Atlanta regiert das Game: "Bad and Boujee" erster Nummer-1-Hit der Migos

Der neue Südstaaten-Hype, der in den letzten Jahren das weltweite Rap-Geschäft umkrempelt, scheint aktuell auf dem Höhepunkt zu sein.

Nachdem Rae Sremmurd und Gucci Mane (aka Trap sein Vater) mit Black Beatles bereits einige Wochen die Pole Position der Billboard Hot 100 belegen konnten, holt sich nun eine andere Crew aus A-Town die Spitze.

Die Migos feiern mit dem von Metro Boomin produzierten Bad and Boujee und Feature-Gast Lil Uzi Vert ihre erste Nummer-1-Single. Unterstützung auf dem Weg dorthin gab es von Donald Glover aka Childish Gambino, der den Song in seiner Rede bei den Golden Globes als "besten Song aller Zeiten" und die Migos als die "Beatles dieser Generation" bezeichnet hat.

Danach schossen insbesondere die Streaming-Zahlen von Bad and Boujee in die Höhe. Auf Spotify gab es ein Wachstum von etwa 243 %, berichtet XXL.

Erst Rae Sremmurd und ausgerechnet Gucci, jetzt die Migos. Aushängeschilder Atlantas lebhafter Musikszene untermalen ihren Einfluss auf Rap nun auch mit großen kommerziellen Erfolgen. Und für Quavo, Offset und Takeoff könnte der Zeitpunkt kaum günstiger sein. Am 27. Januar erscheint mit Culture das zweite Album des Trios – hier findest du die Tracklist sowie Bad and Boujee und die neue Single T-Shirt:

Migos - Culture

1. Culture ft. DJ Khaled 2. T-Shirt 3. Call Casting 4. Bad and Boujee ft. Lil Uzi Vert...

Music: Top 100 Songs | Billboard Hot 100 Chart

The week's most popular current songs across all genres, ranked by radio airplay audience impressions...

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RAF Camora: Was ein Künstler an Streaming verdient – und warum Deluxe Boxen keine Geldmacherei sind

RAF Camora: Was ein Künstler an Streaming verdient – und warum Deluxe Boxen keine Geldmacherei sind

Von Jonas Lindemann am 21.02.2018 - 19:29

Nachdem viele Rapper zu Anfang Streamingdiensten sehr skeptisch gegenüber standen, hat sich das Blatt inzwischen gewendet. So auch bei RAF Camora, wie er im Interview mit Noisey zugibt.

"Vor paar Jahren stand ich noch auf der splash!-Bühne und habe eine große Rede darüber gehalten, dass Streaming unser aller Untergang sein wird. Inzwischen finde ich, dass das absolute Gegenteil der Fall ist", so Spotify-König RAF. Plötzlich verdiene jeder Geld mit Streaming und es öffne neue Türen. Vor allem was Singles angeht, sei das sehr praktisch. Die könne man heutzutage direkt raushauen. Das tat RAF erst in der vergangenen Nacht wieder:

RAF Camora - Corleone [Video]

RAF Camora meldet sich zurück. Mit "Corleone" schießt er einen brandneuen Song samt Video raus. Produziert wurde der Track von X-Plosive, den momentan omnipräsenten The Cratez und RAF selbst. Für das Video war...

Von dem Streaming-Boom profitieren laut RAF nicht nur die großen Künstler. Pro eine Million Klicks verdiene ein Artist etwa 3.000 Euro: "Das ist dreimal so viel wie bei YouTube."

Allerdings gelte das nur für Independent-Künstler und nicht für bei Major Labels gesignte Leute. Dementsprechend äußerte sich auch Fard:

Weshalb Fard froh ist, nie bei einem Major Label gesignt zu haben

Jaja, die vielzitierte Streaming-Ära pustet einmal kräftig durch die Musikwelt. Indie Labels wie das von Fard halten auf einmal wieder mehr Trümpfe in der Hand und haben regelmäßigere Einnahmen...

Über Deluxe Boxen spricht RAF Camora ebenfalls. An denen verdiene man weniger als an normalen CDs. "Du musst die Händlerabgabe zahlen, die Herstellung, die GEMA, das Zeug, das du reintust, meistens vier CDs – da verdient man schon mal an einer Box zirka vier Euro", erklärt RAF. 

Packe der Künstler noch etwas Wertvolles in die Box, mache man damit sogar Minus. Boxen seien somit keine Geldmacherei, sondern zunächst nur für bessere Charteinstiege da gewesen. Da viele Rapper inzwischen allerdings ohnehin auf Platz eins charten, sei es inzwischen in erster Linie ein Gimmick für die Fans.

Hier findest du das gesamte Interview mit RAF Camora sowie weitere Hintergründe zum Thema Streaming:

Der österreichische Erfolgsrapper RAF Camora hat Wien vergangene Woche im Zuge seines Homecoming-Konzerts in der Marx Halle beehrt. Für das Gratis-Konzert, das von Red Bull Music auf die Beine gestellt wurde, waren die Tickets in kürzester Zeit weg...

Wieso Streaming-Anbieter offenbar ein großes Problem haben

Musik-Streaming ist die Zukunft - sagen viele. Das mag stimmen. Doch noch scheint Streaming kein Geschäftsmodell zu sein, mit dem die Anbieter tatsächlich Geld verdienen können. Der ehemalige...


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