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Jay Rock, Kendrick Lamar, Future, James Blake - King's Dead (Pseudo Video)

Der vielleicht erste richtig große Nummer des Jahres kommt in den Staaten von Kendrick Lamar. Nachdem K.Dot letztes Jahr mit "DAMN." so ziemlich alles rasiert hat (auch bei den Hiphop.de Awards), startet er mit seinem ersten eigens kuratierten Film-Soundtrack in die Spielzeit 2018. Kendrick ist für die Musik zum neuen Marvel-Streifen "Black Panther" verantwortlich und jetzt gibt es ruhigeren Tönen in "All The Stars" mit SZA ein anderes Kaliber.

Auf einer drückenden Produktion von Mike Will Made-It und Teddy Walten geben Jay Rock, Kendrick und Future (mit interessanten stimmlichen Variationen) sich gegenseitig die Fackel in die Hand, bevor das Ganze bei ähnlich offensivem Style nach einem Beat-Switch deutlich trippiger wird. Fürs zweite Instrumental konnte Kung Fu Kenny seinen Tour-Support James Blake gewinnen.

Nicht nur nominell die vielleicht erste dicke Bombe 2018. "King's Dead" bietet auf 3:50 Minuten Abwechslung, Lyrics und Potenzial zum Turn-Up. Es war wohl nicht die schlechteste Entscheidung, Kendrick Lamar und TDE die Verantwortung für den "Black Panther"-Soundtrack zu geben. Und auch wenn Jay Rock auf YouTube und Spotify als erster Artist genannt wird und einen starken Part abliefert, ist es ziemlich eindeutig, wer der Nummer hier seinen Stempel aufdrückt.

13.01.2018 - 12:31

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Wieso das neue Video von Kendrick Lamar & SZA einen bitteren Beigeschmack hat

Wieso das neue Video von Kendrick Lamar & SZA einen bitteren Beigeschmack hat

Von Karo Hellmich am 12.02.2018 - 16:00

Vor knapp einer Woche haben Kendrick Lamar und SZA ihre gemeinsame Videosingle "All The Stars" veröffentlicht, die zum Soundtrack des neuen Superhelden-Films "Black Panther" gehört. Das Video sorgt jedoch für eine Kontroverse: Die britisch-liberianische Künstlerin Lina Iris Viktor wirft den Machern vor, sich ohne Erlaubnis bei ihrer Arbeit bedient zu haben.

Dabei geht es um ein Bild aus ihrer Serie "Constellations". Laut New York Times sei Lina Iris Viktor zweimal von den Filmemachern kontaktiert worden, beide Male habe sie eine Beteiligung mit ihrer Kunst abgelehnt. Nun scheinen dennoch deutliche Parallelen zwischen einer Szene des Videos und ihrer Arbeit aufzutauchen:

July 16 is the final day to view The Woven Arc. The Cooper Gallery. Harvard. Featuring works by Nick Cave, Glenn Ligon, Yinka Shonibare, El Anatsui, Peter Sacks, Grace Ndiritu, Tim Rollins and K.O.S, along with a special installation by David Adjaye. Curated by Vera Ingrid Grant. @coopergalleryhc #LinaIrisViktor

1,381 Likes, 23 Comments - ⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀LINA IRIS VIKTOR (@linairisviktor) on Instagram: "July 16 is the final day to view The Woven Arc. The Cooper Gallery. Harvard. Featuring works by..."


Foto:

Kendrick Lamar ft. SZA – All The Stars, Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=JQbjS0_ZfJ0

Die goldschwarze Farbwelt und die Muster des Videos scheinen tatsächlich deutlich inspiriert von Viktors Werk zu sein. Lediglich eine Hommage? Wohl eher nicht.

In ihrer Anklage erklärt Viktor, dass das Musikvideo in der 19-sekündigen Sequenz nicht nur "den sofort erkennbaren und einzigartigen Look" ihrer Arbeit, sondern auch viele der "spezifisch urheberrechtlich geschützten Elemente" enthalte. Dazu würden beispielsweise stilisierte Motive mythischer Tiere, vergoldete geometrische Formen auf schwarzem Grund und markant texturierte Flächen und Muster zählen.

Kendrick Lamar, SZA - All The Stars

Black Panther The Album out now http://smarturl.it/BlackPantherAlbum Directed by Dave Meyers & the little homies Black Panther The Album Music From And Inspired By Album on All Digital Platforms & In Stores Now Music video by Kendrick Lamar, SZA performing All The Stars. (C) 2018 Aftermath Records http://vevo.ly/nzzt7e

Es ist ein schwieriger Fall, denn Stil ist im Sinne des Copyrights nicht geschützt. Die Macher des Videos werden wohl relativ einfach damit argumentieren können, dass das Bild nicht Eins-zu-eins kopiert wurde. Einen bitteren Beigeschmack hat das Ganze natürlich trotzdem. Selbst, wenn die Verantwortlichen sich rein rechtlich durchsetzen könnten, handelt es sich dennoch um eine ethisch kritische Situation.

Im Film "Black Panther" geht es vor allem um Black Empowerment. Es ist ein Superhelden-Film, in welchem fast ausschließlich Afroamerikaner die Hauptrollen spielen. Gleichzeitig wird sich bei der Kunst einer Afrikanerin bedient. Ohne ihre Zustimmung. Das passt leider nicht zusammen. "Kulturelle Aneignung ist etwas, was afroamerikanischen Künstlern immer wieder passiert. Ich will mich dem entgegenstellen", wird Viktor von der New York Times zitiert. Und auch ihr Anwalt Christopher Robinson äußert:

"Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem 'Nein' auch 'Nein' bedeutet, egal in welchem Bereich. Es macht mich sehr wütend, dass sie so ausgenutzt wird."

Kendrick Lamar, Top Dawg Entertainment-Chef Anthony Tiffith, Disney und der Videoregisseur Dave Meyers haben eine Stellungnahme bisher übrigens abgelehnt.


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