Eins vorneweg: Wer Angst im Dunkeln hat, sollte sich zweimal überlegen, Metro: Last Light zu spielen. Auch Menschen mit ausgeprägten Spinnenphobien werden sich mit dem Spiel keine Freunde machen. Wer allerdings auf unglaublich dichte Atmosphäre und brachiale Schießereien steht, der wird hier fündig!
Zu der Story wollen wir nicht zu viel sagen. Artjom wird von Albträumen geplagt, allerdings versucht er den Inhalt mehr oder weniger zu verdrängen. Was genau er träumt, lassen wir den Spieler selbst herausfinden, die Geschichte ist zu interessant, um Bruchstücke daraus vorwegzunehmen.   Artjom kämpft sich, wie aus dem Vorgänger bekannt, durch den Moskauer Untergrund, da Atomangriffe die Oberfläche unbewohnbar gemacht haben. Dabei stellen sich im natürlich wieder allerlei Menschen und Mutanten in den Weg.
"Wo ist er?":  
Wie schon erwähnt, schießt und schleicht Artjom durch die dunklen Gänge im russischen Untergrund. Schießen und schleichen sind hier die zwei entscheidenden Schlagwörter. Im Gegensatz zum Vorgänger kann der Protagonist drei Waffen tragen und diese sogar aufwerten. So kann an die AK ein Schalldämpfer oder ein neues Zielfernrohr gepappt werden. Das alles wird mit "neuer" Munition bezahlt. Neue Munition gilt als Währung im Spiel, mit "alter" Munition kann nur geschossen werden. Mit den besonderen Patronen kann man natürlich auch schießen, was bildlich gesehen bedeutet, man verschießt seine eigene Währung. Macht aber durchaus Sinn, da man schnell zu wenig normale Munition hat und die besonderen Kugeln auch noch stärker sind. Wir hatten beim Test am Ende allerdings soviel neue Munition, das wir damit locker rumballern und noch Waffen aufbessern konnten.
Der andere Punkt ist das überarbeitete Schleichsystem. Metro: Last Light bietet mehr dunkle Ecken als sein Vorgänger. Dazu gibt eine Anzeige an Artjoms Arm, die seine Sichtbarkeit anzeigt. Praktisch und keinesfalls störend. Die Levels bieten dazu genug Wege, um entweder frontal auf die Gegner zuzulaufen und ihnen Schrot ins Gesicht zu pumpen oder sie leise von hinten zu erdolchen. 
Atmosphäre:
Auch in Metro: Last Light schafft es der Entwickler, eine unglaublich gute Atmosphäre aufzubauen. In den Notunterkünften unter der Stadt sitzen Grüppchen am Feuer und spielen Gitarre, Kinder erfreuen sich ma Schattenspiel und die Erwachsenen erfreuen sich an leicht bekleideten Frauen. 
Hinzu kommen wenige Außenlevels, die allesamt aber nicht mit der schön modellierten Unterwelt mithalten können. An der Oberfläche kommen zu sehr die als Schlauchlevels angelegten Gebiete zum Vorschein. 
Das Spiel hat leider auch den ein oder anderen nicht ganz so gelungenen Punkt. Wer das Spiel auf Deutsch installiert, bekommt zwar eine deutsche Sprachausgabe, die Charaktere haben allerdings alle einen aufgesetzten, russischen Akzent. Das kann nach einiger Zeit auf die Nerven gehen und regt zur Überlegung an, auf Russisch mit deutschen Untertiteln zu stellen.
Dazu kommen zwei Bosskämpfe, die aber mehr als Pflichtarbeiten zu betrachten sind und nicht wirklich zum Spielgeschehen passen. Vorzugsweise sind diese Bosskämpfe an der Oberfläche, die, wie vorhin schon erwähnt, teilweise auch zu gezwungen aussehen. Aber immerhin lenken diese Areale vom tristen braun-grau der Unterwelt ab. Auch wenn es Böse klingt, ist die Farbwahl durchaus nachvollziehbar, eine Unterwelt im postapokalyptischen Zeitalter in Pink-Grün würde niemand abkaufen.
Fazit
Das Spiel ist gut, keine Frage. Die Atmosphäre ist dichter als in den meisten anderen Spielen, die Schießereien und Schleichereien machen Spaß und die Story bleibt auf konstant gutem Niveau. Natürlich hat das Spiel auch die oben genannten Macken, das kommt bei den besten Spielen vor. Für den vollen Spielspaß empfehlen wir noch, den Vorgänger Metro 2033 zu spielen, um die Story im Ganzen zu verstehen. 

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