Wieso sich M.I.A. jetzt mit Kendrick Lamar & Beyoncé anlegt

M.I.A. sah sich erst kürzlich heftiger Kritik ausgesetzt, weil sie H&M dabei geholfen hatte, deren Image umweltfreundlicher zu gestalten.

Obendrein musste sich die Künstlerin mit einer Klage der NFL herumärgern, weil sie vor laufender Kamera den Stinkefinger gezeigt hatte.

M.I.A. bleibt aber trotzdem rebellisch: Ihrer Meinung nach seien die meisten Künstler zu ängstlich, um aus dem Status Quo auszubrechen. Was aber dringend notwendig sei.

In Zuge eines Interviews mit dem Evening Standard hat sich die Sängerin deswegen jetzt mit ihren Kollegen Kendrick Lamar und Beyoncé angelegt.

Auch wenn sie Beyoncés Einsatz beim Super Bowl zu schätzen wisse, reiche #BlackLivesMatter laut M.I.A. einfach nicht aus:

"Es ist interessant, dass in Amerika das Problem, über das du reden darfst, Black Lives Matter ist. Es ist keine neue Sache für mich – es ist das, was Lauryn Hill in den 1990ern gesagt hat oder Public Enemy in den 1980ern."

"Werden Beyoncé oder Kendrick Lamar sagen, dass muslimische Leben wertvoll sind [Muslim Lives Matter]? Oder Syrian Lives Matter? Oder dieses Kind in Pakistan ist wichtig? Das ist eine viel interessantere Frage."

"Und du kannst sie nicht auf einem Song stellen, der auf Apple ist, du kannst sie nicht in einem amerikanischen TV-Programm fragen, du kannst das Hashtag nicht auf Twitter kreieren und Michelle Obama wird sich auch nicht öffentlich dafür stark machen [is not going to hump you back].'"

Diese Aussagen stießen nicht überall auf Gegenliebe und wurden teilweise als Kritik an der #BlackLivesMatter-Bewegung verstanden. M.I.A. macht ihren Standpunkt deswegen nochmal über Twitter deutlich:

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#alllivesmatter

Stabile Frau, Stabile Aktion - ich hoffe sie nimmt keine Drogen

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Kendrick Lamar erteilt Smartphone-Verbot auf Konzerten

Kendrick Lamar erteilt Smartphone-Verbot auf Konzerten

Von Yma Nowak am 11.02.2018 - 10:36

Viele Konzertbesucher können es sich gar nicht mehr vorstellen: Ihren Lieblingsstar nicht auf etlichen Fotos und Videos festzuhalten, wäre fast verschwendetes Geld. Doch Kendrick Lamar möchte seine Fans nun dazu ermutigen, den Moment zu genießen, indem sie ihre Smartphones während eines Konzerts nicht benutzen dürfen. Laut dem Guardian würde Kendrick nicht einmal professionellen Fotografen die Genehmigung erteilen, seinen neuesten Auftritte abzulichten. Die Europatour startete er letzte Woche in Dublin. 

THE DAMN. TOUR [EUROPE]

Gefällt 388.8 Tsd. Mal, 22.6 Tsd. Kommentare - Kendrick Lamar (@kendricklamar) auf Instagram: „THE DAMN. TOUR [EUROPE]"

Vor der Location noch schnell die Nachrichten checken, dann wird das Handy für die nächsten drei Stunden ausgeschaltet – das ist für Besucher der Konzerte von Alicia Keys und Guns N' Roses längst Normalität. Alicia Keys äußerte ihren Unmut deutlich und ließ die Handys sogar am Eingang einsammeln, in Neopren-Tütchen verpacken und bis zum Ende ihres Konzertes aufbewahren. Mit der Frage, ob Instagram und Co. auch mal draußen bleiben sollten, beschäftigen sich mit der Blütezeit moderner Technologie immer mehr Künstler. 

Wer kennt es nicht, dass man einfach nur einem Act bei seiner Performance zusehen und -hören möchte, ohne dass einem etliche emporgestreckte Smartphone-Bildschirme vor der Nase herumschwirren und einem den Blick versperren. Während des Story-Gefilmes und Gepostes sind nicht nur die Musiker auf der Bühne längst genervt. Auch das Publikum hat im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll davon. Ist es nicht auch irgendwie widersprüchlich, ein eigentliches Live-Erlebnis medial festzuhalten, um es zuhause vor dem Bildschirm Revue passieren zu lassen, ohne echte Erinnerungen mitnehmen zu können?

Das Management des Grammy-Gewinners hat noch während den nordamerikanischen Tourstopps ein paar offizielle Fotografen zu seiner Show eingeladen. Kendrick präsentierte dort Songs aus seinem seinem Album "Damn" und postete auf Instagram sogar ein Foto von einem Handy-Bildschirm. Obwohl auf diesem deutlich zu sehen ist, dass er gefilmt wird, schrieb er dazu nur den Hashtag #thedamntour.

#THEDAMNTOUR

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Das neu eingeführte Smartphone-Verbot ist nun ein Versuch Kendricks, seine wertvolle "Marke" zu schützen und auch den Fans einen Gefallen zu tun. Dem guten Verkauf der Tourtickets tut er damit nämlich keinen Abbruch. 

Hältst du das Handyverbot für realistisch? Würdest du dich selbst daran halten? Schreib es uns gerne in die Kommentare! 


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