Bushido bricht sein Schweigen über Arafat & EGJ

Während sich Gerüchte um eine Trennung von Bushido und Arafat Abou-Chaker häuften, hielt der Berliner Rapper sich lange Zeit ziemlich bedeckt. Jetzt bricht er sein Schweigen und spricht davon, heute "einige Dinge" entschieden zu haben. Er kündigt neue Musik für dieses Jahr an und bestätigt, dass er seinen Weg in Zukunft ohne seinen langjährigen Partner gehen wird.

Zu den Plänen für die Zukunft und den Änderungen in seinem Umfeld wird er abgesehen von einem Satz zu Abou-Chaker jedoch kaum konkret. Er habe sich selbst Fragen gestellt, auf die er gute Antworten gebraucht hätte. Es hätten sich "Dinge" verschoben, Personen und Freunde seien gekommen und gegangen. Nach dem turbulenten letzten Jahr wolle er sich nun voll und ganz der Zukunft widmen, was auch einschließt, sich um die EGJ-Signings zu kümmern.

Das Statement in voller Länge:

"Nach vielen Monaten des Rätselratens und unendlicher Fan-Videos, in denen alle möglichen Verschwörungstheorien aufgestellt wurden, wollte ich mich letztendlich persönlich zu einer sehr wichtigen Thematik äußern.

Es ist ziemlich ruhig um mich und das Label geworden. Gründe gibt es einige, der Wichtigste wäre aber, dass ich mir selber viele Fragen gestellt habe, auf die ich gute Antworten brauchte. Es gab einige große Veränderungen in den letzten 20 Jahren meiner Karriere. Immer mal wieder haben sich Dinge verschoben, Personen sind verschwunden, Freunde sind gekommen. Auch jetzt befinde ich mich in so einer Phase. Das letzte Jahr war sehr turbulent, heute habe ich aber einige Dinge entschieden und ab jetzt richtet sich meine Aufmerksamkeit nur noch auf das, was vor mir liegt.

In diesem Jahr wartet wieder Musik auf Euch, ich feiere meinen 40sten Geburtstag und genau vor 20 Jahren ging es mit meinem Demotape in eine ungewisse Zukunft.

Künstler auf meinem Label zählen auf meine Unterstützung und es wird Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich danke allen Beteiligten für die jahrelange Unterstützung, aber einige werden heute nicht mehr gemeinsam mit mir den Weg beschreiten. Dazu gehört auch Arafat.

Bushido"

Abou-Chaker war den Großteil von Bushidos Karriere an dessen Seite. Nach der Trennung von Aggro Berlin lernte der Rapper bald seinen künftigen Partner kennen, der ihm fortan unter die Arme greifen sollte. Das Kennenlernen hat Bushido 2009 in seiner Biografie ausführlich beschrieben:

Quasi die ganze Szene dürfte gespannt sein, wie dieser Einschnitt in der Karriere sich in Zukunft bemerkbar machen wird. Im Video weiter unten gibt Manuellsen bereits eine Einschätzung ab. Dass diese durchaus von persönlicher Antipathie geprägt sein dürfte, erklärt sich von selbst.

Bushido

Nach vielen Monaten des Rätselratens und unendlicher Fan-Videos, in denen alle möglichen Verschwörungstheorien aufgestellt wurden, wollte ich mich letztendlich persönlich zu einer sehr wichtigen...

Manuellsen über Bushidos Trennung von Arafat Abou-Chaker: "Das ist alles so entzaubert" - #DerDiisch

Es lag natürlich in der Luft: In Teil 3 von #DerDiisch sprechen #Manuellsen und Fler auch ausführlicher über #Bushido, zu dem beide bekanntermaßen ein spezielles Verhältnis pflegen. Während auf Manus Seite mit metaphorischen Macheten hantiert wird, ist das Thema für Flizzy aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit deutlich komplexer.

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Kommentare

guter schritt,wünsche bu alles gute

Sehr geschicktes Statement. Ich frage mich wie es jetzt mit allen anderen Künstlern auf dem Label weitergeht. Ali wird definitiv nicht mit Bushido weiter musik machen... und shindy?

Vollmacht izimmernochda

Bin echt gespannt wie es mit den andern weitergeht die bei EGJ unter Vertrag sind. Ali ist klar, aber Shindy?

Dit wars .

Deine Meinung dazu?

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Neue Statements: Bushido wirft Carmen Geiss vor, abzulenken

Neue Statements: Bushido wirft Carmen Geiss vor, abzulenken

Von David Molke am 18.04.2018 - 16:49

Die Echo-Preisverleihung an Kollegah und Farid Bang zieht weite Kreise. Was bisher geschah, könnt ihr unter anderem hier nachlesen. Dazu gehören auch mehrere Statements von den sogenannten Geissens. Carmen Geiss hat sich heute auf Facebook erneut zu Wort gemeldet, diesmal allerdings direkt an Bushido gewandt. Der bleibt eine Antwort nicht lange schuldig, bekräftigt seine Kritik und wirft Frau Geiss vor, einfach nur ablenken zu wollen.

Carmen Geiss bedankt sich zunächst für die Worte von Bushido, der die Geissens zuvor unter anderem mit den Worten "schämen sie sich!" für ihre menschenverachtende Nazi-Rhetorik kritisiert hatte. Anschließend schweift Frau Geiss allerdings ab und will lieber über gute Dinge sprechen. Wie zum Beispiel Cybermobbing. Das Netz vergesse nicht. Das komplette Statement von Carmen Geiss findest du hier, Bushidos Antwort folgt darunter.

Bushido antwortet unter seinem bürgerlichen Namen und wiederholt im Groben noch einmal seine ursprüngliche Kritik. Es sei "einfach widerwärtig", wie Frau Geiss jetzt versuche, von ihren "äußerst perfiden Äußerungen" abzulenken. Sie und ihr Mann seien "kein Stück besser als die schlimmsten Hetzer im Internet".

"AfD-Gedankengut oder Geissen-Statement, ich sehe keinen Unterschied."

Die Vorgeschichte dazu – beziehungsweise Bushidos Statement:

"Schämen Sie sich!" - Bushido kritisiert AfD-Rhetorik der Geissens

Bushido geht hart mit den Geissens ins Gericht und erklärt ihnen unter anderem, sie sollten sich schämen...

Wie gesagt, das Ganze zieht weite Kreise: Mittlerweile haben diverse Künstler ihre Echo-Auszeichnungen zurückgegeben. Zuletzt auch Marius Müller-Westernhagen, der gleich auf sieben Preise verzichtet. Er schließt sich damit dem Dirigenten Enoch zu Guttenberg und dem Pianisten Igor Levit an, die zuletzt dasselbe verkündet haben.

Echo kaputt. #echo #kollegah #faridbang

2,182 Likes, 294 Comments - HIPHOP.DE (@hiphopde) on Instagram: "Echo kaputt. #echo #kollegah #faridbang"

Der Kommentar zu der ganzen Angelegenheit von Toxik:

Kollegah, Farid Bang & der Echo: Wie Rap in die rechte Ecke gerückt wird

Das, was aus dem kalkulierten Echo-Skandal um "JBG 3" geworden ist, wird grade zu einer ernsthaften Bedrohung für deutschen Rap. Der Echo hat sich, Rap und der Stimmung in Deutschland keinen Gefallen damit getan, mit dem Skandal Promo machen zu wollen.


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