Mehr Streams als Taylor Swift: Kay One weiterhin in der Erfolgsspur

Es scheint der Sommer von Kay One zu sein. Nach seiner höchst erfolgreichen Interpretation von Modern Talkings Louis Louis schießt der Rapper einfach einen Hit hinterher.

An der Seite Pietro Lombardi bringt Kay den nächsten Party-Track, der offenbar einen Nerv zu treffen scheint. In den deutschen Spotify-Charts befindet sich Senorita zumindest auf Platz #1 und somit zum Beispiel vor Taylor Swift, die gerade erst zurück an den Start gekommen ist.

Kay hat diesen Erfolg bereits registriert und bedankt sich auf Facebook für den Support beim Streaming-Anbieter.

Kay One

SEÑORITA ist auf Platz 1 bei Spotify Danke Freunde ! Gruß ! Kay und Pietro !

Ob der Song noch ähnliche Ehren zu Teil werden, wie Louis Louis wird die Zeit zeigen.

Kay One geht offenbar zum ersten Mal in seiner Karriere Gold

Premiere für Kay One: Wenige Tage vor seinem 33. Geburtstag kann der Rapper sich über die erste Goldene Schallplatte seiner Karriere freuen. Seine Modern Talking-Hommage Louis Louis (prod. Stardova) konnte offenbar 200.000 Einheiten absetzen, wie auf der Seite des Bundesverbands Musikindustrie zu lesen ist.

Kay One ft. Pietro Lombardi - Senorita [Video]

Kurz nach dem Stream gibt es nun auch das Video zu Kay Ones neuer Single Senorita. Gemeinsam mit DSDS-Gewinner Pietro Lombardi versucht der Rapper sich an einem Sommerhit mit den aktuell angesagten lateinamerikanischen Einflüssen und könnte damit den nächsten Erfolg nach Louis Louis landen.Der Beat kommt wie bei Kays erster Gold-Single von Stardova.

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Senorita
Datum: 2017-09-08
Verkaufsrang: 35
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Wieso Streaming-Anbieter offenbar ein großes Problem haben

Wieso Streaming-Anbieter offenbar ein großes Problem haben

Von Karo Hellmich am 05.12.2017 - 13:26

Musik-Streaming ist die Zukunft – sagen viele. Das mag stimmen. Doch noch scheint Streaming kein Geschäftsmodell zu sein, mit dem die Anbieter tatsächlich Geld verdienen können. Der ehemalige Interscope-CEO Jimmy Iovine sprach darüber in der letzten Woche mit Journalisten in Los Angeles – und zeichnet ein düsteres Bild.

Bei DJBooth wird der Geschäftsmann, der unter anderem große Verantwortung für die Entwicklung von Apple Music trägt, zitiert:

"Die Streaming-Dienste sind in einer schlechten Situation, es gibt keine Margen, sie verdienen kein Geld. Amazon verkauft Prime, Apple verkauft Telefone und iPads. Spotify allerdings muss einen Weg finden, sein Publikum dazu zu bringen, etwas anderes zu kaufen."

Von außen betrachtet, scheint On-Demand-Streaming ein extrem boomender Markt zu sein, in den sich die Investition lohnt – schwarze Zahlen schreibt allerdings kaum einer. Für Iovine steht offenbar fest, dass Unternehmen, die ausschließlich Streaming anbieten, wenig Chancen haben, in naher Zukunft Geld zu verdienen:

"Das Streaming-Geschäft ist kein großartiges Business. Es lohnt sich lediglich für große Unternehmen wie Amazon, Apple und Google, weil es nur ein kleiner Teil dessen ist, was sie anbieten."

Auch der Autor Colin Stutz hat sich eingehend mit dem Streaming-Thema beschäftigt und festgestellt: Seit neun Jahren ist Spotify Teil der Musikindustrie, konnte bisher aber noch keinen Profit machen. Spotify schüttet einen Großteil seiner Einnahmen an Musikfirmen aus. 2016 wurde dadurch trotz eines Umsatzes von mehr als 2,9 Milliarden Euro noch 539,2 Millionen Euro Verlust gemacht. Laut Iovine seien viele Verbraucher möglicherweise nicht bereit, den Premium-Dienst zu bezahlen und würden stattdessen lieber das kostenlose, durch Werbung finanzierte Angebot nutzen.

Die Möglichkeit, streamen zu können, hat die Art und Weise wie wir Musik konsumieren grundsätzlich verändert und auch den Musikmarkt an sich revolutioniert. Chart-Platzierungen werden mittlerweile zum Beispiel maßgeblich von Streaming-Anteilen mitbestimmt – und das bedeutet in erster Linie von Spotify. Die Schweden führen laut Statista mit einem Martkanteil von weltweit 40 % deutlich vor Apple Music und Amazon Music. In Deutschland dürfte der Abstand noch deutlicher sein.

Auf der einen Seite müssen sich Streaming-Anbieter wohl überlegen, wie sie die Menschen dazu inspirieren können, für Musik zu bezahlen. Auf der anderen Seite sind Iovines Worte auch ein Appell an die Hörer, die sich die Frage stellen müssen: Wie viel ist mir Musik wert?


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