Manuellsen gibt Props und kriegt eine Feature-Anfrage zurück

Manuellsen kürt die drei Alben, die ihm 2016 am besten gefallen haben: Neben seinem eigenen Album Gangland lobt er auch noch Kollegahs Imperator sowie Kalims Odyssee 579.

Letzterer hat davon offenbar Wind bekommen, sich anscheinend sehr gefreut und Manuellsens Post daraufhin auch gleich kommentiert. Und zwar folgendermaßen: "Es wird Zeit für gemeinsame Musik, Bro".

Manuellsen hat das dann auch bestätigt, er sieht die Sache also offenbar ganz genauso.

Hier das Posting:


Foto:

Screenshot: Manuellsen auf Facebook https://www.facebook.com/manuellsenofficial/posts/10155539289188098

Dann wollen wir einfach mal hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis da eine Zusammenarbeit kommt.

Kommentare

"Dann wollen wir einfach mal hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis da eine Zusammenarbeit kommt."

Mal abgesehen davon, dass das einfach vom Ausdruck her wieder nur sauschlecht ist, wird sich wohl kein Mensch der Ü15 ist ernsthaft auf einen Track von den zwei Vögeln freuen.

Ach so, und das 1. Komma ist auch falsch gesetzt.

Tut mir leid, dich da enttäuschen zu müssen, aber du liegst doppelt falsch:

Ich zum Beispiel bin Ü15 und freue mich sehr auf einen gemeinsamen Track von Kalim und Manuellsen.

Und das Komma ist richtig. :)

Ich streit mich jetzt mit dir nicht über deine fehlerhafte Interpunktion, aber du bist (Gott sei dank) nicht gerade repräsentativ für erwachsene Menschen. Manuellsen ist der personifzierte Fremdscham. Im Übrigen glorifiziert er Hells Angels und Libanesenfamilien, die ihr Geld mit u.a. mit Prostitution verdienen und übelste Antisemiten sind. Solltest du als (möchtegern) Linker doch eigentlich nicht unterstützen, oder?

Gute Combi!!

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(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

Von Michael Rubach am 19.01.2018 - 13:06

Mit dem kommerziellen Erfolg von Rap hat sich viel verschoben. Die Stars der Szene sind auch im Live-Geschäft oben angekommen und spielen nicht mehr vor einem Expertenpublikum in kleinen Kellern. Damit gehören ebenso alte Verhaltensweisen der Vergangenheit an. Wenn Ali Bumaye die Columbiahalle besuchen möchte, um sich mit Kollegah und Farid Bang auszutauschen, geht das nicht mehr so einfach. EGJ-Kollege AK Ausserkontrolle hat festgehalten, wie die Polizei den Eintritt verwehrt und Ali selbst von einem Platzverweis ausgeht.

HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate

17.1k Likes, 941 Comments - AK AUSSERKONTROLLE (@ak_ausserkontrolle_offiziell) on Instagram: "HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate"

2009 war es noch ohne größeren Widerstand möglich, die Konzerte von ungebetenen Gästen zu besuchen. Auf der damaligen "Mittelfinger Hoch"-Tour von Selfmade Records kam es zu handfesten Auseinandersetzungen. Mehrere Personen stürmten den Gig von Shiml, Casper, Montana Max, Favorite und Kollegah. Die Polizei tauchte zwar auch auf, aber erst nachdem die Situation eskalierte. Zu dieser Zeit stand Kollegah sehr im Fokus, da er mit "Fanpost" einen vielbeachteten Disstrack gegen Fler veröffentlichte.

Im Jahr 2016 hatten sich die Verhältnisse nicht wesentlich verbessert. Mit viel öffentlichem Radau um eine Cola Light auf dem Alexanderplatz wurde die Berlin-Düsseldorf-Fehde neu aufgewärmt. Es folgten "Fanpost 2" und eine Vielzahl an Staatsbediensteten, die für die Sicherheit beim Kollegah-Gig auf seiner "Imperator"-Tour sorgten. Dort rappte Kollegah dann sogar seinen Disstrack. Fler hat sich im letzten Jahr aus all diesen Streitigkeiten zurückgezogen. Statt Angriffsziel ist er Kollabo-Partner für Kollegahs engste Verbündete.

Die Rap-Welt dreht sich immer schneller und Locations, Konstellationen und Setlisten sind grundlegend anders. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die ausgewählten Songs des "JBG"-Duos in der Columbiahalle auf die alten Ungereimtheiten verzichten. Vorwiegendes Diss-Ziel von "JBG 3" war das EGJ-Camp, wobei sich vornehmlich über Bushido, Ali Bumaye, Shindy und Laas Unltd. ausgelassen wurde. Da verwundert es kaum, dass der Auftreten des Battle-Kontrahenten nicht unkommentiert bleibt.

Sowohl Farid Bang als auch Kollegah positionieren sich auf Instagram und kommentieren den Konzertbesuch von Ali Bumaye indirekt. Farid Bang formuliert die bekannte Line von Shindy um, die er einst live bei der Performance von "Stress mit Grund" rappte. Gleichzeitig bezieht er sich auf eine bestehende Zeile aus "JBG 3":

Kollegah teilt ein Foto, das ihn und Farid Bang bei der Signatur eines T-Shirts zeigen. Dieses fällt durch den besonderen Schriftzug auf. Über einem Dönerspieß findet sich dort das Wortspiel "Ali can eat" aus dem Track "Ave Maria":

Damals wie heute besteht ein Zwist zwischen Rappern aus der Bundeshauptstadt und Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der veränderten Medienlandschaft und der gestiegenen Popularität ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, Differenzen von Angesicht zu Angesicht zu klären. Durch die große Öffentlichkeit weiß auch die Staatsmacht Bescheid. Früher gab es noch Direktkontakt, heute läuft das Ganze übers Netz und Social Media. Wichtig bleibt, dass es nicht auf eine eklige Ebene zurückrutscht, bei der tatsächlich jemand zu Schaden kommt.


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