Wendung im Prozess gegen Schwesta Ewa: Aussagen der Zeuginnen aufgenommen

Im Prozess gegen Schwesta Ewa zeichnet sich nach dem gestrigen Verhandlungstag eine Wendung zu Gunsten der Rapperin ab. Die vier jungen Prostituierten sprechen laut Frankfurter Rundschau alle von einem freundschaftlichen Verhältnis zur Rapperin. Keines der Mädchen habe davon gesprochen, zu S*x gezwungen worden zu sein. Auch habe keine ausgesagt, dass Ewa ihre Zuhälterin gewesen sei.

Einzig die Zeugin Talin H. (20) behaupte, sie sei eher psychisch zum Abbau ihrer Schulden gezwungen worden. Konkreter sei sie jedoch nicht geworden und habe stattdessen sogar ein Ordnungsgeld von 300 Euro in Kauf genommen. Die FR zitiert das Mädchen so:

"Es gehört sich nicht, eine Freundin anzuschwärzen."

Allerdings hätten die Mädchen bestätigt, was Schwesta Ewa bereits gestanden hatte: körperliche Gewalt habe es gegeben. Jana S. (21), die die Anzeige wegen der Schläge gestellt hatte, sagte vor Gericht laut Bild:

"Ewa war eigentlich dagegen, dass ich mich prostituiere, wollte mich als Kellnerin in der Bar. [...] Sie macht das [die Schläge – Anm. d. Red.] nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil sie es selbst nicht anders kennt."

Prozessberater würde es nicht wundern, wenn Ewas Verteidiger einen Antrag auf Aufhebung der Haft stellen würden, heißt es in der Frankfurter Rundschau. Von der zehnjährigen Haftstrafe, die anfangs im Raum stand, könnte am Ende ein Bruchteil übrig bleiben. Seit etwa acht Monaten sitzt die Rapperin aktuell in Untersuchungshaft.

Für mehr Details aus dem Prozess:

Prozess gegen Schwesta Ewa: Zeuginnen sprechen von freiwilligem Sex

Die Anklage hatte es in sich. Ewa Malanda, geborene Müller, aber allgemein bekannter unter dem Namen Schwesta Ewa, soll ihre Popularität genutzt haben, um mindestens vier junge, teils sogar minderjährige Fans in die Prostitution gedrängt, mit Gewalt gefügig gemacht und nebenbei auch noch die Steuer geprellt haben.

Kommentare

Liebes HipHop.de-Team.
Wenn ein Zeuge seine Aussage vor Gericht nicht wiederholt und sogar eine Ordnungsstrafe annimmt um nicht zu wiederholen was er gesagt hat, dann könnte es so sein wie ihr berichtet habt. Es könnte aber auch sein das der Zeuge unter Druck gesetzt wird, zum Beispiel das er oder Freunde/Familienmitglieder bedroht werden. Vielleicht seine Kinder. Gewaltandrohungen oder Todesdrohungen könnten der Grund für seinen Sinneswandel sein. Es bedeutet nicht automatisch das sie gelogen haben.

Ewas Umfeld haben den Zeuginnen bestimmt eine Hirnwäsche verpasst das die jetzt total eingeschüchtert sind

Kann man doch ganz einfach klären.. Zur Strafe muss sie Toony heiraten und darf nur noch Restbestände aus dem Polska Shop tragen.

Bester Kommentar!!!

Toony Heiraten wäre wohl wie Lebebnslänglich

würde gerne mal wissen ob die opfer das aus freiem willen gesagt haben

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SEK stürmt Schwesta Ewas Hotelzimmer in Stuttgart

SEK stürmt Schwesta Ewas Hotelzimmer in Stuttgart

Von Clark Senger am 06.01.2018 - 12:09

Schwesta Ewa hat gestern mit einem Instagram-Post einen größeren Polizeieinsatz in Stuttgart ausgelöst. Die Rapperin habe ein Bild hochgeladen, auf dem laut Pressemitteilung der Polizei "zwei echt aussehende Waffen" zu sehen waren. Einsatzkräfte haben daraufhin das Hotel in der Lautenschlagerstraße umstellt und eine Spezialeinheit nahm Ewa in ihrem Hotelzimmer vorläufig fest, so die offizielle Mitteilung.

Allerdings wurden keine Schusswaffen und Patronen im Zimmer gefunden. Schwesta Ewa habe das Foto aus dem Internet geladen und anschließend gepostet, gab sie gegenüber den Beamten an. Nun werde geprüft, ob man der Rapperin den Einsatz in Rechnung stellen kann. So weit die Angaben der Polizei.

Eine 33-jährige Frau hatte ein Bild online gestellt, auf dem zwei echt aussehende Waffen zu sehen waren. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass sich die Frau offensichtlich in einem Hotel an der Lautenschlagerstraße aufhält. Einsatzkräfte der Polizei umstellten daraufhin das Hotel und Beamte einer vorsorglich alarmierten Spezialeinheit nahmen die Frau gegen 16.10 Uhr in einem der Hotelzimmer vorläufig fest.

Aus Ewas Perspektive klingt das logischerweise deutlich emotionaler. Ein Auszug aus der Instagram-Story:

Ihr habt keine Ahnung. Ich wurde mit der SEK aus dem Hotel geholt aus dem Schlaf – n*ckt! [...] Ich hatte ein Déjà-vu, ich dachte, mein Album kommt nicht raus. Ich hab' gedacht, ich bin jetzt wieder drin. Die haben nur das Hotelzimmer durchsucht wegen Waffen und Betäubungsmitteln. Die haben natürlich nichts gefunden.

Nach einer Studiosession für das kommende Album "Aywa" meldete Ewa sich abends erneut auf Insta bei ihren Fans, zeigte einen durchgeschnittenen Kabelbinder, mit dem ihr die Hände verbunden worden seien, und erklärte:

Boah Leute, das war echt ekelhaft. Die haben mich gefilmt. N*ckt aus dem Bett, auf den Boden und gefilmt! N*ckt, ohne Geld!

Schwesta Ewa hatte bereits in den letzten Jahren mit dem Gesetz zu kämpfen. Nach einer Verhaftung im November 2016 wurden ihr diverse Delikte zur Last gelegt, von denen die Vorwürfe der Zuhälterei und des Menschenhandels nicht bewiesen wurden. Nach acht Monaten Untersuchungshaft wurde die Rapperin dann aufgrund von Steuerhinterziehung und Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Zuvor hatten Zeuginnen Ewa entlastet. Anfangs standen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe im Raum. Vor ihrem Haftantritt will Ewa noch ihr zweites Studioalbum veröffentlichen.

"Mit Menschenhandel nichts zu tun": Schwesta Ewa redet über den Prozess, ihr neues Album und ihr Buch

Gestern Abend ist Schwesta Ewa auf Instagram live gegangen. Ungefähr 40 Minuten hat sie dabei ganz offen geredet. Es ging um ihre Verurteilung, die laufende Revision, die Monate im Knast, die mediale Darstellung des Verfahrens und eigene Fehler. Zudem verkündete die Rapperin ihren Albumtitel und die Veröffentlichung eines Buchs.

POL-S: Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart geben bekannt:Polizeireinsatz in der Innenstadt

Stuttgart-Mitte (ots) - Ein verdächtiger Post in den sozialen Netzwerken hat am Freitag (05.01.2018) für einen Polizeieinsatz in der Innenstadt gesorgt. Eine 33-jährige Frau hatte ein Bild online gestellt, auf dem zwei echt aussehende Waffen zu sehen waren. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass sich die Frau offensichtlich in einem Hotel an der Lautenschlagerstraße aufhält.


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