Kalim veröffentlicht alle Feature-Gäste auf "Odyssee 579"

Kalim hält den Kreis klein auf seinem kommenden Debütalbum Odyssee 579. Trotzdem hat die jetzt veröffentlichte endgültige Tracklist mit allen Features und Produzenten Überraschungen auf Lager.

Klar, mit den Label-Kollegen Xatar und SSIO (gemeinsam auf Nougapreise) war zu rechnen. Neben den beiden gibt es nur zwei weitere Features: Trettmann und Chefket.

Der gute Tretti feiert gerade mit seinem neuen Sound und dem Kitschkrieg-Team den Hype seines Lebens und konnte sich zuletzt mit zwei Gastauftritten und einer fünf Songs starken Feature-EP sehr prominent auf Palmen aus Plastik in Szene setzen. Wie man das bei PlayList mit Kalims g-funk-getränktem Style unter einen Hut bekommen hat, wird spannend zu hören sein.

Chefket ist beim Abschluss der Platte Odyssee Freestyl' mit am Start. Alle Songs bis auf die Lead-Single mg (prod. Ghanaian Stallion) wurden von David Crates produziert:

01. Plan B (prod. David Crates)

02. ZahlTag (prod. David Crates)

03. 8QM (prod. David Crates)

04. mg (prod. Ghanaian Stallion)

05. HunGrig (prod. David Crates)

06. RS7 (prod. David Crates)

07. Ja, immer (prod. David Crates)

08. PlayList feat. Trettmann (prod. David Crates)

09. Nougapreise feat. Xatar & SSIO (prod. David Crates)

10. Mach' dich weg (prod. David Crates)

11. Bis spät in die Nacht (prod. David Crates)

12. Odyssee Frestyl' feat. Chefket (prod. David Crates)

Kalim - Odyssee 579

01. Plan B (prod. David Crates) 02. ZahlTag (prod. David Crates) 03. 8QM (prod. David Crates) 04. mg (prod. Ghanaian Stallion) 05. HunGrig (prod. David Crates) 06. RS7 (prod. David Crates) 07. Ja, immer (prod. David Crates) 08. PlayList feat. Trettmann (prod. David Crates) 09. Nougapreise feat. Xatar & SSIO(prod.

Odyssee 579 (Ltd.Box)

Amazon.de/musik: KALIM - Odyssee 579 (Ltd.Box) jetzt kaufen. Bewertung 0.0, . Rap & Hip-Hop

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

MeToo ist im Deutschrap angekommen: JVA zeigt Schwesta Ewa an

MeToo ist im Deutschrap angekommen: JVA zeigt Schwesta Ewa an

Von Michael Rubach am 09.02.2018 - 15:28

Die MeToo-Debatte ist spätestens seit den Anschuldigungen gegen Filmregisseur Dieter Wedel auch in Deutschland präsent. Eine, die schon vor Monaten öffentlich von Übergriffen gesprochen hat, ist Schwesta Ewa. Sie äußerte sich im Herbst 2017 in einem längeren Instagram-Video unter anderem zu Belästigungen und Schikanen in der Untersuchungshaft:

"Wisst Ihr, dass vier, fünf Frauen sich in zwei, drei Jahren in der JVA Preungesheim das Leben genommen haben aufgrund von Beamtenschikane[...]? Wisst ihr, dass Wärter zu mir gekommen sind? Um 11 Uhr, 10 Uhr, 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr nachts bei mir an der Glocke geklingelt haben und mich b*msen wollten?"

Schwere Anschuldigungen, die Ermittlungen nach sich ziehen müssten. Laut Stern will die JVA Frankfurt III den Vorwürfen aber nicht weiter nachgehen: Die Anstaltsleitung zeigte Ewa stattdessen wegen übler Nachrede an. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Schwesta Ewa.

Wie das sein kann, begründete die Staatsanwalt gegenüber dem Stern damit, dass Ewa nicht bereit gewesen sei, die Anschuldigungen in einer Anhörung zu wiederholen. Dadurch können "noch nicht von einem Anfangsverdacht ausgegangen werden".

Dass sie hier die Aussage verweigerte, begründet Schwesta Ewas Anwalt Alexander Stevens damit, dass sie als Beschuldigte vorgeladen worden sei. Stattdessen hätte man sie als Zeugin vernehmen können.

In einem Beitrag des Sat1-Frühstückfernsehens ergänzt er, er glaube seiner Mandantin "uneingeschränkt". Er hält er sogar den Versuch der Vertuschung eines Justizskandals für möglich.

Damit geht es Ewa ähnlich wie anderen, die im Zuge der #MeToo-Debatte über Belästigungen berichteten. Da meist kein Dritter dabei war, steht das Wort der einen gegen das des anderen. Der Beschuldigte wehrt sich und schießt zurück, die Betroffene muss zusätzlich mit Anfeindungen leben. In diesem Fall sogar mit möglichen juristischen Konsequenzen.

Dass Schwesta Ewas Anschuldigungen zuerst vergleichsweise kleine Kreise zogen und sie als mögliches Opfer sogar selbst angezeigt wurde, wird mit ihrem Vorstrafenregister zu tun haben. Bekanntlich wurde sie des Menschenhandels, der Zuhälterei, der Steuerhinterziehung und der Körperverletzung verdächtigt. Wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung wurde sie zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Vorwürfe der Zuhälterei und des Menschenhandels wurden als nicht bewiesen angesehen. Das Gericht setzte den Haftbefehl gegen sie aus, sie konnte das Gefängnis nach knapp acht Monaten Untersuchungshaft verlassen. Beide Seiten gingen in Revision, der Fall wird vor dem Bundesgerichtshof (BGH) weiterverhandelt.

Nicht die besten Voraussetzungen, wenn einem geglaubt werden soll. Aber all das sollte mit der Frage, was an Ewas Vorwürfen dran ist, nichts zu tun haben. Ebenso wie die Tatsache, dass Ewa ihre Vorwürfe sehr – sagen wir – undiplomatisch vorträgt. Justitia hat bekanntlich blind zu urteilen, ohne Ansehen der Person. In der Realität sieht das leider häufig anders aus.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (3 Kommentare)