Auf "Hitman": Veysel spricht über seine Zeit bei den Azzlackz

Seit vergangenem Freitag ist Veysels neues Album Hitman auf dem Markt. Es ist das erste Release nach langer musikalischer Pause und seit seiner Trennung von den Azzlackz im März 2015. Über seine Zeit bei dem Label rappt Veysel auf dem sehr persönlichen Intro mit dem Titel 3 Jahre weg.

Bekanntlich wurde Veysel während seines Gefängnisaufenthalts von Haftbefehl unter Vertrag genommen. Offenbar hinterfragte Veysel das Ganze nicht großartig und ergriff direkt seine Chance: 

"Der Zaza hinter Gittern, aber Samsung am Start/Handy vibriert, ich heb' ab, es war Aykut, der sprach: 'Ich mach' dir baba Deal, du brauchst keinen Vertrag!'/Hab' vertraut zugestimmt und nicht weiter gefragt."

Ob er die schnelle Entscheidung rückblickend bereute? Das lässt Veysel offen. Allerdings geht er nicht nur auf die Entstehung der Zusammenarbeit, sondern auch den Weggang von dem Camp ein:

"Dass ich das Label verließ, hatte 'nen Grund/Ich tappe nicht im Dunkeln, mache ein' Punkt."

Als eben jenen Grund nannte Veysel in unserer #waslos-Folge vor allem das Management-Umfeld bei den Azzlackz. In dem Interview betont er auch noch einmal, dass mit Hafti und Co. alles cool sei:

Trennung von den Azzlackz: Veysel äußert sich zu den Gründen

Mittlerweile ist es über zweieinhalb Jahre her, dass Veysel und die Azzlackz beschlossen haben, getrennte Wege zu gehen...

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Hitman
Datum: 2017-11-03
Verkaufsrang: 4619
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Kommentare

Ja weltverändernde Lines ....( nicht )

Cüs da hat er aber krass ausgepackt, wenn das keine messerschiesserei gibt weis ich auch nich

Hoffe die Todesstrafe wird wieder eingeführt und nachwirkend angewandt. Jemand, der ein Menschenleben genommen hat, direkt wieder draußen ist und dann bei Twitter damit droht, "mit der Haut die Decke zu tapezieren". Das ist ja wohl kaum eine gelungene Resozialisierung. Wenn der ******* nur einen Funken Ehre hätte, würde der sich bis zu sein Lebensende in ein Kloster verkriechen...

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Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Von David Molke am 11.12.2017 - 16:31

Die Polizei will ja eigentlich dein Freund und Helfer sein. Leider funktioniert das aber oft nicht so richtig gut. Von Racial Profiling, Polizeigewalt und Willkür ganz abgesehen. Kein Wunder also, dass auch viele Rapper ihre Frustration gegenüber den Ordnungshütern zum Ausdruck bringen. Manch einer lobt die Beamten sogar, auch wenn das die Ausnahme bleibt: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass am häufigsten die abwertenden Synonyme "Bulle" oder "Bullerei" genutzt werden, wenn über die Polizei gerappt wird.

Der Kriminologe und Betreiber des Criminologia-Blogs Prof. Dr. Christian Wickert untersucht im ersten Teil der Studie Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik insgesamt 3.363 Raptexte. Dazu wurden alle Tracks von allen 236 deutschsprachigen Rap-Alben untersucht, die zwischen März 2015 und Dezember 2016 in den offiziellen deutschen Hiphop-Charts gelistet waren. Das schränkt das Ganze natürlich ziemlich ein.

Fast ein Viertel der Texte (22,33 %) drehe sich zumindest teilweise um die Polizei, und zwar meistens kritisch bis beleidigend:

"Besonders auffällig ist die häufige Verwendung der negativ konnotierten Bezeichnung 'Bulle', die nahezu ein Drittel aller Verweise ausmacht und somit deutlich präsenter ist, als die Bezeichnung 'Polizei' bzw. 'Polizist', die zusammengenommen ein Viertel an allen Nennungen ausmachen. Ein weiteres Fünftel entfällt auf die englischsprachigen Bezeichnungen 'Cop' und 'Police'."


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Der Begriff "Daule" fehlt allerdings. Ebenfalls interessant, wenn auch nicht unbedingt überraschend: Laut Prof. Dr. Christian Wickert sei vor allem die "Dominanz des Gangsta-/ Straßenraps" auffällig. Der Großteil der untersuchten Alben sei eindeutig diesem "Subgenre zuzuordnen, das sich thematisch mit Normabweichungen und ihren Folgen befasst". 

"Von den 182 Künstlern und Gruppen in der Gesamtstichprobe verweisen 153 (84,1 %) in mindestens einem Liedtext auf die Polizei. Die Häufigkeit, mit der die Polizei in Liedtexten thematisiert wird, variiert unter den Künstlern und Gruppen jedoch stark und reicht von einem Lied bis zu 39 Liedern pro Künstler oder Gruppe."

Capital Bra rappt dabei im Schnitt am häufigsten über die Polizei. Dicht gefolgt von Herzog (Pun intended). Kandidaten wie Farid Bang und Haftbefehl kommen 'erst' auf Platz vier beziehungsweise fünf. Aber dabei müssen wir immer im Kopf behalten, dass es hier nur um die Alben geht, die es zwischen März 2015 und Dezember 2016 in die offiziellen deutschen Hiphop-Charts geschafft haben.


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1) http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Die gesamten Studien-Ergebnisse sollen als "Ich hab' Polizei" – Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. über den Verlag für Polizeiwissenschaft veröffentlicht werden. Wenn du wissen willst, wieso "Bulle" überhaupt eine Beleidigung sein soll, wirst du hier fündig. Zu den Studienergebnissen:

Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)

Dies ist der erste Teil einer Beitragsreihe zum Thema „Darstellung der Polizei im deutschsprachigen Rap". Die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie werden in Kürze erscheinen in: Wickert, Christian (im Erscheinen) „Ich hab' Polizei" - Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. In: Anja Mensching & Astrid Jocobsen (Hrsg.) Empirische Polizeiforschung XXI.


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