Weiter auf Erfolgskurs: Gleich 2 neue Meilensteine für Kendrick Lamar

Bei Kendrick Lamar läuft es aktuell besser denn je: Sein neuestes Werk DAMN. schickt sich gerade an, Drakes Verkaufsrekord von More Life zu brechen. Doch damit nicht genug: Auch die älteren Platten von Kendrick Lamar erfreuen sich immer noch größter Beliebtheit. So wurde jetzt bekannt gegeben, dass Section.80 mittlerweile Goldstatus erreicht hat.

DatPiff

Congrats Kendrick Lamar x Top Dawg Entertainment x Empire Distribution on going Gold with Section.80

Vor Kurzem haben wir noch berichtet, dass die Prognosen von rund 475.000 verkauften DAMN.-Einheiten innerhalb der ersten Release-Woche ausgehen. Die Industrie-Analysten von Hits Daily Double korrigieren ihre Vorhersage jetzt allerdings noch einmal deutlich nach oben: Sie prophezeien Kendrick Lamars DAMN. aktuell insgesamt 560.000 verkaufte Einheiten.

Das wären dann deutlich mehr als die 505.000, die Drake mit More Life in der ersten Woche gestemmt hat. Allerdings hat der beim Streaming allein wohl immer noch die Nase vorn. Nichtsdestotrotz dürfte Kendrick Lamar somit auch die Charts-Spitze zum dritten Mal in Folge sicher sein.

Kendrick Lamar peilt mit "DAMN." zum dritten Mal die Charts-Spitze an

Kendrick Lamar gehört zweifellos zu den besten Rappern der Welt - wenn er nicht sogar der Beste ist. Da verwundert es nicht, dass auch DAMN., das neueste Werk von Kendrick Lamar, wieder enorm gefeiert wird. Es befindet sich aktuell auf bestem Wege, erneut die Charts dieser Welt zu stürmen.

Kendrick Lamar - DAMN.

Das vierte Studioalbum des Comptoner Rap-Messias Kendrick Lamar tritt 2017 ein schweres Erbe an. Die Vorgänger To P*mp A Butterfly (2015) und Good Kid, M.A.A.D City (2012) werden bereits nach wenigen Jahren als moderne Klassiker gefeiert. Die musikalische Ausrichtung war unterschiedlich, die gesellschaftliche Relevanz bei beiden enorm.

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Wieso du beim nächsten Konzertbesuch einfach mal kein Foto machen solltest

Wieso du beim nächsten Konzertbesuch einfach mal kein Foto machen solltest

Von Karo Hellmich am 23.02.2018 - 15:50

Knapp zwei Wochen ist es her, dass Kendrick Lamar angeblich ein Smartphone-Verbot für seine Konzerte erteilte, um Fotografieren und Filmen zu unterbinden. Der Aufschrei seiner Fanbase ließ nicht lange auf sich warten, Entsetzen machte sich breit. Der Rapper ruderte also kurz darauf zurück und erklärte, er habe lediglich professionelle Fotografen von seinen Konzerten verbannt. Aber wäre es wirklich ein Weltuntergang, wenn du auf dem nächsten Konzert kein Foto machen würdest?!

Fotos dienen uns heute als Beweise. Dafür, dass man dabei war. Dass man in der ersten Reihe stand. Dass man den Rapper persönlich getroffen hat. Wir müssen auf Instagram und Snapchat schließlich etwas vorzuweisen haben. Etwas, das die anderen nicht haben. Manchmal nervt es einen selbst, entziehen kann man sich dem aber trotzdem schwer. Gleichzeitig glauben wir, dass wir uns an Ereignisse besser erinnern werden, wenn wir sie digital festhalten. Das Gegenteil ist aber der Fall.

Jay Z Performs Live @ Tidal X Brooklyn Concert | Barclays Center |

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Die Ausmaße zeigen sich bei einem Jay-Z-Konzert 2017 in New York

Einfach ausgedrückt, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass du dich an ein Konzert, auf dem du fotografierst und filmst, weniger erinnerst, als an eines, auf dem du dein Handy in der Tasche lässt. Linda Henkel, Professorin für kognitive Psychologie an der US-Universität Fairfield, hat 2014 eine Studie zu ebendiesem Thema veröffentlicht und untersucht, wie das Fotografieren das Erinnerungsvermögen von Menschen beeinträchtigt.

"Mit ihrer Kamera tun die Menschen so, als wären die Fotos ihre Erinnerungen. Aber das stimmt nicht. Ein Foto ist eine Repräsentation eines Erlebnisses, aber nicht das Erlebnis selbst." (Linda Henkel)

Innerhalb der Studie wurden die Teilnehmer dazu aufgefordert, durch ein Museum zu laufen und einige Objekte bloß anzuschauen, andere wiederum zu fotografieren. Einen Tag später sollten die Teilnehmer Details zu den Kunstwerken wiedergeben. Das Ergebnis: Bei den Objekten, die sie nicht fotografiert hatten, erinnerten sich die Personen an weitaus mehr Details als bei den fotografierten Objekten. Henkel nennt das den "photo-taking impairment effect."

Das Phänomen lässt sich leicht erklären: Unser Gehirn nutzt die Kamera als Erinnerungshilfe und löscht deswegen die eigentliche Erinnerung aus unserem Gedächtnis. Wir verlassen uns aufs Foto, damit das Gehirn weniger zu tun hat und mehr Platz für andere Informationen zur Verfügung steht.

"Wenn wir einen externen Speicher verwenden, zählen wir geistig auf die Kamera, dass sie sich für uns erinnert."

Klar, jetzt könnte man sagen: "Es macht doch nichts, wenn ich mich nicht mehr an ein Konzert erinnern kann, wenn ich Fotos und Videos habe, die die Erinnerung wieder aufleben lassen." Das Problem liegt hier aber in der Menge an Daten, die wir sammeln. Um ein wirklich gutes Bild zu erhalten, müssen wir oft mehrere Fotos machen. Laut Henkel machen sich aber die wenigsten Menschen die Mühe, die anderen Bilder zu löschen. "Fotos dienen nicht ihrem Zweck als Hinweise zum Wiederauffinden von Erinnerungen, wenn man sie nie wieder anschaut", warnt sie.

Die amerikanische Schrifstellerin Susan Sontag hat in ihrem Buch "Über Fotografie" bereits 1977 erkannt:

"Fotografieren bedeutet auch eine Form der Verweigerung von Erfahrung."

Jack White Doesn't Want Cell Phones At His Concerts

Jack is tired of the sea of distracting blue screens at his shows, and is urging fans to live in the moment. More CONAN @ http://teamcoco.com/video Team Coco is the official YouTube channel of late night host Conan O'Brien, CONAN on TBS & TeamCoco.com.

Jack White, 2014

Wenn du also sichergehen willst, dass du das nächste Konzerterlebnis nicht vergisst, solltest du vielleicht einfach aufs Fotografieren und Filmen verzichten. Falls du das nicht eh schon tust. Neben dem eigenen Gedächtnis werden es dir vermutlich auch deine Mitmenschen und der Künstler selbst danken. Eventuell wird uns die Entscheidung darüber, ob wir unser Smartphone bei Konzerten benutzen oder nicht, allerdings sowieso bald abgenommen. Apple gewann vor einiger Zeit eine Patentanmeldung für eine Technologie, mit der Kameras per Infrarotsignal ausgeschaltet werden können – speziell entwickelt für Live-Konzerte.


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