Was KC Rebell, Kollegah, PA Sports und Kianush miteinander verbindet

KC Rebell hat sich für seinen Abstand-Track Telvision nicht nur PA Sports und Kianush, sondern auch noch Kollegah geschnappt.

Da kann man sich schon mal fragen, wieso er die drei hochkarätigen Features nicht einfach auf mehrere Album-Songs verteilt hat und wieso es gleich ein dermaßen politischer Song sein musste.

Genau so lautete jedenfalls eine der Fanfragen, denen sich KC Rebell in unserem Interview gestellt hat. Die Antwort erklärt im selben Atemzug dann gleich auch noch die große Gemeinsamkeit der vier Rapper.

Die zweite Frage stellt laut KC Rebell nämlich gleichzeitig die Antwort auf die erste Frage dar. Genau darin liege der Grund, dass Kollegah, KC Rebell, Kianush und PA Sports alle zusammen auf Telvision rappen:

"Aufgrund unseres politischen gemeinsamen Nenners. Wir sind alles Künstler, die Vieles in Frage stellen, was die Weltpolitik angeht."

"Jeder hat das auf seine Art und Weise schon mal in seinen vorherigen Releases oder Songs gemacht und das ist der gemeinsame Nenner."

Aber auch abgesehen von den ähnlichen politischen Denkweisen stellt es einfach eine Besonderheit dar, so viele so bekannte Rapper auf einem Track zu vereinen. 

"Ich wollte natürlich dadurch, dass man vier solche Hochkaräter auf einem Song hört, ein Highlight schaffen."

KC Rebells ausführliche Antworten auf die Fanfragen findest du hier. Um Telvision, den Song mit Kollegah, Kianush und PA Sports geht es ungefähr ab Minute 3:03:

KC Rebell: Fanfragen, "JBG 3", Kurdo, Kollegah, Samy Deluxe, Kool Savas & Shaho Casado (Interview)

Toxik war krank und konnte ein angefangenes KC Rebell-Interview nicht zu Ende bringen. Das ist aber kein Problem, wir haben KC nämlich eure Fanfragen vorgelegt und ein Interview ohne Moderator abgedreht. Das Beste ist: KC haut eine News nach der anderen raus! Viel Spaß mit dem Clip!

Zum Song Telvision geht es hier entlang:

KC Rebell ft. Kollegah, PA Sports & Kianush - Telvision [Video]

KC Rebell droppt das lang erwartete, neue Musikvideo zu mit Kollegah, PA Sports und Kianush. Was für eine Kombination! Der Track erscheint auf KC Rebells kommendem Album Abstand , das am 25. November herauskommt. Hier kannst du es vorbestellen: 1. Intro Prelude 2. Intro 3. Alpha 4. iPhone 17 (feat.

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(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

Von Michael Rubach am 19.01.2018 - 13:06

Mit dem kommerziellen Erfolg von Rap hat sich viel verschoben. Die Stars der Szene sind auch im Live-Geschäft oben angekommen und spielen nicht mehr vor einem Expertenpublikum in kleinen Kellern. Damit gehören ebenso alte Verhaltensweisen der Vergangenheit an. Wenn Ali Bumaye die Columbiahalle besuchen möchte, um sich mit Kollegah und Farid Bang auszutauschen, geht das nicht mehr so einfach. EGJ-Kollege AK Ausserkontrolle hat festgehalten, wie die Polizei den Eintritt verwehrt und Ali selbst von einem Platzverweis ausgeht.

HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate

17.1k Likes, 941 Comments - AK AUSSERKONTROLLE (@ak_ausserkontrolle_offiziell) on Instagram: "HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate"

2009 war es noch ohne größeren Widerstand möglich, die Konzerte von ungebetenen Gästen zu besuchen. Auf der damaligen "Mittelfinger Hoch"-Tour von Selfmade Records kam es zu handfesten Auseinandersetzungen. Mehrere Personen stürmten den Gig von Shiml, Casper, Montana Max, Favorite und Kollegah. Die Polizei tauchte zwar auch auf, aber erst nachdem die Situation eskalierte. Zu dieser Zeit stand Kollegah sehr im Fokus, da er mit "Fanpost" einen vielbeachteten Disstrack gegen Fler veröffentlichte.

Im Jahr 2016 hatten sich die Verhältnisse nicht wesentlich verbessert. Mit viel öffentlichem Radau um eine Cola Light auf dem Alexanderplatz wurde die Berlin-Düsseldorf-Fehde neu aufgewärmt. Es folgten "Fanpost 2" und eine Vielzahl an Staatsbediensteten, die für die Sicherheit beim Kollegah-Gig auf seiner "Imperator"-Tour sorgten. Dort rappte Kollegah dann sogar seinen Disstrack. Fler hat sich im letzten Jahr aus all diesen Streitigkeiten zurückgezogen. Statt Angriffsziel ist er Kollabo-Partner für Kollegahs engste Verbündete.

Die Rap-Welt dreht sich immer schneller und Locations, Konstellationen und Setlisten sind grundlegend anders. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die ausgewählten Songs des "JBG"-Duos in der Columbiahalle auf die alten Ungereimtheiten verzichten. Vorwiegendes Diss-Ziel von "JBG 3" war das EGJ-Camp, wobei sich vornehmlich über Bushido, Ali Bumaye, Shindy und Laas Unltd. ausgelassen wurde. Da verwundert es kaum, dass der Auftreten des Battle-Kontrahenten nicht unkommentiert bleibt.

Sowohl Farid Bang als auch Kollegah positionieren sich auf Instagram und kommentieren den Konzertbesuch von Ali Bumaye indirekt. Farid Bang formuliert die bekannte Line von Shindy um, die er einst live bei der Performance von "Stress mit Grund" rappte. Gleichzeitig bezieht er sich auf eine bestehende Zeile aus "JBG 3":

Kollegah teilt ein Foto, das ihn und Farid Bang bei der Signatur eines T-Shirts zeigen. Dieses fällt durch den besonderen Schriftzug auf. Über einem Dönerspieß findet sich dort das Wortspiel "Ali can eat" aus dem Track "Ave Maria":

Damals wie heute besteht ein Zwist zwischen Rappern aus der Bundeshauptstadt und Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der veränderten Medienlandschaft und der gestiegenen Popularität ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, Differenzen von Angesicht zu Angesicht zu klären. Durch die große Öffentlichkeit weiß auch die Staatsmacht Bescheid. Früher gab es noch Direktkontakt, heute läuft das Ganze übers Netz und Social Media. Wichtig bleibt, dass es nicht auf eine eklige Ebene zurückrutscht, bei der tatsächlich jemand zu Schaden kommt.


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