Ein Flizzy-Move und Business-Talk: Fler lässt die Zahlen sprechen

Fler hat mit einem großen Interview bei TV Strassensound heute die Promo zu seinem kommenden Album Flizzy eingeläutet und auch auf Twitter zeigt er sich direkt wie eh und je. Dabei gibt er unter anderem preis, dass er heute einen lukrativen Deal eingetütet habe.

Zunächst verkündete Fler jedoch eine Neuigkeit zu Flizzy. Demnach sei Tag eins, die am vergangenen Freitag veröffentlichte Single mit Remoe, entgegen der Vermutungen nicht auf dem Album zu finden. Ob Fler nur testen wollte, wie sein neuester Stil bei den Fans ankommt?

Mit angeblichem Hate habe der Move, den Track nicht zu platzieren, nichts zu tun:

Abgesehen von musikalischen, hat Fler auch geschäftliche News. Im Tweef-Gespräch mit einem Hater oder Troll (vermutlich beides in einem) lässt der Maskulin-CEO die Zahlen sprechen. Offenbar schloss er heute einen Deal über 700.000 Euro mit DefShop für seine Modelinie Maskulin ab.

Wie viel genau von der beeindruckenden Summe für Fler herausspringt, wird nicht ersichtlich:

Vielleicht wird ein Teil des Geldes in ein US-Feature investiert:

Fler und die US-Features: Wen wir auf "Flizzy" hören könnten

Auf Instagram ging Flizzy gestern Abend vorm Release der neuen Single Tag eins (hier hören) live und sprach über konkrete Überlegungen...

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Datum: 2018-02-09
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Wieso sich der Musikmarkt bald grundlegend verändern könnte

Wieso sich der Musikmarkt bald grundlegend verändern könnte

Von Karo Hellmich am 17.12.2017 - 14:17

Kryptowährungen sind derzeit in aller Munde – und scheinen die Zukunft zu sein. Erst heute konnte der Bitcoin auf verschiedenen Börsen zum ersten Mal die 20.000 US-Dollar-Marke durchbrechen. Insgesamt hat der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr um mehr als 2.500 Prozent zugelegt. Man muss kein Genie sein, um zu realisieren, dass die neuen Währungen und das System dahinter Einfluss auf alle Lebensbereiche haben werden – auch auf die Musikindustrie.

Nachdem Künstler wie Ghostface Killah, The Game und 50 Cent bereits mit Kryptowährungen experimentierten, war es im November die isländische Sängerin Björk, die den Gedanken an eine Revolution des Musikmarktes vorantrieb. Ihr Album "Utopia" können Käufer nicht nur mit US-Dollar, Euro & Co. bezahlen, sondern auch mit Bitcoin, AudioCoin, Litecoin oder Dash. Zudem bekamen alle, die die Platte über Björks Online-Shop vorbestellten, 100 AudioCoins geschenkt. Diese können wiederum von den Fans dafür benutzt werden, limitierte Editionen oder andere Fan-Artikel zu erwerben. So entsteht eine Art Kreislauf.

Das System dahinter nennt sich Blockchain – eine dezentrale Datenbank. Und dieses System soll für eine gerechtere Verteilung der Einnahmen sorgen, fernab von Streaming-Plattformen, indem keine Partei die Daten "besitzt", sondern indem sie unter allen Teilnehmern verteilt sind. Ken Foster vom britischen Startup Blockpool erklärt:

"Ein gestreamter Song bringt einem Musiker 0,01 Cent. Wenn 20 Leute an dem Song beteiligt sind, dann bekommt jeder von ihnen einen Bruchteil von diesem einen Cent. Jeder muss also ewig warten, bis Geld ausgeschüttet wird."

Mit einem Bezahlsystem, das auf Blockchain aufbaut, würde jeder umgehend seinen Anteil erhalten, wenn ein Fan auf Play klickt. "Fair Trade Music" wird das Ganze von anderen Künstlern bereits genannt, die sich eine Revolution für den Musikmarkt erhoffen, auf dem es zuletzt immer schwieriger wurde, Platten zu verkaufen. Mit Blockchain wären Künstler unabhängig von der Musikindustrie – und würden vielleicht sogar mehr musikalische Experimente wagen.

Noch klingt das System für viele zu kompliziert, die meisten Hörer greifen zurzeit auf Streaming-Anbieter zurück. Dass die Plattformen allerdings mit großen Problemen zu kämpfen haben, ist kein Geheimnis und macht den Weg frei, für eine grundlegende Veränderung des Marktes.

Wieso Streaming-Anbieter offenbar ein großes Problem haben

Musik-Streaming ist die Zukunft - sagen viele. Das mag stimmen. Doch noch scheint Streaming kein Geschäftsmodell zu sein, mit dem die Anbieter tatsächlich Geld verdienen können. Der ehemalige Interscope-CEO Jimmy Iovine sprach darüber in der letzten Woche mit Journalisten in Los Angeles - und zeichnet ein düsteres Bild.


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