Biting-Vorwurf gegen Kendrick Lamar: "DNA."-Passage bei anderem Rapper abgeguckt?

Kendrick Lamar wird oft als der Hiphop-Heilsbringer gefeiert, der in Zeiten, in denen Rap längst auch Pop ist, die Fahne für Lyricism und Message hochhält. Biten würde so gar nicht in dieses Bild passen. Der relativ unbekannte Rapper D.Zign glaubt aber, dass genau das bei DNA., dem großen Damn.-Hit neben Humble., der Fall ist.

Der Grund für seine Behauptung ist die kurze Passage, in der Kendrick: "I got, I got, I got", rappt. In diesem Video gibt es den Direktvergleich:

The Artist Dzign

DAMN #IGOTIGOTIGOT

Ähnlichkeit, ja. Aber ist diese Stelle wirklich so einzigartig gut, dass kein Zweiter auch auf die Idee kommen könnte, dreimal hintereinander "I got" in einem Rap-Song zu benutzen? Wenn es so sein sollte, dürfte es schwer für D.Zign werden, das zu beweisen. Von Kendricks Seite gibt es bislang keinen Kommentar zu den Vorwürfen, aber das vermeintliche "Opfer" wird selbstverständlich nicht müde, die kurze Passage zu thematisieren.

"Kendrick hat also einfach meinen Sh*t für sein DNA. geklaut?"

D.ZIGN "I GOT I GOT I GOT" SAMPLE

SAMPLE OF THE NEW SINGLE COMING SOON

GM PEOPLE!! CLICK THE LINK IN THE BIO TO HEAR "I

GM PEOPLE!! CLICK THE LINK IN THE BIO TO HEAR "I GOT, I GOT, I GOT" TO COMPARE THE 2 SONGS, THEARTISTDZIGN ON SOUNDCLOUD OR HEAR A SIDE BY SIDE PLAY ON @airheadfame PAGE! TELL ME WHAT YOU THINK!

LIKE..."YOOOOOO, THEY REALLY ARE AN EMOTIONAL ...

LIKE..."YOOOOOO, THEY REALLY ARE AN EMOTIONAL WRECK #Carlthomas @teatenders__ @airheadfame #canigetone #Dotitent #kendricklamar #kendrickmeme #TheArtistDzign #jayz #nas #IGOTIGOTIGOT #emotional #hiphop #watts #compton

Dabei ist es zumindest fraglich, ob ein Artist mit (jetzt, nach den ersten großen Headlines in den USA) 176 Soundcloud-Fans, knapp 11.000 Twitter-Followern, fast 3.000 bei Instagram und stolzen 21 Facebook-Likes bis in die oberste Etage der Rapwelt vordringt. Hör dir hier die Songs einzeln an:

D.ZIGN "I GOT I GOT I GOT" SAMPLE (PROD. BY: JUANYE @JUANYE_FH) by The Artist D.Zign

SAMPLE OF THE NEW SINGLE COMING SOON D.ZIGN "I GOT I GOT I GOT" (PROD. BY: JUANYE @JUANYE_FH)

Kendrick Lamar - DNA.

DAMN. available now http://smarturl.it/DAMN Dir: Nabil & the little homies Producer: Anthony "Top Dawg" Tiffith, Dave Free, Angel J Rosa, Jason Baum Production co: TDE Films, AJR Films (C) 2017 Aftermath/Interscope (Top Dawg Entertainment) http://vevo.ly/l2Qp5O

Und? Was sagst du?

Kommentare

Ich? Oder mit wem redest du im letzten Satz?

Könnten sich auch bushido und kay one beschweren
Ich hab Ich hab Ich hab...
:))

hahaha, geil.

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Wieso das neue Video von Kendrick Lamar & SZA einen bitteren Beigeschmack hat

Wieso das neue Video von Kendrick Lamar & SZA einen bitteren Beigeschmack hat

Von Karo Hellmich am 12.02.2018 - 16:00

Vor knapp einer Woche haben Kendrick Lamar und SZA ihre gemeinsame Videosingle "All The Stars" veröffentlicht, die zum Soundtrack des neuen Superhelden-Films "Black Panther" gehört. Das Video sorgt jedoch für eine Kontroverse: Die britisch-liberianische Künstlerin Lina Iris Viktor wirft den Machern vor, sich ohne Erlaubnis bei ihrer Arbeit bedient zu haben.

Dabei geht es um ein Bild aus ihrer Serie "Constellations". Laut New York Times sei Lina Iris Viktor zweimal von den Filmemachern kontaktiert worden, beide Male habe sie eine Beteiligung mit ihrer Kunst abgelehnt. Nun scheinen dennoch deutliche Parallelen zwischen einer Szene des Videos und ihrer Arbeit aufzutauchen:

July 16 is the final day to view The Woven Arc. The Cooper Gallery. Harvard. Featuring works by Nick Cave, Glenn Ligon, Yinka Shonibare, El Anatsui, Peter Sacks, Grace Ndiritu, Tim Rollins and K.O.S, along with a special installation by David Adjaye. Curated by Vera Ingrid Grant. @coopergalleryhc #LinaIrisViktor

1,381 Likes, 23 Comments - ⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀LINA IRIS VIKTOR (@linairisviktor) on Instagram: "July 16 is the final day to view The Woven Arc. The Cooper Gallery. Harvard. Featuring works by..."


Foto:

Kendrick Lamar ft. SZA – All The Stars, Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=JQbjS0_ZfJ0

Die goldschwarze Farbwelt und die Muster des Videos scheinen tatsächlich deutlich inspiriert von Viktors Werk zu sein. Lediglich eine Hommage? Wohl eher nicht.

In ihrer Anklage erklärt Viktor, dass das Musikvideo in der 19-sekündigen Sequenz nicht nur "den sofort erkennbaren und einzigartigen Look" ihrer Arbeit, sondern auch viele der "spezifisch urheberrechtlich geschützten Elemente" enthalte. Dazu würden beispielsweise stilisierte Motive mythischer Tiere, vergoldete geometrische Formen auf schwarzem Grund und markant texturierte Flächen und Muster zählen.

Kendrick Lamar, SZA - All The Stars

Black Panther The Album out now http://smarturl.it/BlackPantherAlbum Directed by Dave Meyers & the little homies Black Panther The Album Music From And Inspired By Album on All Digital Platforms & In Stores Now Music video by Kendrick Lamar, SZA performing All The Stars. (C) 2018 Aftermath Records http://vevo.ly/nzzt7e

Es ist ein schwieriger Fall, denn Stil ist im Sinne des Copyrights nicht geschützt. Die Macher des Videos werden wohl relativ einfach damit argumentieren können, dass das Bild nicht Eins-zu-eins kopiert wurde. Einen bitteren Beigeschmack hat das Ganze natürlich trotzdem. Selbst, wenn die Verantwortlichen sich rein rechtlich durchsetzen könnten, handelt es sich dennoch um eine ethisch kritische Situation.

Im Film "Black Panther" geht es vor allem um Black Empowerment. Es ist ein Superhelden-Film, in welchem fast ausschließlich Afroamerikaner die Hauptrollen spielen. Gleichzeitig wird sich bei der Kunst einer Afrikanerin bedient. Ohne ihre Zustimmung. Das passt leider nicht zusammen. "Kulturelle Aneignung ist etwas, was afroamerikanischen Künstlern immer wieder passiert. Ich will mich dem entgegenstellen", wird Viktor von der New York Times zitiert. Und auch ihr Anwalt Christopher Robinson äußert:

"Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem 'Nein' auch 'Nein' bedeutet, egal in welchem Bereich. Es macht mich sehr wütend, dass sie so ausgenutzt wird."

Kendrick Lamar, Top Dawg Entertainment-Chef Anthony Tiffith, Disney und der Videoregisseur Dave Meyers haben eine Stellungnahme bisher übrigens abgelehnt.


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