Man kennt das: Tiefgefroren wird man von Kollegen geweckt, springt ihnen an die Gurgel, weil man nicht weiß, wo man ist, nur um sich anschließend mit Aliens zu prügeln. Gut, nicht jedem dürfte das bekannt sein, Prophet ist genau das im neusten Ableger der Crysis -Trilogie widerfahren. 
Rambo hat es vorgemacht, Prophet nimmt sich ein Vorbild. Mit einem Bogen ausgestattet, schleichen wir uns durchs Unterholz. Aber nur wahlweise, wer es brachialer mag kann selbstverständlich auch mit MG und Schrotflinte durch den Dschungel springen. Die weitläufigen Level lassen praktischerweise meist beide Varianten zu. Auch die Höhenunterschiede bieten allerlei spielerische Abwechslung. Laufen wir jetzt mit dem MG von A nach B, klettern auf eine Anhöhe und packen das Scharfschützengewehr aus, oder schleichen wir dank Nanosuit und Bogen durch die Gegner? All das bleibt dem Spieler selbst überlassen.

Ein alter Bekannter

Natürlich muss Prophet nicht auf den altbekannten Nanosuit verzichten. Das hochmoderne Spielzeug erlaubt es, zwischen diversen Modi zu wechseln. Auf Tastendruck verstärkt er beispielsweise die Rüstung oder macht den Protagonisten kurzzeitig unsichtbar. Zum anderen können neuerdings auch Geschütztürme gehackt werden, die dann spontan die eigenen Einheiten aufs Korn nehmen. Wie aus den Vorgängern bekannt, können auch die Waffen wieder modifiziert werden. Eine Scar mit Schalldämpfer oder doch mit Rotpunktvisier? Oder vielleicht beides? All das ist kein Problem und kann auf die entsprechende Situation angepasst werden.

Mehr Benchmark als Spiel?

Ab und an stellt sich die Frage, ob Crysis überhaupt noch ein Spiel, oder vielleicht nicht doch ein moderner Benchmarktest ist. Was Crytek mit der Grafik angestellt hat, sucht zur Zeit seinesgleichen. Gras wiegt im Wind hin und her, Überstrahleffekte blenden den Spieler. Auf Gesichtern kann jede einzelne Schweißperle gesehen werden, auch die Mimik ist hervorragend. Texturen sind durchweg scharf, die Atmosphäre stimmig. Wer keinen High-End-Rechner hat, muss sich nicht fürchten – selbst auf normalen Einstellungen sieht das Spiel noch besser aus als so manch anderer Shooter. 

Fazit:

Crysis 3 ist ein Spiel, das man wirklich gespielt haben sollte. Der Nanosuit in Kombination mit den verschiedenen Waffen und den Höhenunterschieden in den Leveln machen das erneute Durchspielen zu einer ganz neuen Erfahrung. Leider kann das erneute Spielen früher passieren als erwartet, der Singleplayer geht lediglich 4-5 Stunden. Wer sich selbst einen Einblick in das Spiel machen möchte, kann sich unten die ersten 15 Minuten von Crysis 3 anschauen. 

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