Neues Kanye-Album "Yeezus 2": Versehentliche Veröffentlichung durch CyHi The Prynce?

Ein begeisterter Nutzer irrte nichtsahnend auf Spotify herum, um ein paar Tracks zu streamen. Jetzt könnte er eine für Kanye-Fans bedeutsame Entdeckung gemacht haben.

CyHi The Prynce ist nicht nur von Kanye bei dessen Label G.O.O.D. Music gesigned worden. Er war weiterhin am Writing von neun Yeezus-Songs beteiligt, feilte am allgemeinen Sound des Albums und veröffentlichte erst kürzlich einen Track mit Kanye als Featuregast.

Der Spotify-User entdeckte nun durch Zufall eine von CyHi im August erstellte Playlist namens ypm. So weit, so unspektakulär. Wären da nicht die sechs Tracks mit Großbuchstaben-Kürzeln als Namen, die unter dem Albumtitel Yeezus 2 gelistet sind:


Foto:

Screenshot Genius News: https://youtu.be/_vyiYBV7Q9w

Spotify ermöglicht jedem Nutzer, eigene Musikdateien hochzuladen und sie für andere sichtbar zu machen. Diese Funktion könnte für CyHi jetzt ein riesiges digitales Fettnäpfchen geworden sein.

Reddit-User Dorian_Ye und weitere Fans spekulieren, es könne sich bei den veröffentlichten Songs um jene handeln, die Kanyes Produzent Rick Rubin 2013 kurzerhand von Yeezus geschmissen hat. Die Abkürzung OO könne für ein Remake des Songs Only One stehen, der mit Paul McCartney als Feature zwischen Yeezus und Pablo-Zeiten entstand. Mit Wolves befände sich ein weiterer Song auf The Life Of Pablo, der mit dem (Anfangs-)Buchstaben W in CyHis Playlist vertreten sein könnte. WISI sind ebenso die Anfangsbuchstaben von When I See It - einem Track, den Kanye im Oktober 2015 auf Soundcloud hochgeladen hat. Er ist eine Hommage an The Weeknds Tell Your Friends.

Denn Kanye ist bekannt dafür, Tracks oder deren Sequenzen unabhängig von deren Aktualität zu verwenden. Laut Musikmagazin The Fader entstand beispielsweise der 17. Track vom Album The Life Of Pablo, No More Parties In LA, während den Aufnahmen zu My Beautiful Dark Twisted Fantasy

Denkbar ist aber eher, dass die Undercover-Veröffentlichung genauso ein Move zu Promo-Zwecken war wie Kanyes kürzlich veranlasster, markenrechtlicher Schutz von Yeezy Sound:

Mögliche Konkurrenz für Jay-Z: Kanye schützt sich "Yeezy Sound" markenrechtlich

Jay-Z machte es bereits vor und gründete seinen eigenen Musikstreaming-Dienst. Doch die Konkurrenz schläft nicht und auch Kanye West weiß als erfolgreicher Unternehmer genau, wie man auf sich aufmerksam macht. Für den Streit um Schulden in Millionenhöhe, den er mit Jay-Z und dessen Plattform Tidal führte, scheint es eventuell eine Lösung zu geben.

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Wie J Dilla mit der MPC Hiphop beeinflusst hat und zur Legende wurde

Wie J Dilla mit der MPC Hiphop beeinflusst hat und zur Legende wurde

Von Clark Senger am 09.12.2017 - 12:14

Der 2006 verstorbene Detroiter J Dilla wird von vielen Hiphop-Liebhabern bis heute für seine Musik nahezu vergöttert. Das liegt nicht (nur) am Mythos, der viel zu früh verstorbene Musiker oft umgibt, sondern hat klar erkennbare und tiefe Wurzeln in seinem musikalischen Schaffen, das viele inspiriert hat.

Seine Hingabe dafür, alte Stücke kreativ zu samplen, zu verändern und neu zu arrangieren. Seine neuartige Technik, Drums aus einer Maschine so menschlich wie möglich klingen zu lassen und von konventionellen Patterns abzuweichen. Und nicht zuletzt seine innovativen Synthie-Sounds, mit denen er die Grenzen dessen verschob, was in Hiphop-Insturmentals als möglich und cool galt. Und das sind nur drei von zahlreichen Komponenten, die dem Produzenten zu seinem Status verholfen haben.

Kanye West, seines Zeichens einer der einflussreichsten Musiker der letzten Dekade, schwärmt in den höchsten Tönen von Dillas Art, Musik zu machen. In einem Interview von 2013, das erst dieses Jahr seinen Weg ins Netz gefunden hat, findet 'Ye warme und einzigartig bildhafte Worte:

"Sein Swing, wie er die Beats gemischt hat, seine Snare-Auswahl, wie er Dinge gesampelt hat, es klang wie ... es hat sich wie Drogen angefühlt. Seine Musik klang wie gute P*ssy."

Als das Music Production Center 3000 1994 von Akai releast wurde, zählte es schnell als das Tool für die großen Musik- und Hiphop-Produzenten. In einem neuen Teil der Vox-Dokureihe Earworm beschäftigt Produzent und MC Brian Ellis sich mit dem Vermächtnis, das Dilla mit seiner MPC hinterlassen hat:

"Ich glaube, womit Dilla so viele Produzenten beeinflusst hat, ist seine Fähigkeit, ein so großes Vokabular unterschiedlicher Techniken zu benutzen. [...] Er verstand es, sich für jeden Aspekt der MPC zu begeistern und ihn zu einem musikalischen Vorteil zu nutzen."

Erst diese Maschine ermöglichte endgültig vieles von dem, was der legendäre Beatmaker erschaffen hat. Eine Geschichtsstunde in Sachen Sampling, Producing und Hiphop allgemein mit tollen Visualisierungen, die unterstreichen, was Dillas Musik so einzigartig macht. Nicht ohne Grund steht ausgerechnet seine MPC im National Museum of African American History and Culture in Washington.

How this legendary hip-hop producer humanized a machine

J Dilla made his MPC3000 musical. Subscribe to our channel! http://goo.gl/0bsAjO There's a halo of reverence around J Dilla, a producer and beatmaker from Detroit who made some of the most fascinating and influential beats in hip hop history.


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