dezember 2014 festgenommen und saß seitdem seine Haftstrafe ab. Nun wird Bobby vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, allerdings unter strengsten Auflagen. Seine Bewährung endet erst 2026.

Quavo will Bobby Shmurda vom Gefängnis abholen

Nachdem Bobby Shmurdas Antrag auf vorzeitige Entlassung im August des letzten Jahres noch abgelehnt wurde, ist es nun so weit. Heute soll Bobby Shmurda Rikers Island verlassen dürfen. Dort saß der GS9-Rapper mittlerweile seit knapp sechs Jahren. Nun kommt Bobby endlich frei.

Mit dem Migos-Mitglied Quavo war vor seiner Verurteilung eigentlich ein gemeinsames Tape geplant, welches den Namen "Shmigo Gang" tragen sollte. Die beiden verbindet nach eigenen Angaben eine gute Freundschaft und so kündigte Quavo gegenüber Billboard an, dass er Bobby Shmurda persönlich direkt nach dessen Entlassung vom Gefängnis abholen werde.

Bobby selbst feierte seine baldige Rückkehr kürzlich mit einem Instagram-Post, der einen Ausschnitt aus dem Film "King Of New York" zeigt. In dem Schnipsel wird Christopher Walken, der den Drogenbaron Frank White spielt, aus Rikers Island entlassen.

Nach Angaben seiner Mutter wird Bobby seine Rückkehr mit einem ruhigen Essen im engsten Kreis seiner Familie feiern und dann so bald wie möglich damit anfangen, neue Musik rauszuhauen.

Bobby Shmurda saß knapp sechs Jahre im Gefängnis

Ursprünglich wurde ihm die Beteiligung an einem Mordkomplott, vorsätzliche Gefährdung und Waffenmissbrauch vorgeworfen. Kurz nach Antritt seiner Haftstrafe versuchte er gemeinsam mit seiner damaligen Freundin, ein Messer in das Gefängnis zu schmuggeln, wodurch seine Strafe verlängert wurde.

Bobby Shmurda wurde damals gemeinsam mit einigen seiner Gang-Kollegen angeklagt, darunter auch einer seiner besten Freunde, der ebenfalls rappende Rowdy Rebel. Shmurda wurde damals angeboten, seine Haftstrafe von sieben auf fünf Jahre zu verkürzen. Bei diesem Deal wäre Rowdy Rebel allerdings für 12 Jahre in den Knast gewandert.

"Die sagten, dass er nur dann sieben Jahre kriegt, wenn ich auch sieben Jahre reingehen würde. Also musste ich einen fürs Team einstecken."

("They said the only way they’ll give him seven is if I took seven, too. So, you know, I had to take one for the dawgs.")

Rowdy wurde vor Kurzem auch aus dem Gefängnis entlassen und sprach mit Revolt über die anstehenden Pläne der beiden. Sie würden definitiv dieses Jahr in New York beim Summer Jam-Festival auftreten, das sei "Pflicht".

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"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

Von Michael Rubach am 08.04.2021 - 15:41

Gzuz wurde letztes Jahr unter großem medialen Interesse vom Amtsgericht Hamburg zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Im Interview bei Kiss FM hat sich Gazo nun ausführlich zu dem zurückliegenden Prozess geäußert und auch bestätigt, dass ihm zusätzlich eine Geldstrafe von 500.000 Euro aufgebrummt worden ist. Gleichzeitig nimmt er zu einem kommenden Berufungsverfahren Stellung.

Gzuz sieht sich nicht als "Justizopfer"

Eine Frage treibt die Fans der 187 Strassenbande um: Muss Gzuz tatsächlich erneut ins Gefängnis? Unter anderem wegen Drogenbesitzes, Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz wurde der Rapper in erster Instanz schuldig gesprochen. Hier hakt Kiss FM Moderatorin Alisha direkt beim Hamburger nach und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Gzuz erteilt bereitwillig Auskunft:

"Ja, es steht auf jeden Fall im Raum. Aber ich find es schon ein bisschen happig, wenn der Staatsanwalt 14 Monate fordert und der Richter dir 18 Monate und ne halbe Million gibt. Dann ist das schon – ja, so ein bisschen auffällig. Und wenn man sich dann auch die Taten anguckt. Das ist natürlich ein schwebendes Verfahren, aber wenn man sich das alles anguckt, ist es schon ein bisschen happig. Deswegen geht man da in Berufung und hat da nochmal die Chance, sich vor einem anderen Gericht vielleicht zu erklären, sag ich mal. Und dann versuchen, da was Besseres rauszuholen für mich. Aber erstmal steht das im Raum, dass ich in Haft muss. Also vielleicht kommt man da nicht drum rum. Aber dann ist das so. Wär ich jetzt sauber durchs Leben gegangen, dann ist das keine – ich bin jetzt kein Justizopfer oder so. Man muss schon sagen, dass ich da auch Scheiße gebaut habe."

Bereits Bonez MC hatte nach dem Urteil im September die Strafe als "utopisch" bezeichnet. Zeitgleich stellte der 187-Chef ein weiteres Soloalbum von Gzuz vor Haftantritt in Aussicht. Das Hashtag #freegzuz trendete zudem unmittelbar nach dem Gerichtsprozess, der demnächst wohl auf anderer Ebene neu aufgerollt wird. Gzuz dazu:

"Ich wurde vorm Amtsgericht verurteilt und in nächster Instanz ist das Landgericht. Und beim Landgericht wird dann eine andere Strafkammer für mich zuständig sein."

Wann das Berufungsverfahren stattfindet, ist laut Gzuz noch nicht klar. Ein erneuter Prozess sei aus der Sicht des Hamburger Rappers erst einmal "besser als Knast". Demnächst erscheint mit dem "Sampler 5" ein neues Album der gesamten 187-Gang. Vor Kurzem releasten die Jungs die Single "Verpennt". Gzuz taucht dabei allerdings ausschließlich im Video auf.

Das komplette Interview mit Gzuz bei Kiss FM kannt du hier anhören:


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