Wieso sich Kay One jetzt mit einigen hochrangigen Politikern getroffen hat

Mehrere Fotos von Kay One sorgen zurzeit für Gesprächsstoff, denn der Rapper zeigt sich darauf mit einigen hochrangigen Politikern. Unter anderem traf Kay auf Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sowie Staatssekretärin Dorothee Bär. Hinter Kays Besuch in Berlin steckt offenbar eine tragische Geschichte: Der Tod seines Freundes Manuel Wahl.

Dieser kam Anfang des Jahres bei einem Verkehrunfall ums Leben. "Das hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Sein Tod soll nicht umsonst gewesen sein: Deshalb engagiere ich mich ab sofort für mehr Verkehrssicherheit in Deutschland", erklärt Kay in einem Facebook-Post. 

Was genau das bedeutet? Kay erläutert: "Es werden große Dinge auf euch zukommen, die mit der Verkehrssicherheit und Aufklärung für die jungen Fahrer zu tun haben werden." Offensichtlich hat der Rapper ausführlich mit Alexander Dobrindt über mögliche Verbesserungen gesprochen.

Er selbst wolle in Zukunft aber kein Politiker werden, fügt Kay hinzu. "Ich will meinen Bekanntheitsgrad einfach für etwas wirklich Gutes und sehr wichtiges ausnutzen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!"

Kay One

Freunde, Ich war heute in Berlin beim Ministerium mit meinem Freund Wolfgang Bosbach. Der Grund: Viele von euch haben ja mitbekommen, dass einer meiner besten Freunde (Manu Wahl) vor nicht allzu...

Kay One

Grüße aus dem Ministerium in Berlin Vielen Dank für eure Gastfreundschaft : Wolfgang Bosbach, Staatssekretärin Dorothee Bär und der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. #neueProjekte...

Kay One

Dieser Moment, wenn die Staatssekretärin Dorothee Bär unser Selfie postet ! ☺️ Freue mich mega auf diese große Zusammenarbeit!! Grüße nach Berlin !! Manu Bruder, Ich hab dir versprochen dass dich...

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Kunst gegen Hetze: Wie ein Berliner Kollektiv die AfD entlarvt
AfD

Kunst gegen Hetze: Wie ein Berliner Kollektiv die AfD entlarvt

Von David Büchler am 07.12.2017 - 14:04

Anfang September hat der AfD-Politiker Alexander Gauland eine Rede gehalten, in der er forderte, dass die Deutschen endlich stolz auf die Leistungen der Wehrmachtssoldaten in zwei Weltkriegen sein sollten. Das nahm das Künstlerkollektiv Rocco und seine Brüder nun zum Anlass, vor der AfD-Parteizentrale in Berlin sogenannte Stolpersteine im Gehweg zu platzieren, die an verstorbene Wehrmachtssoldaten und ihre Verbrechen im zweiten Weltkrieg erinnern sollen. Die Aktion nennen sie Identität braucht Erinnerung.

Bereits im September hatte es hitzige Diskussionen um Gaulands Auftritt gegeben. Doch er ist nicht der einzige AfD-Politiker, der sich öffentlich dafür aussprach, die deutschen Verbrechen im zweiten Weltkrieg doch endlich zu vergessen. Auch sein Kollege Höcke hatte sich für eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" ausgesprochen. Insbesondere in Zeiten, in denen in Deutschland Debatten um den Umgang mit Geflüchteten den Diskurs bestimmen und es immer wieder zu rechter Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten oder politisch Andersdenkende kommt, zeigen die Forderungen, welche politischen Ziele die AfD verfolgt. 

Genau darauf sollte die Kunstaktion der Berliner Gruppe aufmerksam machen. Sie hoben Gehwegplatten aus und ersetzten sie durch Stolpersteine.  Auf denen ist der Name eines verstorbenen Wehrmachtssoldaten zu sehen und die Zahl der Toten, für die er verantwortlich war: 

 

Die eigentliche Idee der sogenannten Stolpersteine stammt von dem Künstler Gunter Demnig, der damit seit 1992 an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In verschiedenen Städten Deutschlands und Europas erinnern die kleinen Steine, die ebenfalls in den Gehweg eingelassen sind, an die deutschen Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus. Mittlerweise existieren rund 61.000 Steine und bilden damit das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Rocco und seine Brüder drehten die Logik der Stolpersteine nun um. So soll die Bedeutung der Worte von Höcke oder Gauland klar werden. Denn wer fordert, dass Deutsche auf die Leistungen von Personen stolz sein sollen, die tausende Menschen in den Tod trieben, der kann seine menschenfeindliche Haltung nicht mehr leugnen. 

Doch das Berliner Künstlerkollektiv dreht nicht immer am ganz großen zeitgeschichtlichen Rad. So führten sie im vergangenen Jahr beispielsweise eine Aktion durch, in der sie ein geheimes Schlafzimmer in einem U-Bahn-Schacht einrichteten. Die Aktion Secret Bedroom Discovered wurde auch medial aufgegriffen. Ein anderes Mal statteten sie einen U-Bahn-Wagon mit dutzenden Kamera-Attrappen aus, um auf die Gefahr einer stetigen Überwachung des öffentlichen Raumes hinzuweisen und nannten die Aktion CCTV. Die Intention hinter den Aktionen ist es, sozialkritische Inhalte kreativ in den öffentlichen Raum zu bringen. 

 


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