"Pop-Kultur" ist das etwas andere Festival-Highlight 2017

Rap ist längst ein großer (vielleicht sogar der wichtigste) Teil der Popkultur geworden. Rap kann Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen abholen, aggressiv, sanft, kritisch, kontrovers und vieles mehr sein. Das wissen auch die Veranstalter des Pop-Kultur, das dieses Jahr vom 23. bis zum 25. August zum dritten Mal stattfindet.

Unter das sehr alternative Line-Up mit einigen exklusiven Shows und Premieren mischen sich daher Acts wie Little Simz, Lady Leshurr, Romano, R&B-Hoffnung ABRA und viele weitere Künstler, die sich gegen den Einheitsbrei des Mainstreams wehren.

Da treffen zum Beispiel ein Rapper, der in seinem Heimatland Syrien gefoltert wurde und fliehen musste, und ein polnischer Konzept- und Protestkünstler aufeinander (Abu Hajar & Jemek Jemowit), um gemeinsam als Ausländerbehörde aufzutreten. Da lässt sich ein dänisches Electropop-Duo namens Smerz, das Props von Pharrell Williams und den Gorillaz erntet, nicht zweimal bitten. Und da wird der Londoner Gaika seinen einzigartig-experimentierfreudigen Genre-Hybriden aus Rap, dreckigem Elektro und Dancehall live präsentieren.

Das Pop-Kultur ist stolz darauf, ein derart internationales und bunt gemischtes Festival zu sein. Außerdem soll es als Ort der Begegnung fungieren: Gestandene Artists treffen auf aussichtsreiche Newcomer und Fans. Alle Künstler sind herzlich dazu eingeladen, abseits der Konzerte in Talk-Runden oder im Gespräch mit Besuchern etwas von ihren Erfahrungen und Eindrücken weiterzugeben. Neben Musik gibt es auch Filme, Ausstellungen und eben jede Menge Gespräche.

Wer also Lust hat, seinen Horizont zu erweitern, sollte sich unbedingt näher mit dem Berliner Festival auseinandersetzen. Alle Informationen zum Line-Up, den einzelnen Künstlern, Tickets und mehr bekommst du auf Pop-Kultur.Berlin.


Foto:

Mit freundlicher Genehmigung des "Pop-Kultur" - www.pop-kultur.berlin

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Berliner Graffiti-Crew liefert 5 Minuten Train-Action vom Allerfeinsten

Berliner Graffiti-Crew liefert 5 Minuten Train-Action vom Allerfeinsten

Von David Molke am 11.12.2017 - 18:29

Leave No Fingerprintz heißt dieses fünfminütige Graffiti-Video, das uns die Berliner ZGM Crew vor den Latz ballert. Bei den ganzen waghalsigen Aktionen, die wir hier sehen können, Fingerabdrücke zu hinterlassen, wäre in der Tat wohl keine gute Idee. Da werden in aller Seelenruhe die Züge gemalt und auch das Abbrennen von Bengalos stellt offenbar gar kein Problem dar.

Irgendwas scheint die ZGM Crew jedenfalls richtig zu machen. Wer so viel Zeit und offensichtlich die Ruhe weg hat, kann beides eben auch in die Qualität der Pieces investieren. Dass dabei am Ende ein adrenalingeladenes Action-Video mit haufenweise U- und S-Bahnen herauskommt, versteht sich quasi von selbst.

Der Seitenhieb gegen die Berliner Verkehrsbetriebe BVG beziehungsweise deren Social Media-Kampagne #weilwirdichlieben setzt dem Ganzen das Sahnehäubchen auf.

Wo wir schon mal beim Thema sind:

1UP & ÜF: Bombing in Berlin direkt auf dem Präsentierteller [Video]

Von Clark Senger am 08.11.2017 - 20:08 Der Serienstandort Deutschland erfährt aktuell einen Aufschwung. Schon mit Kida Khodr Ramadam, Frederick Lau, Veysel und Massiv war ein voller Erfolg. Aktuell stehen die ersten beiden Netflix-Produktionen made in Germany auf dem Plan. Bei einer der beiden könnten Rapper erneut eine Rolle spielen - im wahrsten Sinne des Wortes.

"The Rise of Graffiti-Writing": Alle 10 Folgen sind online

Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, jetzt sind alle zehn Folgen online: Arte widmet sich in der Doku-Miniserie The Rise of Graffiti-Writing den Anfängen Graffitis in Europa. In den ersten vier Folgen geht es unter anderem darum, wie das ZDF dabei geholfen hat, Graffiti nach Deutschland zu holen.


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