Hacker spielen "F*ck tha Police" über den Polizeifunk

N.W.As "F*ck Tha Police" sorgte bereits bei seiner Veröffentlichung im Jahr 1988 für viel Wirbel. Kein Wunder – bei diesem Text und diesem Titel. Seitdem wird der Song immer wieder als Protest eingesetzt. So ist es offenbar erst kürzlich auch in Dunedin, Neuseeland geschehen. Allerdings auf äußerst ungewöhnliche Weise: Wie die lokalen Medien berichten, muss es irgendwem gelungen sein, den Polizeifunk zu kapern.

Die örtliche Polizei soll gleich mehrmals das Problem gehabt haben, dass über den internen Funk "F*ck tha Police" von N.W.A abgespielt wurde. So kreativ der Protest auch sein mag: Das Ganze stellt natürlich eine Gefahr dar, weil die Polizisten so nur schlecht miteinander kommunizieren können. Der Songs hat wohl auch tatsächlich die Koordination eines Einsatzes gestört, bei dem es um einen bewaffneten Mann ging.

"F*ck Tha Police!" Wieso ein Tellerwäscher wegen N.W.A gefeuert wurde

In den USA verlor ein mehr oder weniger unschuldiger Tellerwäscher nämlich jetzt seinen Job in einem Restaurant.

Dort spielte er lautstark den Hit von Dre, Cube, Eazy und Co. und rappte scheinbar freudig mit.

Der N.W.A-Song war offenbar vom 5. Januar bis zum 8. Januar immer wieder über den Polizeifunk zu hören. Laut den ansässigen Beamten fehle keines der eigenen Funkgeräte. Die oder der Täter müssen sich anderweitig Zugriff verschafft haben. Ein Sprecher betont das Risiko der Aktion und erklärt, dass es dafür eine einjährige Haftstrafe geben kann.

"Es hat Leute in Gefahr gebracht. Es steht außer Frage, dass falls das andauert und sie damit weitermachen, wird es eine Reaktion verzögern"

"Jede Störung mit einem Polizei-Funkgerät stellt ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar und jeder, der dabei erwischt wird, kann sich einer Strafe für Belästigung der Allgemeinheit sowie bis zu einem Jahr Freiheitsentzug ausgesetzt sehen."

Expletive-ridden rap interferes with AOS callout

Mysterious broadcasts of expletive-ridden rap music on southern police radios has interfered with an armed offenders squad (AOS) call-out, putting people "in danger". Otago coastal acting area commander Inspector Kelvin Lloyd said Dunedin police were aware of non-police members transmitting on police radio over the past few days.

F*ck Tha Police

F*ck Tha Police, a song by N.W.A. on Spotify

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Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Von David Molke am 11.12.2017 - 16:31

Die Polizei will ja eigentlich dein Freund und Helfer sein. Leider funktioniert das aber oft nicht so richtig gut. Von Racial Profiling, Polizeigewalt und Willkür ganz abgesehen. Kein Wunder also, dass auch viele Rapper ihre Frustration gegenüber den Ordnungshütern zum Ausdruck bringen. Manch einer lobt die Beamten sogar, auch wenn das die Ausnahme bleibt: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass am häufigsten die abwertenden Synonyme "Bulle" oder "Bullerei" genutzt werden, wenn über die Polizei gerappt wird.

Der Kriminologe und Betreiber des Criminologia-Blogs Prof. Dr. Christian Wickert untersucht im ersten Teil der Studie Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik insgesamt 3.363 Raptexte. Dazu wurden alle Tracks von allen 236 deutschsprachigen Rap-Alben untersucht, die zwischen März 2015 und Dezember 2016 in den offiziellen deutschen Hiphop-Charts gelistet waren. Das schränkt das Ganze natürlich ziemlich ein.

Fast ein Viertel der Texte (22,33 %) drehe sich zumindest teilweise um die Polizei, und zwar meistens kritisch bis beleidigend:

"Besonders auffällig ist die häufige Verwendung der negativ konnotierten Bezeichnung 'Bulle', die nahezu ein Drittel aller Verweise ausmacht und somit deutlich präsenter ist, als die Bezeichnung 'Polizei' bzw. 'Polizist', die zusammengenommen ein Viertel an allen Nennungen ausmachen. Ein weiteres Fünftel entfällt auf die englischsprachigen Bezeichnungen 'Cop' und 'Police'."


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Der Begriff "Daule" fehlt allerdings. Ebenfalls interessant, wenn auch nicht unbedingt überraschend: Laut Prof. Dr. Christian Wickert sei vor allem die "Dominanz des Gangsta-/ Straßenraps" auffällig. Der Großteil der untersuchten Alben sei eindeutig diesem "Subgenre zuzuordnen, das sich thematisch mit Normabweichungen und ihren Folgen befasst". 

"Von den 182 Künstlern und Gruppen in der Gesamtstichprobe verweisen 153 (84,1 %) in mindestens einem Liedtext auf die Polizei. Die Häufigkeit, mit der die Polizei in Liedtexten thematisiert wird, variiert unter den Künstlern und Gruppen jedoch stark und reicht von einem Lied bis zu 39 Liedern pro Künstler oder Gruppe."

Capital Bra rappt dabei im Schnitt am häufigsten über die Polizei. Dicht gefolgt von Herzog (Pun intended). Kandidaten wie Farid Bang und Haftbefehl kommen 'erst' auf Platz vier beziehungsweise fünf. Aber dabei müssen wir immer im Kopf behalten, dass es hier nur um die Alben geht, die es zwischen März 2015 und Dezember 2016 in die offiziellen deutschen Hiphop-Charts geschafft haben.


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1) http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Die gesamten Studien-Ergebnisse sollen als "Ich hab' Polizei" – Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. über den Verlag für Polizeiwissenschaft veröffentlicht werden. Wenn du wissen willst, wieso "Bulle" überhaupt eine Beleidigung sein soll, wirst du hier fündig. Zu den Studienergebnissen:

Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)

Dies ist der erste Teil einer Beitragsreihe zum Thema „Darstellung der Polizei im deutschsprachigen Rap". Die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie werden in Kürze erscheinen in: Wickert, Christian (im Erscheinen) „Ich hab' Polizei" - Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. In: Anja Mensching & Astrid Jocobsen (Hrsg.) Empirische Polizeiforschung XXI.


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