Eigentlich hatten wir ja gedacht, dass die eintönigen Diskussionen über scheinbar gewaltverherrlichenden Rap in der Politik und die damit einhergehende eintönige Berichterstattung in den deutschen Medien langsam ein Ende haben würde - doch wie es scheint, ist das mitnichten der Fall. Dies musste am vergangenen Mittwoch zumindest Rapper Timi Hendrix der Bielefelder Crew Pimpulsiv am eigenen Leib erfahren.

An besagtem Mittwoch klingelte nämlich die Kriminalpolizei an der Tür des Rappers - mit im Gepäck eine Anzeige und die Vorwürfe der Bedrohung, Gewaltverherrlichung und Gefährdung der Öffentlichkeit. Ausschlaggebend für den späten Besuch waren Zeilen aus dem Text des Songs 23 , in denen Timi unter anderem von einem Erfurt-Revival spricht.

Auf dem Revier wurde der Rapper weiter unter Druck gesetzt und unter Vorbehalt der Sicherheitsverwahrung mit den schon genannten Vorwürfen konfrontiert. Nach einem Verhör und der Begutachtung durch einen Polizeipsychologen befanden die Beamten allerdings, dass es sich bei dem Rapper um " ein friedliches Mitglied dieser Gesellschaft" handeln würde und Timi durfte die Polizeiwache wieder verlassen.

Timi Hendrix dazu in einer öffentlichen Stellungnahme auf seiner MySpace-Seite:
"Scheinbar mussten die Beamten aufgrund der Dringlichkeit der Anzeige von der mir bisher unbekannten Person davon ausgehen, dass ich einen Amoklauf plane. Die Texte, die ich schreibe, beinhalten zwar kontroverse Themen; ich animiere aber keineswegs Menschen dazu, Gewalt auszuüben."

Wir wünschen Timi Hendrix alles Gute für den weiteren Verlauf des Verfahrens.

Deine Meinung dazu?

Register Now!