Die Grundgeschichte von The Cave erinnert mich ein wenig an die Walter Moers Geschichten rund um Zamonien. Dort gibt es auch etliche Darsteller, die es eigentlich nicht gibt und mit denen man eigentlich nicht kommunizieren kann. Tratschwellen zum Beispiel! Ähnlich verhält es sich mit dem neuesten Abenteuer von Ron Gilbert , seines Zeichens Macher von Monkey Island oder Maniac Mansion . Wem jetzt die Augen glühen, der ist entweder deutlich über 30, nerdig veranlagt oder... beides!

Doch zurück zu The Cave .
Höhlen sind laut Ron Gilbert arrogante Wesen, die sich am liebsten selbst reden hören. Echte Egomanen, die mit niemand anderem reden wollen - was eigentlich schade ist, denn manche Höhlen haben richtig Humor. The Cave zum Beispiel ist nicht nur ein kleines Loch, sondern ein riesiges Areal mit unterschiedlichsten Bereichen. Das muss der Spieler erst einmal verdauen. Auch die Tatsache, dass The Cave kein Point 'n Click-Adventure geworden ist, wie man es angesichts der Gilbert’schen Klassiker erwarten würde. Vielmehr ist The Cave ein anspruchsvoller Plattformer geworden. Stupides von Screen zu Screen zu laufen, ein Inventar und gemächliches herumstreuen ist nicht mehr. Dafür ist der Spieler nicht allein in The Cave . Alles in allem darf man mit bis zu acht Charakteren die Höhle erkunden. Ein buddhistischer Mönch, ein Ritter, eine Archäologin, ein Hinterwäldler, ein Geschwisterpaar, eine Wissenschaftlerin und ein Zeitreisender machen sich auf The Cave zu erkunden. Alle mit unterschiedlichen Fähigkeiten und maximal zu dritt darf man durch The Cave streunern. Dies bedeutet natürlich, dass man The Cave mindestens drei Mal angehen muss - schade allerdings, dass es nicht neun Charaktere gibt, so muss man leider mit mindestens zwei Personen doppelt ran.