Manuellsen kommentiert den Kollegah-Vorfall in Leipzig

Kollegahs Attacke gegen einen Fan beim Imperator Tour-Auftakt am Samstag ruft weiter Reaktionen aus der Szene hervor. Heute äußerte sich Manuellsen zu dem Geschehen.

Er finde "den palaver überbewertet". Der Fan sei in Kollegahs Gewichtsklasse und hätte sich somit wehren können. Zudem spielt Manuellsen auf einen Vorfall bei einem seiner eigenen Konzerte an:

Die smarteste Lösung? Wie Manuellsen sich einen nervigen Fan vorgeknöpft hat

Kürzlich machte dieses Video im Internet die Runde. Manuellsen stellt einen Fan zur Rede, der wiederholt das Konzert stört. Die Chance, sich zu erklären, nutzt der junge Kerl ... naja, suboptimal. Manus Reaktion wurde auf Facebook und Co. gemischt aufgenommen. Für ihn war es in dem Moment " die smarteste Lösung", wie er hier mit seinem einzigartigen Geschichtenerzähler-Swag erklärt.

Bislang hatten unter anderem Fler, Falk Schacht, Farid Bang und inzwischen auch Kollegah selbst die Sache kommentiert:

Kollegah kommentiert erstmals den Vorfall in Leipzig

Kollegah veröffentlicht den zweiten Videoblog zu seiner Imperator-Tour. Bei der Auftaktveranstaltung in Leipzig kam es am Samstag zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Fan. Im Video von gestern Abend sehen wir jetzt, wie der Alpha Music Empire-Chef zum ersten Mal öffentlich den Vorfall in Leipzig kommentiert.

Farid Bang und Falk Schacht stärken Kollegah den Rücken

Beim gestrigen Auftakt der Kollegah-Tour in Leipzig kam es zu einem Zwischenfall, bei dem der Rapper offenbar einen Fan geschlagen hat. Die Auseinandersetzung wurde auf Video festgehalten und unter anderem bereits von Fler kommentiert. Auch Farid Bang und Falk Schacht haben dazu Statements abgegeben und scheinen die Aktion positiv zu sehen.

"Alexanderplatz-Style": Fler äußert sich zu Kollegah-Eklat in Leipzig

Bei Kollegahs gestrigem Konzert in Leipzig kam es zu einer unschönen Szene: Ein Fan, der zum Battle auf die Bühne geholt wurde, will sich Kolles Sonnenbrille nehmen und kassiert daraufhin einen Tritt sowie einen Faustschlag ( hier nachlesen). Eine Reaktion von Fler ließ nicht lange auf sich warten.

Kommentare

Wann hätte sich der Typ denn wehren können? Zwischen Kollegahs Schlag und dem Eingriff der Bodyguards/Entourage blieb gar keine Zeit!

Hauptsache es geht zur Anzeige

maanuellsen der vorbildmoslem der gewalt akzeptiert

Manuellsen ist auch echt 'ne Leuchte...hahahahahaaaa

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(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

Von Michael Rubach am 19.01.2018 - 13:06

Mit dem kommerziellen Erfolg von Rap hat sich viel verschoben. Die Stars der Szene sind auch im Live-Geschäft oben angekommen und spielen nicht mehr vor einem Expertenpublikum in kleinen Kellern. Damit gehören ebenso alte Verhaltensweisen der Vergangenheit an. Wenn Ali Bumaye die Columbiahalle besuchen möchte, um sich mit Kollegah und Farid Bang auszutauschen, geht das nicht mehr so einfach. EGJ-Kollege AK Ausserkontrolle hat festgehalten, wie die Polizei den Eintritt verwehrt und Ali selbst von einem Platzverweis ausgeht.

HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate

17.1k Likes, 941 Comments - AK AUSSERKONTROLLE (@ak_ausserkontrolle_offiziell) on Instagram: "HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate"

2009 war es noch ohne größeren Widerstand möglich, die Konzerte von ungebetenen Gästen zu besuchen. Auf der damaligen "Mittelfinger Hoch"-Tour von Selfmade Records kam es zu handfesten Auseinandersetzungen. Mehrere Personen stürmten den Gig von Shiml, Casper, Montana Max, Favorite und Kollegah. Die Polizei tauchte zwar auch auf, aber erst nachdem die Situation eskalierte. Zu dieser Zeit stand Kollegah sehr im Fokus, da er mit "Fanpost" einen vielbeachteten Disstrack gegen Fler veröffentlichte.

Im Jahr 2016 hatten sich die Verhältnisse nicht wesentlich verbessert. Mit viel öffentlichem Radau um eine Cola Light auf dem Alexanderplatz wurde die Berlin-Düsseldorf-Fehde neu aufgewärmt. Es folgten "Fanpost 2" und eine Vielzahl an Staatsbediensteten, die für die Sicherheit beim Kollegah-Gig auf seiner "Imperator"-Tour sorgten. Dort rappte Kollegah dann sogar seinen Disstrack. Fler hat sich im letzten Jahr aus all diesen Streitigkeiten zurückgezogen. Statt Angriffsziel ist er Kollabo-Partner für Kollegahs engste Verbündete.

Die Rap-Welt dreht sich immer schneller und Locations, Konstellationen und Setlisten sind grundlegend anders. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die ausgewählten Songs des "JBG"-Duos in der Columbiahalle auf die alten Ungereimtheiten verzichten. Vorwiegendes Diss-Ziel von "JBG 3" war das EGJ-Camp, wobei sich vornehmlich über Bushido, Ali Bumaye, Shindy und Laas Unltd. ausgelassen wurde. Da verwundert es kaum, dass der Auftreten des Battle-Kontrahenten nicht unkommentiert bleibt.

Sowohl Farid Bang als auch Kollegah positionieren sich auf Instagram und kommentieren den Konzertbesuch von Ali Bumaye indirekt. Farid Bang formuliert die bekannte Line von Shindy um, die er einst live bei der Performance von "Stress mit Grund" rappte. Gleichzeitig bezieht er sich auf eine bestehende Zeile aus "JBG 3":

Kollegah teilt ein Foto, das ihn und Farid Bang bei der Signatur eines T-Shirts zeigen. Dieses fällt durch den besonderen Schriftzug auf. Über einem Dönerspieß findet sich dort das Wortspiel "Ali can eat" aus dem Track "Ave Maria":

Damals wie heute besteht ein Zwist zwischen Rappern aus der Bundeshauptstadt und Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der veränderten Medienlandschaft und der gestiegenen Popularität ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, Differenzen von Angesicht zu Angesicht zu klären. Durch die große Öffentlichkeit weiß auch die Staatsmacht Bescheid. Früher gab es noch Direktkontakt, heute läuft das Ganze übers Netz und Social Media. Wichtig bleibt, dass es nicht auf eine eklige Ebene zurückrutscht, bei der tatsächlich jemand zu Schaden kommt.


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