Vier positive Drogentests: Wie der Richter auf DMX' erneute Eskapaden reagiert

DMX macht schon lange keine positiven Schlagzeilen mehr. Seine Fans hören eigentlich stets nur von Drogenproblemen oder Gefängnisaufenthalten ihres Idols. Erst neulich war bekanntgeworden, dass ein Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen DMX im Gange ist, an dessen Ende satte 44 Jahre Haft stehen könnten. Aktuell ist er auf Kaution draußen, Probleme gibt es allerdings weiterhin. Er erschien zu spät zu einer Anhörung vor Gericht, wurde positiv auf Drogen getestet und steht nun offenbar unter Hausarrest.

So berichtet es jedenfalls TMZ. Demnach sei der Rapper diese Woche zu spät vor Gericht erschienen. Außerdem sei er offenbar viermal positiv auf Kokain und THC getestet worden.

Brisant ist das insbesondere vor dem Hintergrund, dass DMX nur auf Kaution frei ist, während der er laut Auflage keine Drogen konsumieren darf. Gegen eine zweite Auflage hatte der Rapper zuvor bereits verstoßen: Er verließ den Bundesstaat New York, um wegen familiärer Angelegenheiten nach St. Louis zu fliegen. Nun hat der Richter reagiert. Allerdings bleibt DMX der Gang in das Gefängnis vorerst erspart. Stattdessen steht er unter einem 14-tägigen Hausarrest, dessen Einhaltung mittels einer elektronischen Fußfessel überprüft wird.

Dem Rapper, seinem Umfeld und den Fans ist nur zu wünschen, dass die neuerlichen Eskapaden samt der nun folgenden Sanktionen der allerletzte Warnschuss waren, die dem einstigen Star die Augen geöffnet haben. Es wäre doch schön mal wieder musikalische News vom New Yorker zu hören.

DMX - Bane Is Back [Audio]

DMX ist offenbar zurück. Auf Instagram überraschte er Fans heute mit dem Cover einer neuen Single, die gleichzeitig auf Soundcloud erschien. Titel des Werks: Bane Is Back oder eben auch Bain Iz Back. Je nachdem, ob wir dem Cover oder aber der Soundcloud-Angabe mehr Glauben schenken.

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Jay-Z prangert Meek Mills Verurteilung an – mit einem flammenden Plädoyer in der New York Times

Jay-Z prangert Meek Mills Verurteilung an – mit einem flammenden Plädoyer in der New York Times

Von David Molke am 18.11.2017 - 16:15

Es kommt nicht alle Tage vor, dass Jay-Z einen Artikel in der New York Times veröffentlicht. Eigentlich eine gute Sache, wenn so etwas passiert, aber es gibt einen traurigen Anlass dafür: Meek Mill wurde zu einer Haftstrafe verurteilt und dieses Urteil sorgt seit seiner Bekanntgabe für kontroverse Diskussionen.

Jay-Z macht seinem Unmut über das seiner Meinung nach ungerechte Urteil nicht zum ersten Mal Luft. Meek Mill erfährt aktuell eine Welle der Solidarität, viele Fans und Künstler unterstützen den Rapper öffentlich. In der New York Times erklärt Jay-Z noch einmal ausführlich, was er an der ganzen Sache kritisiert:

"Oberflächlich betrachtet könnte das hier wie die Geschichte von einem weiteren kriminellen Rapper aussehen, der nicht vernünftig wurde und jetzt wieder dort ist, wo er angefangen hat. Aber bedenkt Folgendes: Meek war ungefähr 19, als er für Anklagepunkte verurteilt wurde, die mit Drogen- und Waffenbesitz zu tun haben und er hat eine achtmonatige Strafe abgeleistet. Jetzt ist er 30, also war er quasi sein komplettes Erwachsenen-Leben auf Bewährung. Für ungefähr eine Dekade wurde er von einem System gestalkt, das den leichtesten Verstoß als Rechtfertigung dafür betrachtet, ihn wieder da drin einzusperren."

Jay-Z steht ihm bei: Meek Mill zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Meek Mill und das Gesetz - diese Geschichte bekommt eine unschöne Fortsetzung. Der als Robert Rihmeek Williams auf die Welt gekommene MC muss für zwei bis vier Jahre ins Gefängnis.

Jay-Z sieht das Ganze als ein strukturelles, systematisches Problem, das unter anderem auch durch blanken Rassismus bedingt ist. Meek Mill sei nur ein Beispiel, einer von vielen:

"Was mit Meek Mill geschieht, ist nur ein Beispiel dafür, wie unser Strafjustizsystem jeden Tag hunderttausende schwarze Menschen in die Falle lockt und belästigt. Ich habe das aus nächster Nähe erlebt, als ich im Brooklyn der 1970er und 1980er aufgewachsen bin."

Die Bewährungsstrafen verfehlen laut Jay-Z ihren eigentlichen Zweck. Anstatt als eine Art zweiter Chance dienen zu können, handele es sich vielmehr um eine Landmine. Ein einzelner, zufälliger Schritt in die falsche Richtung könne zu Konsequenzen führen, die dem Verbrechen überhaupt nicht angemessen seien.

Wie bei Meek Mill: Im Endeffekt werde der Rapper jetzt dafür ins Gefängnis geschickt, dass er sich zwei Verstöße geleistet hat. Beim einen wurde die Anklage fallengelassen, beim anderen Mal komplett abgelehnt. Die Entscheidung des Richters ignoriere außerdem sowohl die Empfehlungen der Staatsanwaltschaft, als auch die des Bewährungs-Helfers von Meek Mill.

"Denk darüber nach. Die Anklagen wurden entweder fallengelassen oder abgelehnt, aber der Richter schickt ihn trotzdem ins Gefängnis."

Welle der Solidarität: Meek Mills Inhaftierung stößt Justiz-Debatte an

Meek Mills relativ überraschende Inhaftierung löst in Amerika gerade einen Sturm der Entrüstung aus. Von Jay-Z über Rick Ross bis Schauspieler Kevin Hart - kaum jemand, der nicht an der Härte des Urteils zumindest zweifelt.

Jay-Zs Beitrag endet mit einem flammenden Plädoyer:

"Es ist an der Zeit, dass wir die zufällige Art und Weise dessen aufzeigen, wie Leute im Strafjustizsystem gefangen sind und jeden Tag bestraft werden. Das System behandelt sie als Gefahr für die Gesellschaft, überwacht sie ununterbrochen und verfolgt sie für die kleinsten Verstöße – mit dem Ziel, sie zurück ins Gefängnis zu stecken."

"Im Jahr 2015 war ein Drittel der 4,65 Millionen Amerikaner, die einer Form der Bewährung unterliegen, schwarz. Schwarze Menschen werden für Verstöße gegen die Bewährungsauflagen sehr viel öfter ins Gefängnis geschickt als weiße Menschen."

"In Pennsylvania sind hunderttausende Menschen auf Bewährung. Ungefähr die Hälfte der Menschen in den Stadt-Gefängnissen in Philadelphia ist nur wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen dort. Wir könnten buchstäblich Gefängnisse schließen, wenn wir die Menschen auf Bewährung fairer behandeln würden."

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Opinion | Jay-Z: The Criminal Justice System Stalks Black People Like Meek Mill

This month Meek Mill was sentenced to two to four years in prison for violating his probation. #FreeMeek hashtags have sprung up, and hundreds of his fans rallied near City Hall in Philadelphia to protest the ruling.


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