Echo-"Debatte" um Kollegah & Farid Bang: Kunstfreiheit oder struktureller Antisemitismus? – On Point

Gefühlt hat schon jeder seine Meinung zur vermeintlichen Antisemitismus-Debatte rund um den gewonnen Echo für "JBG 3" geäußert. Für Arias Geschmack haben aber entschieden zu viele Leute den eigentlich wichtigsten Punkt in der Diskussion um Farid Bang und Kollegah vollkommen verpasst. Es gehe nicht um einzelne Songzitate, die aus dem jeweiligen Kontext gerissen werden, sondern viel mehr um Suggestionen außerhalb der Musik, die mindestens strukturellen Antisemitismus tolerieren, so Aria. Wenn die konkreten Künstler – in diesem Falle Kollegah – nicht deutlich dazu Stellung nehmen, wirft das Fragen auf. Deutscher Hiphop muss sich nicht bei jeder kritischen Kleinigkeit aus dem Mainstream angegriffen fühlen und dürfte langsam auch eine eigene Kritikfähigkeit entwickeln, um voranzukommen. 

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16.04.2018 - 16:36

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Kommentare

Songzitate aus dem Kontext gerissen?(den "Kontext", bezogen auf die line über die jeder aktuell redet, soll mir mal einer erklären..)
beim böhmermanngedicht oder anderen Karikaturen hört der spass auf?nicht wahr:),war ja nur battlerap lol
was für eine kollektive Heuchelei in der "hip hop" Szene
am ende des Tages geht es doch nur um eins, money ;)
und da hat der KOLLEge mehr mit seinen Feinden gemeinsam als er es sagt und bestimmt auch weiß

Es ist nicht deutscher Hip Hop der kritikunfähig ist, sondern es sind bestimmte Künstler - undzwar die, denen ihr am meisten Plattform bietet, weil sie kontrovers sind und Klicks generieren.

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BMG beendet Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang

BMG beendet Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang

Von Jonas Lindemann am 19.04.2018 - 19:35

Das zum Bertelsmann-Konzern gehörende Musikunternehmen BMG hat die Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang nach der Diskussion rund um die Echo-Verleihung vorerst beendet.

"Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen. Wir entschuldigen uns bei den Menschen, die sich verletzt fühlen", so BMG-Vorstandschef Hartwig Masuch gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Ein durchaus überraschender Schritt, da sich BMG erst heute Morgen schützend vor die Künstler stellte. Das tut Masuch trotz der Beendigung der Kooperation weiterhin: "Ich finde diese Zeilen auch geschmacklos. Meine Mitarbeiter und ich stehen mit den Künstlern in Kontakt und die distanzieren sich klar von jeder Form von Antisemitismus. Das tun wir auch."

BMG positioniert sich in der Diskussion um Kollegah & Farid Bang

Nachdem Kollegah und Farid Bang letzte Woche mit einem Echo für "JBG 3" ausgezeichnet wurden, folgte eine Welle an Reaktionen ...

"Jung Brutal Gutaussehend 3" erschien im Dezember vergangenen Jahres über Farids Label Banger Musik, Kollegahs Alpha Music Empire sowie BMG. Der Vertrieb erfolgte über Groove Attack.

Eine Übersicht zum schier endlosen Echo-Thema findest du hier:

Echo

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